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Philosophische Fakultät
Aktuelles
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SOZIALER & KULTURELLER WANDEL | AUSSTELLUNG

Frauen in Ravensbrück
1. November–7. Dezember 2026, Foyer der Universitätsbibliothek Chemnitz

Ravensbrück war das größte Frauenkonzentrationslager im nationalsozialistischen Lagersystem. Zwischen 1939 und 1945 wurden mehr als 120.000 Frauen und Kinder dorthin deportiert, rund 92.000 Menschen verloren dort ihr Leben.

Unter den Opfern waren mehr als hundert katalanische und spanische Frauen, viele von ihnen Republikanerinnen, die nach dem Spanischen Bürgerkrieg ins Exil gegangen waren. Sie wurden aufgrund ihres politischen Engagements und ihrer Beteiligung am Widerstand gegen den Faschismus verfolgt.

Die von Amical de Ravensbrück konzipierte Ausstellung wird als Leihgabe durch die Regierung von Katalonien – Memorial Democràtic und die Vertretung der Regierung von Katalonien in Deutschland ermöglicht. Sie zeichnet die Geschichte Ravensbrücks nach und vermittelt Einblicke in die Besonderheiten der Deportation von Frauen in die nationalsozialistischen Konzentrationslager.

Ausstellungseröffnung

4. November 2026, 18 Uhr

  • Grußworte der Organisator:innen
  • Vorstellung des Buches In Ravensbrück ging meine Jugend zu Ende (Neus Català, 1994), Ana Troncoso (Technische Unveristät Chemnitz)
  • Lesung ausgewählter Passagen des Buches, Birgit Kirberg (Berlin)
  • Einführung in die Entstehungsgeschichte der Ausstellung, Mercè Ardiaca (Vertretung der Regierung von Katalonien in Berlin)
  • Umtrunk

Die Ausstellung „Frauen in Ravensbrück“ ist Bestandteil der Veranstaltungsreihe Der Spanische Bürgerkrieg – 90 Jahre danach der Professur Kultureller und Sozialer Wandel.

ZENTRUM FÜR DEN WISSENSCHAFTLICHEN NACHWUCHS

TUCgraduate Day
10. November 2026, 10:30–17:30 Uhr, Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist der Technischen Universit&aouml;t Chemnitz ein besonderes Anliegen – und zugleich eine wichtige Verantwortung. Unser Ziel ist es, bestmögliche Rahmenbedingungen für die Qualifizierungsphase und darüber hinaus zu schaffen. Als zentrale Beratungs- und Weiterbildungseinrichtung unterstützt das Zentrum für den wissenschaftlichen Nachwuchs (ZfwN) diese Aufgabe.

Mit dem „TUCgraduate Day“ (vormals: Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses) schaffen wir einen Raum für Information, Austausch und Vernetzung. Hier treffen Promotionsinteressierte, Promovierende und Promovierte ebenso wie Betreuende und weitere Interessierte zusammen, um sich über Promotion, Karrierewege und Nachwuchsförderung auszutauschen.

Wir laden Sie herzlich ein, auch in diesem Jahr am 10. November 2026 dabei zu sein! Die Veranstaltung steht diesmal unter dem Schwerpunktthema „International Doctoral Research and Academic Careers: Research Stays Abroad, Networks, and Career Pathways“ – Sie dürfen sich auf vielfältige und spannende Sessions freuen.

Die Veranstaltung wird in deutscher und englischer Sprache durchgeführt. Weitere Informationen sowie das komplette Programm finden Sie auf den Seiten des Zentrums für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

INSTITUT FÜR POLITIKWISSENSCHAFT

Junge Mädchen und Frauen isoliert und entrechtet – Geschlossene Venerologische Stationen im ehemaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt
5. November 2026, 18 Uhr, IdeenReich, Universitätsbibliothek Chemnitz

Das ehemalige Krankenhaus „Am Stadtpark“ in der Scheffelstraße 110, Chemnitz (Foto: Konstantin Wiesinger)

