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GSD Philosophieren mit Kindern

Grundschuldidaktik Philosophieren mit Kindern

Philosophieren mit Kindern versteht sich als ein Ansatz, der die Kinder zur kritischen Urteils- und Reflexionsfähigkeit führen soll und dabei sowohl das logische Denken als auch die Empathie und die Kreativität des Kindes fördert. Das philosophische Gespräch mit Kindern lässt sich fachübergreifend anwenden. Vor allem im Ethikunterricht in der Grundschule ist ihm jedoch große Bedeutung beizumessen, da die Kinder durch das selbstständige Nachdenken über verschiedene Wertvorstellungen moralische Orientierung gewinnen können.

Im Bereich der Lehre werden Seminare und Vorlesungen angeboten, welche sowohl die fachdidaktischen als auch die fachwissenschaftlichen Grundlagen vermitteln. Die Lehre umfasst die die Grundlagen der praktischen und theoretischen Philosophie, die Theorie und Didaktik des Philosophierens mit Kindern sowie die Theorie der kindlichen Entwicklung.
Dadurch sollen die Studierende auf die Lehrtätigkeit im Fach Ethik/Philosophie in der Grundschule vorbereitet werden.

Im Bereich der Forschung liegen die Schwerpunkte in der Grundschuldidaktik des Philosophierens mit Kindern. Ein besonderer Fokus richtet sich auf den Erwerb der moralischen Reflexionsfähigkeit, das kindliche Denken und das Philosophieren mit Kindern im internationalen Vergleich.


Inhaberin der Juniorprofessur

Portrait: Jun. Prof. Dr. Minkyung Kim
Jun. Prof. Dr. Minkyung Kim
Sprechzeit: Di. 10:00-11:00.
  • Telefon:
    +49 371 531-34431
  • Fax:
    +49 371 531-834431
  • Raum:
    1/R224
  • E-Mail:

 

Wissenschaftlicher Werdegang    

Seit Oktober 2014

Juniorprofessorin der Grundschuldidaktik Philosophieren mit Kindern im Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz

2013 – 2014

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Juniorprofessur Grundschuldidaktik Philosophieren mit Kindern im Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz

2009 – 2013    

Promotionsstudium in Graduate School of Humanities (Klasse “Bildung und Kultur”) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

2003 – 2009

Magisterstudium in Pädagogik, Soziologie und Schulpädagogik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

 

Forschungsschwerpunkte

  • Anthropologie des Kindes (Theorie der Kindheit, Moralentwicklung von Kindern)
  • Philosophieren mit Kindern/ Didaktik der Ethik und der Philosophie
  • Interkulturelle Bildung (Vorurteile und Rassismus bei Kindern, Toleranzbegriff, Theorie des interkulturellen Lernens)
  • Philosophie der Bildung
  • Vergleichende Erziehungswissenschaft (Moralerziehung in Korea und Deutschland)

Lehre

  • Theorie und Didaktik des Philosophierens mit Kindern
  • Anthropologie des Kindes
  • Theorie der philosophischen Bildung

