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Institut für Europäische Studien und Geschichtswissenschaften

Herzlich willkommen am Institut für Europäische Studien und Geschichtswissenschaften (Europainstitut)!

Europainstitut für eine starke Zivilgesellschaft

In der Nacht zum Sonntag, 26. August 2018, ist ein Mensch in den Straßen von Chemnitz gewaltsam zu Tode gekommen. Sein tragischer Tod sowie die Tatsache, dass Zuwanderer als Tatverdächtige gelten, haben heftige öffentliche Reaktionen ausgelöst, die beispielhaft die derzeitige Unwucht im gesellschaftlichen Diskurs aufzeigen.

Die Fragen, die sich hier stellen, betreffen nicht nur Chemnitz, Sachsen oder Deutschland. In vielen anderen Ländern Europas und der Welt gibt es Verunsicherung angesichts gesellschaftlicher Umbrüche, die sich durch Migration, ökonomische Krisen oder durch politische Veränderungen entwickeln. Welche Zukunft wünschen wir uns? Welche Verantwortung haben wir als Zivilgesellschaft? Wie können wir eine seriöse Haltung zu den Herausforderungen von Diversität, sozialer Ungleichheit, Nationalismus und Rassismus entwickeln?

Diese Fragen sind tiefgreifend, und sie benötigen Menschen, die sich damit fundiert wissenschaftlich auseinandersetzen, die über den Tellerrand blicken und durch eine europaweit vergleichende Perspektive Licht in die Debatte bringen.

Wir als Europainstitut wollen mit unseren
Studienangeboten unseren Teil dazu beitragen.

 

 

Das Institut für Europäische Studien und Geschichtswissenschaften (IESG) entstand 2018 durch eine Fusion der Institute für Europäische Studien und für Europäische Geschichte. Maßgebend für den Zusammenschluss war der gemeinsame Wunsch, die europabezogene Lehre und Forschung beider Institute zu konzentrieren und in der Institutsarbeit stärker zu betonen. Deshalb bezeichnet sich das Institut auch kurz als „Europainstitut“.

Dem Institut gehören neun Professuren unterschiedlicher Disziplinen und regionaler Zugänge an, die je für sich und in Kooperation mit anderen vor allem europabezogene Fragestellungen erforschen. Vertreten sind die Geschichtswissenschaften, die Geographie, die Kulturwissenschaften, die Politikwissenschaft, die Soziologie sowie die Rechtswissenschaft, wobei sich diese Fächer in Lehre und Forschung vielfach mit regionalen Schwerpunkten verbinden und dadurch eine geographische Brückenfunktion des Europainstituts zwischen dem westlichen und dem östlichen Europa begründen. Die Vielfalt der am Institut vertretenen Fächer gewährleistet einen breiten Zugang zu europabezogenen Fragestellungen, der in dieser Form einzigartig ist und der das Selbstverständnis des Instituts als Zentrum der Europaforschung an der TU Chemnitz prägt. Nicht von ungefähr spielen Querschnittsthemen wie Migration, Geschichtskultur, der Brexit, regionale Sezessionsbestrebungen, europäische Erinnerungsorte, zivilgesellschaftlicher Protest, Nationsbildung oder die Einhaltung der Werte der Europäischen Union eine wichtige Rolle in der Institutsforschung.

Die Konzentration des Instituts auf „Europa“ spiegelt sich auch in den vom Institut verantworteten oder mitgetragenen Bachelor- und Masterstudiengängen wider. Auf Bachelorniveau handelt es sich dabei um das Studium der Europäischen Geschichte sowie um die Europa-Studien, die in drei Ausrichtungen – der kulturwissenschaftlichen, der sozialwissenschaftlichen und der, federführend an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften angesiedelten, wirtschaftswissenschaftlichen Ausrichtung – angeboten werden. Das Masterstudium umfasst die Europäische Geschichte, die nicht nur regulär an der TU Chemnitz, sondern auch im Rahmen eines bilingualen (deutsch-polnischen) Doppelabschluss-Masterprogramms in Kooperation mit der Universität Breslau (Wroclaw) studiert werden kann, ferner das Studium der Europäischen Integration mit Schwerpunkt Ostmitteleuropa und das Studium der Rezeptionskulturen der Vormoderne (in Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik und Kommunikation).

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