Geschlossene Venerologische Stationen – hinter dieser sperrigen Wortreihe verbirgt sich ein Kapitel von DDR-Unrecht, das bislang nur wenig bekannt ist. Unter dem Vorwurf, an einer sexuell übertragbaren Krankheit zu leiden, wurden zehntausende Mädchen und Frauen ab einem Alter von zwölf Jahren für mehrere Wochen in abgeschlossene Klinikbereiche zwangseingewiesen. Dort waren sie täglich sexualisierter Gewalt und einem rigorosen Disziplinierungs- und Strafregime ausgesetzt. Der Vortrag gibt einen Überblick zu diesem Thema und präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse für den ehemaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt.

Referent an diesem Abend ist Konstantin Wiesinger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis.

Der Vortrag findet in Kooperation mit der VHS Chemnitz und dem Institut für Politikwissenschaften der TU Chemnitz statt.

Mit freundlicher Unterstüttzung der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Der Eintritt ist frei, Anmeldungen bitte per E-Mail an

JUNIORPROFESSUR DIGITAL HUMANITIES | WORKSHOP

Beyond Defaults: Statistical Paradigms in Digital Humanities Scholarship
19.–20. November 2026, IdeenReich, Universitätsbibliothek

Statistische Verfahren sind in den Digital Humanities fest etabliert, obwohl sich ihre theoretischen Annahmen von denen traditioneller geisteswissenschaftlicher Methoden unterscheiden. Diese Übernahme geschieht oft nahtlos, weil viele Softwarepakete statistische Paradigmen standardmäßig implementieren. Während geisteswissenschaftliche Theorien explizit reflektiert und diskutiert werden, bleiben statistische Paradigmen meist unsichtbar.

Die Juniorprofessur Digital Humanities lädt deshalb herzlich zum internationalen Workshop „Beyond Defaults: Statistical Paradigms in Digital Humanities Scholarship“ ein. Er bringt Forschende aus den Digital Humanities, der Wissenschaftsphilosophie und der Statistik zusammen und fragt nach den Bedingungen einer neuen „Statistical Literacy“ für die DH. Wie unterscheiden sich Frequentismus und Bayesianismus in ihrem Verständnis von Wahrscheinlichkeit und Evidenz? Wie verhalten sich große generative Sprachmodelle zu klassischen statistischen Paradigmen?

Es sprechen Richard McElreath (Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie), Jun Otsuka (Zen University), Evelyn Gius (TU Darmstadt), Christof Schöch und Keli Du (Universität Trier), Fotis Jannidis (JMU Würzburg) und Julian Schröter (LMU München).

Der Workshop wird in englischer Sprache durchgeführt. Um Anmeldung per E-Mail an wird gebeten. Auch Studierende sind herzlich willkommen. Weitere Informationen sowie das komplette Programm finden Sie auf den Seiten der Juniorprofessur Digital Humanities: www.tu-chemnitz.de/phil/ifgk/dh/forschung/veranstaltungen

MICROCREDENTIALS

Gestik im KI-Zeitalter

Liebe Studierende,
Sie stehen irgendwann vor einer Kamera: im Bewerbungsvideo, im Recruiting-Case, im Onboarding oder weil Sie beruflich mit Video- und Social-Media-Content arbeiten, etwa als Social-Media-Manager:in, Content-Creator oder in der Unternehmenskommunikation. Die meisten &uuuml;berlegen sich dabei alles: den Text, die Kleidung, den Hintergrund. Nur nicht: was die eigenen Hände gerade tun.

Genau darum geht es im neuen Microcredential „Gestik im KI-Zeitalter – verstehen, analysieren, gestalten“. Sie lernen, Gestik in digitalen Videoformaten – Erklärvideos, Bewerbungsvideos, KI-Avatare – systematisch zu analysieren, gezielt einzusetzen und Handlungsempfehlungen zu erstellen. Eine Kompetenz, die für Berufsfelder wie Social Media Management, Content-Produktion oder Unternehmenskommunikation zunehmend gefragt ist.