Publikationen

  • Kim, M. & Marsal, Eva (Hrsg.) (erscheint 2017): Philosophieren mit Kindern als Methode der Kindheitsforschung? Münster: Lit Verlag.
  • Kim, M. (2016): Rezension über Ethik entdecken mit Philo. In: ZDPE, 4. S.117f.
  • Kim, M. (2016): Philosophieren mit Kindern über das Thema Konsumismus. In: ZDPE, 3. S.32-38.
  • Kim, M. & Lee, I. (2016): Zur Entwicklung des Faches. Internetethik im südkoreanischen Curriculum - Eine Darstellung am Beispiel des Cyberbullyings. In: Ethik & Unterricht. 3. S.54-55.
  • Kim, M. (2016): Botanischer Garten. In: Brade, J.; Krull, D. (Hrsg.): 45 Lern-Orte in Theorie und Praxis. Außerschulisches Lernen in der Grundschule für alle Fächer und Klassenstufen. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren. S.35-38.
  • A. Goebels & M. Kim (2016): Philosophieren mit Grundschulkindern. Herausforderungen für die Philosophiedidaktik und die Lehrerbildung. In: Information Philosophie. 2. S.116-119.
  • Kim, M. (2016): Was macht Kinder tolerant? - Der Beitrag des Philosophierens mit Kindern. In: ZDPE, 2. S.46-55.
  • Rudolph, U. & Kim, M. (2015): Einstellung (soziale). In: Kopp, J.; Steinbach, A. (Hrsg.): Grundbegriffe der Soziologie. Wiesbaden: VS Verlag. S.57-60.
  • Kim, M. (2015). Offenheit fördern - Philosophieren mit Kindern über Stereotype, Vorurteile und Implicit Bias. In: ZDPE, 2. S.46-54.
  • Kim, M. (2014). „Der Beitrag des Philosophierens mit Kindern für Toleranz und ethische Reflexionsfähigkeit" In: A. Goebels; T. Nisters: „Philosophie - ein Kinderspiel? Zugänge zur Philosophie in der Primarstufe.“S.51-61. (http://www.pedocs.de/volltexte/2014/9994/pdf/Goebels_Nisters_2014_Tagungsband_Philosophie_ein_Kinderspiel.pdf)
  • Kim, M.(2013). Philosophieren mit Kindern als Möglichkeit des interkulturellen Lernens. LIT Verlag. (Dissertation)

Vorträge

04/2017 Philosophieren mit Kindern über die digitale Welt - Vortrag an der 4. Arbeitstagung Philosophiedidaktik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
04/2017 무엇이 어린이와 청소년을 취약하게 만드는가? (Was macht Kinder und Jugendliche so vulnerabel?) - Gastvortrag an der Sangmyung Universität in Seoul, Südkorea
03/2017 어린이와 철학하기를 통한 민주시민교육 (Der Beitrag des Philosophierens mit Kindern zur demokratischen Bildung) - Gastvortrag an der Sangmyung Universität in Seoul, Südkorea
11/2016

„Die sind gefährlich“ – Stereotype und Vorurteile bei Kindern - Vortrag an der Fachtagung Kind und Moral an der TU Chemnitz

10/2016 Kalte Asiaten und warme Europäer? Zur Rolle von Emotionen auf Stereotype und der pädagogische Umgang mit ihnen - Vortrag an der internationalen Tagung "Bildung und Emotion" an der Universität Wien
10/2016 Heimat und die Ethik der Integration - Vortrag an der DGfE-Jahrestagung der Kommission Pädagogische Anthropologie „Flucht und Heimat“ an der Leuphana Universität Lüneburg
09/2016 Kindheit – jenseits von Biologie und Kultur - Vortrag am Workshop "Was ist Kind?" in der Tagung für Praktische Philosophie an der Universität Salzburg (gemeinsam mit T. Grote)
06/2016

Vorurteile und Rassismus bei den Kindern – neue Herausforderung für den Ethikunterricht in der Grundschule - Gastvortrag an der Universität Bayreuth

09/2015  Ethikunterricht in deutschen Grundschulen und Didaktik des Philosophierens mit Kindern - Gastvortrag an der Seoul National University of Education (SNUE)
09/2015  Theorie und Praxis des interkulturellen Lernens in Deutschland. Ein Vergleich zum interkulturellen Lernen in Korea - Gastvortrag an der Seoul National University of Education (SNUE)

03/2015 

Macht Philosophieren offen? Zur Möglichkeit der Förderung von Offenheit und Toleranz durch das Philosophieren mit Kindern - Arbeitstagung Fachdidaktik Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

06/2014  

Grundprobleme des interkulturellen Lernens - Forum Pädagogik an der TU Chemnitz

04/2014 

Aktuelle fachdidaktische Entwicklungen und Diskussionen in Ethik/ Philosophie (Philosophieren mit Kindern) - Impulsvortrag im Fachgespräch im Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK) in Dresden

01/2014 

Philosophieren mit Kindern als Weg zur interkulturellen Bildung - Fachtagung an der Stiftung Universität Hildesheim „Philosophieren mit Kindern als pädagogische Grundhaltung und Unterrichtsprinzip. Standpunkte und Forschungsperspektiven

