
Wir leben in einer Welt, die durch Diversität, Mobilität und digitale Kommunikation zunehmend vernetzt ist. Transnationale Beziehungen prägen unseren Alltag, kulturelle und soziale Kontexte verändern sich fortlaufend. Diese Dynamiken werfen wichtige Fragen auf:
Wie können wir 'Kultur(en)' heute verstehen? Wie beeinflussen grenzüberschreitende Praktiken unsere Identitäten, unser Zusammenleben und unsere Kommunikation?
Diesen und ähnlichen gesellschaftlich relevanten Fragen widmen wir uns in Forschung und Lehre mit wissenschaftlicher Neugier. Dabei betrachten wir Kultur nicht als festes System, sondern als etwas Wandelbares, das sich im Austausch, in Aushandlungen und durch Machtverhältnisse ständig neu formt. Zentrale Themen unserer Arbeit sind unter anderem:
► Kulturen und Kulturalisierungen
► Digitalität und digitale Kulturen
► Intersektionalität und Diversität
► Migration und Mobilität
► Post- und Dekoloniale Perspektiven
► Epistemische Gerechtigkeit
In unseren Studiengängen – dem ► Bachelor Interkulturelle Kommunikation sowie dem ► Master Interkulturelle Kommunikation / Interkulturelle Kompetenz – legen wir großen Wert auf die Verbindung von Theorie, Forschung und Praxis. Unsere Lehrangebote sind interdisziplinär ausgerichtet und bieten Raum für kritische Reflexion, empirische Forschung und persönliche Lernerfahrungen. Die Studiengänge bereiten dabei auf eine Vielzahl von ► Berufen und Arbeitsfeldern vor.
Ein besonderes Anliegen ist uns die Förderung internationaler Erfahrungen, etwa durch Auslandsaufenthalte oder Praxisphasen, die eng mit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung verbunden werden. Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zu hinterfragen, interkulturelle Phänomene zu erforschen und an einer offenen, vielfältigen Wissenschaft mitzuwirken.
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen – im Studium, in der Forschung und darüber hinaus.
Wenn Sie sich über Voraussetzungen, Bewerbung und Studienorganisation informieren möchten, laden wir Sie ein, einen Blick in unsere FAQ‑Sammlung für Studieninteressierte zu werfen.
Neuigkeiten aus der Professur
Informationen zur Lehre im Sommersemester 2026
Im Sommersemester 2026 bietet Prof. Anna Amelina aufgrund eines Forschungsaufenthalts am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung an der Universität Bielefeld keine Lehre an. Die Sprechstunde mit Studierenden findet online nach Vereinbarung statt. Bitte melden Sie sich vorher per eMail an.
Die Lehrveranstaltungen von Prof. Anna Amelina werden in diesem Sommersemester von Dr. Giovanni Tidona übernommen. Wir begrüßen ihn erneut ganz herzlich im Team und freuen uns auf die Zusammenarbeit.
Call for Proposals: Tagung „Ost|West|Differenz in der Erziehungswissenschaft“ (05./06.11.2026, Halle)
Die Tagung widmet sich der bislang wenig beachteten Bedeutung von Ost|West-Differenzen in der erziehungswissenschaftlichen Forschung. Im Fokus stehen Fragen zu Generationenverhältnissen, Bildungsinstitutionen, biographischen Erfahrungen sowie sozialer Ungleichheit. Wissenschaftler:innen sind herzlich eingeladen, Abstracts (ca. eine Seite) bis zum 30.04.2026 einzureichen.
Die Veranstaltung wird vom Netzwerk „Ost|West|Differenz in der Erziehungswissenschaft“ ausgerichtet und findet an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt.
An der Organisation ist Dr. Manuel Peters beteiligt, der bei Rückfragen gerne zur Verfügung steht.
Neue Veröffentlichung zum vierten Jahrestag des Kriegs in der Ukraine
Special Issue: Vulnerable (im)mobilities between imperial legacies and colonial logics of war
Vier Jahre nach dem 24. Februar 2022 bietet die Special Issue der Zeitschrift Mobilities (Vol. 21 (1), 2026) aktuelle Einblicke wie imperiale Vermächtnisse und koloniale Logiken weiterhin Vertreibung, Gewalt und alltägliche Formen von (Im-)Mobilität in der und über die Ukraine hinaus prägen. Eine unverzichtbare Lektüre für alle, die die Folgen des Krieges verstehen wollen.
