Navigation

Inhalt Hotkeys
Juniorprofessur Interkulturelle Kompetenz
Juniorprofessur Interkulturelle Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz gilt als eine Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts. In jedem Lebensbereich werden interkulturelle Begegnungen und transkulturelle Praktiken zunehmend sowohl zu einer alltäglichen Normalität, als auch zu einer Herausforderung. Nicht zuletzt werden diese Prozesse durch die sog. digitale Wende begünstigt. Die rasante Verbreitung digitaler Kommunikationsmedien ermöglicht es Individuen und sozialen Gruppen, ihre Handlungsroutinen und Alltagsräume von konkreten physikalischen Umständen und bestehenden lokalen Strukturen weitgehend unabhängig zu gestalten.

„Wir sind das, was wir wiederholt tun,“ – so Aristoteles. Insofern unsere Alltagspraktiken den zentralen formierenden Aspekt unserer Identität(en) darstellen, lässt die Loslösung aus den traditionellen, kollektive Zugehörigkeit stiftenden und reproduzierenden Strukturen und Ordnungen das althergebrachte Verständnis von Kultur und kultureller Identität obsolet erscheinen. Was bedeutet heutzutage noch, „Deutsche(r)“, „Italiener(in)“ oder „Japaner(in)“ zu sein? Welcher „Kultur“ gehört ein Mensch an, der in China arbeitet, sich wöchentlich mit Freunden aus Istanbul und Helsinki über die neuesten Trends im US-amerikanischen Rap mittels Skype unterhält, RTL-Serien auf Satellitenfernsehen schaut und sich eine Pizza online bestellt, ohne dabei seinen SMS-Flirt mit einer in Dublin lebenden Kongolesin zu unterbrechen? Welche sozialen und kulturellen Räume entstehen dabei und welche Wechselwirkungen zwischen dem lokalen Umfeld und der Lebenspraxis der digital wanderer sind im Gange?

Die Schwerpunkte der Juniorprofessur in Forschung und Lehre liegen auf den lokale sowie nationale Grenzen überschreitenden und überspannenden transkulturellen Phänomenen, die u.a. im Bereich digitaler Praktiken vorliegen bzw. durch diese begünstigt oder gar ins Leben gerufen werden. Besonderes Interesse gilt dabei den Prozessen des interkulturellen Lernens und des Kulturtransfers im Gesundheitswesen, der Sphäre von engen Beziehungen und dem Familienleben.

 

 

 

Presseartikel

  • Kurzer Klick für kleines Geld

    Clickworking im Internet hat Vor- und Nachteile für die Beschäftigten – TU-Techniksoziologe Jun.-Prof. Christian Papsdorf erforscht das neue Arbeitsmodell …

  • Wo Computer menschliche Gefühle beachten

    Um den Flugverkehr noch sicherer zu machen, wird am Kompetenzzentrum „Virtual Humans“ der TU Chemnitz die Arbeitsweise und emotionale Belastung von Fluglotsinnen und Fluglotsen erforscht …

  • Elektronik aus einem Guss

    Wissenschaftler der Professur Kunststoffe vereinen Kunststoff- mit Elektronikbauteilen – Prototypen vom 27.2.-1.3.2018 auf Fachmesse „embedded world“ in Nürnberg …