 

Workshops

07/2015

In der Uni nach der Promotion - Einblick in das Berufsleben einer Juniorprofessorin - Graduate School of the Humanities an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

11/2014 

Staunen und Fremderfahrung – Theorie und Praxis - Fachtagung Philosophieren mit Kindern über das Eigene und Fremde im ZLB der TU Chemnitz

 

Mitarbeiter

Portrait: Dr. Jan Friedrich
Dr. Jan Friedrich
Wissenschaftlicher Mitarbeiter,
Sprechzeit: Fr. 14:00 bis 16:00 Uhr sowie nach Vereinbarung
  • Telefon:
    +49 371 531-34439
  • Fax:
    +49 371 531-834439
  • Raum:
    1/R225
  • E-Mail:

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit Oktober 2013

Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juniorprofessur Grundschuldidaktik

Philosophieren mit Kindern am Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz

2007 – 2013 Promotionsstudium an der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel
1997 – 2006 Magisterstudium Philosophie, Pädagogik, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft

 

Forschungsschwerpunkte

  • Moralphilosophie (Scham, Vereinbarkeit von "Gefühlsethik" und normativer Ethik)
  • Technikphilosophie (Spiel und Technik, technisches Nichtwissen, normative Grundlagen des Enhancements)
  • Theorien des Opfers

Lehre

  • Einführungen in die Theoretische und Praktische Philosophie
  • Argumentationstheorie
  • Ästhetik

Publikationen

  • »Zivilisationstrauma Menschenopfer«; in: Chr. Türcke et. al. (Hrsg.), Opfer. Kritische Theorie und Psychoanalytische Praxis, Gießen: Psychosozialverlag 2016 (in Vorbereitung).
  • »Köder, Falle und die List des Tricksters«, in: G. Gamm et. al., Jahrbuch Technikphilosophie 2016. List und Tod, Berlin/Zürich: diaphanes 2016, S. 79–92.
  • Zusammenspiel mit der Natur. Wirklichkeit und Utopie einer spielerischen Technik, Weilerswist: Velbrück Wissenschaft 2015.
  • »Wie öffentlich ist das Feuilleton?«                                                                    
    (mit A. Friedrich, N. Kasper & K. Werner), in: Th. Steinfeld (Hrsg.), Was vom Tage bleibt. Das Feuilleton und die Zukunft der kritischen Öffentlichkeit in Deutschland, Fischer: Frankfurt a. M. 2004, S. 165–169.

Vorträge

11/2015   »Zivilisationstrauma Menschenopfer« – Gastvortrag im Basisseminar Das Opfer: rituell – politisch – ethisch des Promotionsstudiengangs Literatur der Ludwig-Maximilians-Universität München
09/2015  »Scham als moralische Triebfeder«

Vortrag, III. Tagung für Praktische Philosophie, Universität Salzburg

07/2012 »Rehabilitation der List – Odysseus vs. Trickster«

Vortrag, Konferenz Fortschritt. Bildung. Kultur.  Kritische Theorie heute, Justus-Liebig-Universität Gießen

09/2003 »Wie öffentlich ist das Feuilleton?«

(mit A. Friedrich, N. Kasper & K. Werner)

Vortrag, Kongress Was vom Tage bleibt. Das Feuilleton und die Zukunft der kritischen Öffentlichkeit, Franckesche Stiftungen Halle.

Portrait: Dr. Katharina Neef
Dr. Katharina Neef
Wissenschaftliche Mitarbeiterin,
Sprechzeit: Fr. 11:30 - 13:00 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit April 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Juniorprofessur Philosophieren mit Kindern im Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz
2010  Promotion im Fach Religionswissenschaft an der Universität Leipzig
2009 bis 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig
2006 bis 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig im Projekt „Rekonstruktion der wissenschaftsphilosophischen Diskurse in Wilhelm Ostwalds Annalen der Naturphilosophie“
2003 bis 2006 Betreuung der Dokumentationsstelle „Religiöser und weltanschaulicher Pluralismus in Deutschland“ am Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig
2000 bis 2006 Magisterstudium der Religionswissenschaft, Altorientalistik und Niederlandistik an der Universität Leipzig