Anna Amelina, Verena Molitor, Jana Schäfer, Andreas Vasilache & Tatiana Zimenkova,
Editorial Introduction: “Vulnerable (im)mobilities between imperial legacies and colonial logics of war”
Marta Jaroszewicz, Dovilė Jakniūnaitė & Peter Adey,
“Seeing like a train: the viapolitics of emergency mobilities during Russia’s war against Ukraine”
Maria Mayerchyk, Olga Plakhotnik & Mariana Yaremchyshyn,
“New mobilities, old vulnerabilities: European Far East and coloniality of Ukrainian gendered labor”
Iryna Lapshyna,
“Forced migration, uncertainty and transnationalism of Ukrainians in Germany”
Nonna Kushnirovich, Irina Kuznetsova & Oksana Mikheieva,
“Forced or voluntary migrants? Daily and labour market challenges for new Israeli citizens from Ukraine since 2014”
Monika I. Szewczyk, Ignacy Jóźwiak, Elżbieta Mirga-Wójtowicz & Kamila Fiałkowska,
“The claim to have rights, and the right to have claims – transnational solidarity of Roma in the face of the war in Ukraine”
Tetiana Havlin,
“War-induced (im)mobilities and immobilizing effects in the context of the Russo-Ukrainian war”
Jana Schäfer & Anna Amelina,
“Gendered and sexualized violence on the move: unravelling collective (im)mobilization in the name of post-Soviet imperial membership”
Guzel Yusupova,
“The mechanisms of forced military enlistment amid the intersections of ethnicity, rurality and spatial mobility in Russia”
Neue Veröffentlichung
Friese, Heidrun; Nolden, Marcus; Schreiter, Miriam (2026): Handbuch Soziale Praktiken und digitale Alltagswelten. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer. https://link.springer.com/referencework/10.1007/978-3-658-44521-8
Mit der Entwicklung des Web 2.0 sind digitale Medien und Netzwerke Teil unseres täglichen Lebens geworden. Von Instagram und TikTok bis hin zu YouTube, Telegram und Spotify: Soziale, kulturelle, religiöse, wirtschaftliche und politische Räume entwickeln sich heute im globalen Netz, ermöglichen die Verhandlung aktueller Situationen und machen die frühere Unterscheidung zwischen 'Online- und Offline-Welten', dem 'virtuellen' und dem 'realen, physischen' Raum obsolet. Diese digitalen Räume werden nicht mehr als getrennt betrachtet, sondern als ein Kontinuum machtgeladener und asymmetrischer sozialer und ökonomischer Felder, die durch unterschiedliche Praktiken und transnationale Kommunikation gekennzeichnet sind. Ebenso bringen die rasanten Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz global weitere gesellschaftliche Veränderungen und Dynamiken hervor, die einer kritischen Auseinandersetzung bedürfen.
Just Published
Amelina, A. and K. Barglowski (2025): Towards the polysemic fabrication of integration: Relating hegemony-critical theories ‘from above’ and actor-centred approaches ‘from below’, Migration Studies, Volume 13, Issue 3, September 2025, https://academic.oup.com/migration/article-abstract/13/3/mnaf034/8240093?redirectedFrom=PDF&login=false
Schäfer, J. & A. Amelina (2025): Gendered and sexualized violence on the move: unravelling collective (im)mobilization in the name of post-Soviet imperial membership, Mobilities,
https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/17450101.2025.2532393
Stierl, M., Stielike, L., Schäfer, P., Bartels, I., Amelina, A., Dodevska, I. & Olarinde-Olomola, O. S. (2025). Reflexivity as Critique? A Conversation on the Politics of Knowledge Production in Migration Studies. Zeitschrift für Migrationsforschung. Https://journals.ub.uni-osnabrueck.de/index.php/zmf/article/view/334
Amelina, A., Barglowski, K., & Bonfert, L. (2025). Transnational inequalities. In Elgar Encyclopedia of Global Migration (pp. 555-557). Edward Elgar Publishing.

