Springe zum Hauptinhalt
Interkulturelle Kommunikation
Professur Interkulturelle Kommunikation
Interkulturelle Kommunikation 

Herzlich Willkommen an der Professur

Kultur(en) und Kulturalisierungen

Kultur ist mehr als nur Musik, Essen oder Kunst. Kulturwissenschaftlich ist sie vor allem ein System von Bedeutungen – also eine Art „Brille“, durch die wir die Welt verstehen. Sie hilft uns, unseren Alltag einzuordnen und Sinn darin zu finden.

Aber wir wollen nicht einfach nur beschreiben, was Kultur ist. Wir schauen kritisch darauf:

Welche Vorstellungen von „Kultur“ existieren? Wie entstehen eigentlich Konzepte von Identität? Wer entscheidet, wer „dazugehört“ – und wer als „fremd“ gilt? Und welche Rolle spielt dabei Macht?

Wir untersuchen zum Beispiel in Lehrprojekten, wie Begriffe wie „Heimat“, „Fremdheit“ und „Zugehörigkeit“ in der Gesellschaft diskutiert werden. Oft gibt es dazu ganz unterschiedliche, sogar widersprüchliche Meinungen. Ein zentrales Thema dabei ist immer auch die Frage, wie Diskussionen über Interkulturalität und Transkulturalität mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zusammenhängen. Medien spielen dabei z.B. eine große Rolle: Wenn sie über „Kultur“ sprechen, stellen sie manchmal bestimmte Gruppen als einheitlich und „anders“ dar. Dadurch entsteht oft ein „Wir“ gegen „Die“. Solche Perspektiven können zu Formen von kulturellem Rassismus führen – also zur Vorstellung, dass „Kultur“ feste, trennende Grenzen zwischen Menschen schafft.

Wir schauen uns auch neue Denkansätze an, die helfen, Kultur(en) und Zusammenleben besser zu verstehen – zum Beispiel:

► Konvivialität – das gelingende Zusammenleben trotz Unterschieden 
► Dekolonialität – das kritische Nachdenken über Kolonialgeschichte und ihre Folgen heute
► Radikale Fürsorge – neue Wege, füreinander Verantwortung zu übernehmen 
► Urbane Begegnung – wie Menschen in Städten einander begegnen und Räume gemeinsam gestalten


Diese Perspektiven laden dazu ein, Kultur(en) nicht als ein festes abgegrenztes System zu sehen, sondern als vielfältig, lebendig und veränderbar.


Weiterführende Literatur zum Thema: 

Balibar É., Wallerstein, I. (1992): Rasse, Klasse, Nation. Ambivalente Identitäten. Argument, Hamburg.

Marchart, O. (2008): Cultural Studies. UVK, Konstanz.

Broden, A./Mecheril, P. (2010) (Hrsg.): Rassismus bildet. Bildungswissenschaftliche Beiträge zu Normalisierung und Subjektivierung in der Migrationsgesellschaft. Transcript, Bielefeld.

Zurück zur Webseite

  • Eine junge Frau sitzt am Computer.

    Rund um die Uhr die Hausarbeit abschließen

    Einfach dranbleiben: Universitätsbibliothek der TU Chemnitz hat unmittelbar im Anschluss an die „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ am 5. Februar 2026 erstmals noch bis 14. Februar gegen Mitternacht 24/7 geöffnet …

  • Logo vor einer Gebäudeansicht

    TU Chemnitz im Ranking von StudyCheck.de auf Platz 4 der beliebtesten Universitäten in Deutschland

    Ein „StudyCheck Award 2026“ mit dem Zertifikat „Top Universität 2026“ geht dank der sehr positiven Bewertung ihrer Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen an die TU Chemnitz – Zudem ist die TUC aktuell die zweitbeste staatliche Universität im Live-Ranking „Digital Readiness“ …

  • Blick auf ein schiff, das neben einem Gebäude ankert.

    Spurensuche in der Stadt

    Wie Migration Stadtbilder und Lebensgeschichten prägt, zeigt das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven bis zum 1. März 2026 – Ausstellung „Aufbrüche – Umbrüche“ verknüpft Bremerhaven und Chemnitz in einem Dialog über Wandel, Erinnerung und Identität – Professur Humangeographie mit Schwerpunkt Europäische Migrationsforschung der TU Chemnitz wirkte an der Konzeptentwicklung mit …

  • Junge Menschen tanzen auf einer Tanzfläche

    Stimmungsvolle Ballnacht im Kulturbahnhof

    Gelungene Premiere: Fachschaftsräte der TU Chemnitz richteten erstmals einen „Winterball“ für Angehörige der Universität und weitere Tanzbegeisterte aus …