  

Forschungsschwerpunkte

  • Dissidenz, Phänomene gesellschaftlicher (De)Marginalisierung
  • Nicht-Religion (Freidenkerei, Sozial- und Lebensreform)
  • Europäische Religionsgeschichte
  • Wissenschaftsgeschichte

 

Lehre

  • Religionswissenschaft, Religionssoziologie, Religionsanthropologie
  • Wissenssoziologie
  • Religiöse Bewegungen im Mittelalter
  • Europäische Religionsgeschichte seit 1850
  • Einführung in die Religionsgeschichte („Weltreligionen“)
  • Umgang mit religiösen Minderheiten

 

Publikationen (Auswahl)

  • Eißner, D./Neef, K. (2016): Pietismus zwischen Reform und Radikalität. Nonkonformismus als analytisches Instrument in der Religionswissenschaft. In: K. Lehmann/A. Joedicke (Hrsg.), Einheit und Differenz der Religionswissenschaft, S. 97-117.
  • Neef, K. (2016): Ungewöhnliche Lebens(re)formen. Religiöse Haltungen jenseits des Establishments. In: U. Brieler/R. Eckert (Hrsg.), Unruhiges Leipzig. Leipzig. Im Druck.
  • Neef, K. (2014): Multiple Devianz. Zu Fassbarkeit und Struktur eines alternativ-kulturellen Phänomens. In: E. Franke/Chr. Kleine/H. Mürmel (Hrsg.): Devianz und Dynamik, Göttingen, S. 185-203.
  • Neef, K. (2014): Sozialenergetik und Menschenökonomie. Säkularistische Modelle gesellschaftlicher (Neu-)Ordnung um 1900. In: W. Müller/S. Steinberg (Hrsg.): Wirtschaft und Gemeinschaft. Konfessionelle und neureligiöse Gemeinsinnsmodelle im 19. und 20. Jahrhundert, Bielefeld, S. 249-282.
  • Neef, K. (2014): Religion und Wissenschaft – und Atheismus als Dritter im Bunde? In: Erwägen Wissen Ethik 01, S. 107-108.
  • Neef, K. (2012): Die Entstehung der Soziologie aus der Sozialreform. Eine Fachgeschichte. Frankfurt am Main u.a. (Dissertation)
  • Neef, K. (2012): Das deutsche Religions- und Vereinsrecht um 1900 und einige daraus resultierende Konflikte im Umgang mit neuen Religionen. In: Religion – Staat – Gesellschaft 13/1, S. 107-132.
  • Bigalke, B./Kunert, J./Neef, K. (2011): Europa als religionswissenschaftliches Feld. Europäische Religionsgeschichte revisited. In: Religion – Staat – Gesellschaft 12, S. 317-342.
  • Neef, K./Wustmann, Cl. (2011): Störer gesellschaftlicher Ordnung. Über inhaltliche Kontinuitäten in Sektenbeschreibungen. In: Zeitschrift für Religionswissenschaft 19/1, S. 56-85.
  • Neef, K. (2011): Sozialwissenschaft unter energetischer Flagge. Soziologische Diskurse in den Annalen der Naturphilosophie zwischen 1902 und 1909. In: P. Stekeler-Weithofer/H. Kaden/N. Psarros (Hrsg.): An den Grenzen der Wissenschaft. Die Annalen der Naturphilosophie und das natur- und kulturphilosophische Programm ihrer Herausgeber Wilhelm Ostwald und Rudolf Goldscheid, Leipzig, S. 295-331.
  • Neef. K. (2011): Soziologie in monistischen, reformerischen und optimistischen Kreisen. Soziologische Diskurse in den Annalen der Naturphilosophie zwischen 1910 und 1921. In: P. Stekeler-Weithofer/H. Kaden/N. Psarros (Hrsg.): An den Grenzen der Wissenschaft. Die Annalen der Naturphilosophie und das natur- und kulturphilosophische Programm ihrer Herausgeber Wilhelm Ostwald und Rudolf Goldscheid, Leipzig 2011, S. 332-372.
  • Neef, K. (2010): Wider das Bildungselend – Einblicke in die zeitgenössische Leipziger Volksbildung. In: I. Edenheiser (Hrsg.): Von Aposteln bis Zionisten. Religiöse Kultur im Leipzig des Kaiserreichs, Marburg, S. 249-256.
  • Hase, Th./Graul, J./Neef, K./Zimmermann, J. (Hrsg.) (2009): Mauss, Buddhismus, Devianz. Marburg. 
  • Neef, K. (2009): Der Babel-Bibel-Streit und seine Rezeption in der freigeistigen Presse. In: Th. Hase/J. Graul/K. Neef/J. Zimmermann (Hrsg.): Mauss, Buddhismus, Devianz, Marburg, S. 331–345.
  • Neef, K. (2009): Freie Bildungsarbeit und vagierende Religiosität. Überlegungen zur weltanschaulich motivierten Bildungsarbeit Wilhelm Ostwalds. In: Religion – Staat – Gesellschaft 10, S. 113–141.
  • Neef, K. (2009): Biografische Kontexte für Wilhelm Ostwalds Engagement im Deutschen Monistenbund. In: Mitteilungen der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft zu Großbothen e. V. 14/3, S. 36-46.
  • Neef, K. (2009): Rudolf Goldscheid – Soziologe oder Sozialpolitiker? Zur wissenschaftshistorischen Exklusion konstitutiver Diskursteilnehmer der frühen deutschsprachigen Soziologie. In: P. Stekeler-Weithofer/H. Kaden/N. Psarros (Hrsg.): Ein Netz der Wissenschaften. Wilhelm Ostwalds Annalen der Naturphilosophie und die Durchsetzung wissenschaftlicher Paradigmen, Leipzig, S. 23-45.
  • Bigalke, B./Neef, K. (2008): Mitleiden oder Energie sparen? Buddhismus und Monismus in Leipzig um 1900. In: Stadtgeschichte Jahrbuch. Mitteilungen des Leipziger Geschichtsvereins, S. 205-236.

