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Interkulturelle Kommunikation
Professur Interkulturelle Kommunikation
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Post- und Dekolonialitäten

In unserer Forschung und Lehre beschäftigen wir uns auch mit post- und dekolonialem Denken. Wir setzen uns also mit den anhaltenden Auswirkungen der Kolonialzeit auseinander – also damit, wie Kolonialismus bis heute Gesellschaften, Denken und Wissen beeinflusst.

Ein zentraler Gedanke stammt vom Kulturtheoretiker Stuart Hall. Er spricht von der sogenannten „doppelten Einschreibung“ – das meint, dass Kolonialismus nicht nur die ehemals kolonisierten Länder, sondern auch die kolonialen Mächte selbst tief geprägt hat. Beide Seiten tragen Spuren dieser Vergangenheit in sich – in ihrer Kultur, Sprache, Bildung und Selbstwahrnehmung.

Dabei verbinden wir zwei Perspektiven: Die postkoloniale Theorie hilft uns zu verstehen, wie Stereotype, Ausgrenzung („Othering“) und Nachahmung („Mimikry“) wirken. Die dekoloniale Theorie bringt eine andere, aber ebenso wichtige Sichtweise ein. Der Begriff „Kolonialität der Macht“ (Quijano) beschreibt, wie koloniales Denken bis heute in modernen Machtverhältnissen, im globalen Kapitalismus und in rassistischen Strukturen weiterlebt.

Unser Ziel ist es, diese Perspektiven zusammenzudenken – und damit neue Räume zu schaffen: Räume der Krtiik und der Veränderung. Wir wollen Wege finden, wie vielfältige Lebensweisen und Wissensformen ernst genommen und wertgeschätzt werden können.


Weiterführende Literatur zum Thema: 

Conrad, Sebastian/ Randeria, Shalini (2013). Einleitung: Geteilte Geschichten – Europa in einer postkolonialen Welt. In: Conrad, Sebastian/ Randeria, Shalini/R.mhild, Regina (eds.). Jenseits des Eurozentrismus. Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften. 2. extended edition. Campus, pp. 32-72.

Hall, Stuart (1996). When was the Post-Colonial? Thinking at the Limit. In: Chamber, Iain/Curti, Lidia (eds). The Post-colonial Question: Common Skies, Divided Horizons. Routledge, pp. 242–260.

Kušić, Katarina/ Lottholz, Philipp/ Manolova, Polina (2019): Introduction. From Dialogue to Practice: Pathways towards Decoloniality in Southeast Europe. In: dVERSIA 3, H. 1: Decolonial Theory and Practice in Southeast Europe, hg. v. dens., S. 7–30.

Lugones, María: Heterosexualism and the Colonial / Modern Gender System. In: Hypatia 22 (2007), H. 1, S. 186–209.

Quijano, Anibal (2007). Coloniality and Modernity/Rationality. In: Cultural Studies, 21 (2-3), pp. 168-178.

Spivak, Gayatri C. (1999). A Critique of Postcolonial Reason: Toward a History of the Vanishing Present. Harvard University Press.

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