  • Kompakt (150 Arbeitsstunden)
  • zertifiziert
  • offen für Studierende aller Fakultäten

Gern besprechen wir mit Ihnen auch, wie sich das Microcredential in Ihren jeweiligen Studiengang anrechnen lässt.

Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie auf OPAL.

Bei Fragen wenden Sie sich gern an Dr. Jana Bressem oder Max Paolucci .

Neues aus und für die Fakultät

Veranstaltungen der Philosophischen Fakultät

  • Mittwoch, 04.12.2026 Ausstellung "Frauen in Ravensbrück" – Eröffnungsfeier (Messe/Ausstellung)

    • Philosophische Fakultät, Kultureller und Sozialer Wandel
    • Zeit: 18:00 bis 04.12. 20:00 Ort: Str. der Nationen 33, Universitätsbibliothek Foyer Sprache: Deutsch
    • Info: Dr. Ana Troncoso,
    • Vom 1. November bis zum 7. Dezember 2026 ist die Ausstellung in der UB zu sehen. Die Eröffnungsfeier findet am 4. November um 18 Uhr im Foyer der Bibliothek statt. Sie ist Teil der Veranstaltungsreihe „Spanischer Bürgerkrieg – 90 Jahre danach“
    • iCal Datei
  • Mittwoch, 25.11.2026 Russlands Militärgeheimdienst GRU – Geschichte und Gegenwart russischer Auslandsspionage (Vorlesung/Vortrag)

    • Philosophische Fakultät, Professur Internationale Politik
    • Zeit: 19:00 bis 20:30 Ort: Str. der Nationen 33, Universitätsbibliothek Ideenreich Sprache: Deutsch
    • Referent/-in: Dr. Matthias Uhl, Max-Weber-Netzwerk Osteuropa, Helsinki
    • Info: Keine Anmeldung notwendig. Infos: Dr. Jakob Kullik, E-Mail:
    • Russland verfügt über mächtige Geheimdienste, die weltweit operieren. Um auf Augenhöhe mit den Großmächten zu sein, ist Moskau an neuesten militärischen und technologischen Entwicklungen interessiert. Hierfür ist der Militärgeheimdienst GRU zuständig.
    • iCal Datei
  • Mittwoch, 16.12.2026 Von Extremismusbeobachtung bis Spionageabwehr – Multiple Herausforderungen für den Verfassungsschutz (Vorlesung/Vortrag)

    • Philosophische Fakultät, Professur Internationale Politik
    • Zeit: 19:00 bis 20:30 Ort: Str. der Nationen 33, Universitätsbibliothek Ideenreich Sprache: Deutsch
    • Referent/-in: Dr. Kai-Holmger Kretschmer, Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen, Dresden
    • Info: Keine Anmeldung notwendig. Infos: Dr. Jakob Kullik, E-Mail:
    • Der Verfassungsschutz gehört zur staatlichen Sicherheitsarchitektur. Über die Aufgaben und das komplexe Bedrohungsfeld, das der geheime Nachrichtendienst im Inland beobachtet, informiert der Vortrag aus Sicht eines Praktikers.
    • iCal Datei
  • Mittwoch, 27.01.2027 Vom Bundesnachrichtendienst zum Bundesgeheimdienst? Fähigkeiten und Befugnisse moderner Nachrichtendienste (Vorlesung/Vortrag)

    • Philosophische Fakultät, Professur Internationale Politik
    • Zeit: 19:00 bis 20:30 Ort: Str. der Nationen 33, Universitätsbibliothek Ideenreich Sprache: Deutsch
    • Referent/-in: Prof. Dr. Sophia Hoffmann, Universität Erfurt
    • Info: Keine Anmeldung notwendig. Infos: Dr. Jakob Kullik, E-Mail:
    • Der Bundesnachrichtendienst sammelt für die Bundesregierung Informationen von außen- und sicherheitspolitischer Relevanz. Kann er mit den Großmächten im KI-Zeitalter noch mithalten? Hierzu informiert der Vortrag aus politikwissenschaftlicher Sicht.
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