Vorträge (Auswahl)

10/2015   Vorurteile gegenüber Sekten, Tagung Zwischen Brückenbau und Abgrenzung – 91 Jahre Weltanschauungsarbeit in Baden, Bad Herrenalb.
08/2015 Churches, chapels, clubs. Legal dimensions of and their implications on religions in 20th-century Germany, IAHR-Kongress Religion: Past & Present, Erfurt.
03/2015 Soziologie als Gesellschaftstechnologie. Soziologische Figurationen um 1900, Workshop Die Geschichte der Sozialwissenschaften im 19. und 20. Jahrhundert, KWI Essen.
02/2015 The Madness of Eroticism. Deviant sexuality between moral defunction, bourgeois silence and sheer madness, Tagung Crisis and Religious Madness. Religious Deviance between Psychopathology and Liberation around 1900, Leipzig.
11/2014 Gesellschaftsvorstellungen im sozialreformerischen Milieu um 1900, Tagung Konzeption antiker Gesellschaft in der Forschung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, Berlin.
11/2013 Rezente Entwicklungen im religiösen Feld. Hinweise aus der Religionswissenschaft, Lehrerweiterbildung Weltanschauliche Botschaften der Fantasy- und ‚Schwarze Szene‘-Idole, Meißen.
10/2013 Multiple Devianz. Oder: Warum Freidenker gern Limonade tranken, Esperanto sprachen und den Frieden liebten, Workshop Ein tschechischer Sonderweg? Freireligiöse, Gottsucher und Masarykianer in Europa um 1900, Prag.
09/2013 Säkularisten unter sich. Internationale Verflechtungen nicht-religiöser Akteure und Organisationen um 1900, Tagung Empirie und Theorie. Religionswissenschaft zwischen Gegenstandsorientierung und systematischer Reflexion, Göttingen.
04/2013 Nichtreligiöse Kanones. Über Sakralisierung im disziplinären Selbstverständnis, Spring School Die Suche nach Alternativen, Graz.
03/2012 The First Monist World Congress of 1911 in Hamburg as a Manifestation of Freethinkers’ Networks – and their Limitations, Tagung Germany and the World Religions in the 19th and 20th Centuries, Cambridge.
02/2012 Freethinking in Wilhelmine Germany, Workshop Researching ‚New Atheism’ – Criticism of religion and the study of religion, FU Berlin.
11/2011 Energetik jenseits der Naturwissenschaften, Symposium Facetten der Energetik, Leipzig.
09/2011 Glaubenswechsel im Zeichen moderner Vereinsmeierei, Tagung Religionswissenschaft im Aufwind, Heidelberg.
09/2009 Wissenschaft als Sekte?!, Tagung Dynamiken der Religionsgeschichte: Historische und gegenwärtige Perspektiven, Bochum.
 

