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Interkulturelle Kommunikation
Professur Interkulturelle Kommunikation
Interkulturelle Kommunikation 

Herzlich Willkommen an der Professur

Intersektionalität und Diversität

An unserer Professur beschäftigen wir uns u.a. auch mit zwei spannenden Forschungsrichtungen: der Intersektionalitätsforschung und den kritischen Diversity Studies. Dabei geht es im Kern um Fragen wie:

Wie hängen Diskriminierung, Ausgrenzung und Privilegien miteinander zusammen? Wer darf mitreden, mitgestalten, dazugehören – und wer nicht? Welche unausgesprochenen Normen entscheiden über Ein- und Ausschluss in Politik, Wirtschaft oder Bildung?

Die Intersektionalitätsforschung hat ihren Ursprung im Aktivismus Schwarzer Frauen – besonders im Combahee River Collective (1977). Sie hat gezeigt: Menschen erleben mehrfache Diskriminierung, weil sich verschiedene (zugeschriebene) "Merkmale" wie Geschlecht, race, sexuelle Orientierung, Herkunft, soziale Klasse, Gesundheit oder Alter überlagern.

Wichtig ist dabei: Diese Ungleichheiten wirken nicht einfach nebeneinander, sondern sind miteinander verwoben. Manche Menschen sind deshalb gleichzeitig in mehrfacher Hinsicht benachteiligt – zum Beispiel als queere Frau aus einem einkommensarmen Milieu.

Zusätzlich beziehen wir die kritischen Diversity Studies ein. Diese beschäftigen sich mit der Frage, wie Vielfalt in Organisationen (z. B. Unternehmen, Universitäten, Verwaltungen) wahrgenommen, organisiert – und manchmal auch stillschweigend ausgeschlossen wird.

Hier treffen sich Intersektionalität und Diversity Studies: Beide interessieren sich dafür, wie Macht, Normalität und Zugehörigkeit im Alltag und in Institutionen verhandelt werden.

Unser Ziel: Unsere Forschung und Lehre will nicht nur aufdecken, wo und wie Ungleichheit entsteht, sondern auch die Rolle von Wissenschaft selbst hinterfragen: Wer produziert Wissen – und aus welcher Perspektive? Wie können wir dazu beitragen, dass Forschung gerechter, vielfältiger und zugänglicher wird?


Weiterführende Literatur zum Thema: 

Anthias, F. (2020). Translocational belongings: Intersectional dilemmas and social inequalities. Routledge.

Degele, Nina / Winker, Gabriele (2007): Intersektionalität als Mehrebenenanalyse, in: http://portal-intersektionalitaet.de/theoriebildung/ueberblickstexte/degelewinker/

Drüeke, R. (2019). "Check your privilege"-Intersektionale Persperktiven auf digitalisierte Medienkulturen. In Medienbildung für alle. Digitalisierung. Teilhabe. Vielfalt. (pp. 21-34). KoPäd.

Gruhlich, J., & Riegraf, B. (2020). Gender Mainstreaming und Diversity Management. Eine Diskussion aus intersektionaler Perspektive. Handbuch Intersektionalitätsforschung, 1-14.

Hermann, A. (2020): "Diversity Management Studies." Handbuch Intersektionalitätsforschung. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, 2022. 79-92.

Sojourner Truth: Ain't I A Woman?, in https://www.nps.gov/articles/sojourner-truth.htm (Zugriff: April 2025)

 

 

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