 

Portrait: Tobias Gutmann
Tobias Gutmann
Wissenschaftlicher Mitarbeiter,
Sprechzeit: Fr. 13:00 - 14:00 Uhr

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit 2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Jun.-Prof. Dr. Minkyung Kim
2014 – 2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Neil Roughley
2012 – 2014 Stipendiat der Mercator-Stiftung; Mitglied im Mercur-Forschungsprojekt „Fallgeschichten“
2002 – 2010

Magisterstudium der Philosophie, Neuerer deutscher Literatur und Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin

  

Forschungsschwerpunkte

  • Metaethik (Partikularismus, Relativismus, Intuitionismus)
  • Normative Ethik (Tierethik, Umweltethik)
  • Metaphilosophie (Philosophie und ihre Geschichte)
  • Pragmatismus

Lehre

  • Einführung in die politische Philosophie
  • Einführung in die Ethik
  • Die Moralphilosophie David Humes
  • Moralische Intuitionen
  • Moralischer Relativismus
  • Moralische Prinzipien

 

Publikationen

  • „Review – Tobias Kasmann: Wertholismus“, erscheint in Ethical Theory and Moral Practice, Vol. 19, Issue 4, S. 1075-1077.
  • „Moral in einer natürlichen Welt“, Rezension von Markus Rüthers Metaethik zur Einführung, in: literaturkritik.de.

  • „Review – Maike Albertzart: Moral Principles“, in: Ethical Theory and Moral Practice, Volume 19, Issue 2, S. 563-564.
  • „Prinzipien und Fälle. Zur Rolle von Fallgeschichten in der Moralphilosophie“ in: Aschauer, L./Gruner, H./Gutmann, T. (Hg.): Fallgeschichten. Text- und Wissensformen exemplarischer Narrative in der Kultur der Moderne, Würzburg 2015, S. 269-285.
  • „Radikale Interpretation – ein Argument gegen den moralischen Relativismus“, in: Pre- Proceedings of the 35th International Ludwig-Wittgenstein-Symposium „Ethics – Society – Politics“, Kirchberg 2012, S. 99-102.

Vorträge

03/2017

 

09/2016

"Warum moralisches Sehen nicht sonderlich sonderbar ist", Vortrag auf dem 16. Workshop Ethik "Verstehen – Vermitteln – Verantworten. Zur Hermeneutik ethischer Situationen", Schmitten-Arnoldshain.

"Ist die Philosophie ein inhärent historischer Gegenstand?", Vortrag auf dem Symposium "Die Philosophie und ihre Geschichte - eine aktuelle Debatte", Universität Genf.
09/2013  „Welche Rollen spielen moralische Prinzipien?“, Vortrag auf der SOPhiA, 4th Conference for Young Analytic Philosophy, Universität Salzburg.
06/2013 „Virtue Ethics and Particularism“, Koreferat zu einem Vortrag von Constantin Sandis, Workshop „Practical Reasons for Particularism“, Universität Duisburg-Essen.
08/2012 „Radikale Interpretation – ein Argument gegen den moralischen Relativismus“, Vortrag auf dem Internationalen Ludwig-Wittgenstein-Symposium „Ethics – Society – Politics“, Kirchberg am Wechsel.

Wissenschaftliche Hilfskräfte

Portrait: Stefanie Sroka
Stefanie Sroka
Wissenschaftliche Hilfskraft

Studentische Hilfskräfte

Portrait: Sissy Weiß
Sissy Weiß
Studentische Hilfskraft

Workshop "Ethik der Integration - Reflexionen zum Umgang mit kultureller Heterogenität"

12.05. – 13.05.2017

"Altes Heizhaus", Straße der Nationen 62, 09111 Chemnitz

 
In Zeiten, in denen jedes Jahr neue Rekorde der weltweiten Migrantenzahlen hervorbringt, wächst das Bedürfnis nach moralischer Orientierung in Fragen der Migration. Die Ethik der Migration hat, mit gutem Grund, Hochkonjunktur. Es ist wohl ebenso verständlich, dass sich – in einer politischen Situation der (wieder-) erstarkenden Nationalismen, der verstärkten Sicherung nationaler Grenzen und des Feilschens um möglichst geringe Aufnahmekontingente – die Debatten der Migrationsethik auf Fragen eines Menschenrechts auf Migration und der Legitimität geschlossener Grenzen konzentrieren. Dabei drohen jedoch die Fragen einer Ethik der Integration auf der Strecke zu bleiben: Gibt es für Migranten eine Pflicht zur Integration? Korrespondieren dieser Pflicht auch Rechte auf Integration? Welche Rechte und Pflichten hat die integrierende Gesellschaft gegenüber den Migranten? Welche Maßstäbe gelten für eine gelingende Integration? Wie sind sie begründbar? Was sind die Ziele von Integration? Wie viel Anpassung kann man von den zu Integrierenden verlangen? Und wie viel Veränderung ist andererseits den integrierenden Gesellschaften zuzumuten?
Ziel des Workshops ist es, Grundlagen, Begriffe und einzelne Aspekte einer Ethik der Integration zu diskutieren. 
 
Programm:
 
Freitag, 12. Mai
15.00 Uhr: Begrüßung und Kaffee
15.30 – 16.15 Uhr: Gianluigi Segalerba: Seyla Benhabibs neues Modell von Staatsbürgerschaft: Das Recht, Rechte zu haben
16.15 – 17.00 Uhr: Marcel Vondermaßen: Homogenität vs. Heterogenität in der Debatte um Immigration
17.00 – 17.30 Uhr: Kaffeepause
17.30 – 18.15 Uhr: Kathrin Bouvot: Flexible Identitätsmodelle als Chance für eine gelingende Integration
18.15 – 19.00 Uhr: Minkyung Kim: Vortrag „Wahlheimaten und die Ethik der Integration“
19.30 Uhr: Gemeinsames Abendessen
 
Samstag, 13. Mai
9.30 – 10.15 Uhr: Frank Asbrock: Vortrag „Die Integrationsbereitschaft der Aufnahmegesellschaft“
10.15 – 11.00 Uhr: Ulrich Arnswald: Gibt es für Migranten eine Pflicht zur Integration?
11.00 – 11.30 Uhr: Kaffeepause
11.30 – 12.15 Uhr: Jan Friedrich: Erfordert Sollen Können? Zum Verhältnis von Migrations- und Integrationsethik
12.15 – 13.00 Uhr: Tobias Gutmann: Was ist gelingende Integration?
13.30 Uhr: Gemeinsames Mittagessen
 
Für Fragen und zur Anmeldung schreiben Sie bitte bis 10. Mai an tobias.gutmann@zlb.tu-chemnitz.de; die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro. Lehramtsstudierende der TUC sind von der Teilnahmegebühr befreit.
 
 
 


Aktuelle Informationen beispielsweise zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.


  • Mi. 26. Okt. 2016:
    Globale Gerechtigkeit zwischen kosmopolitischer Utopie und politischer Realität
    Prof. Dr. Henning Hahn, Universität Kassel
  • Mi. 23. Nov. 2016:
    Globale Bewegungsfreiheit
    Dr. des. Andreas Cassee, Freie Universität Berlin
  • Do. 15. Dez. 2016:
    Zu viel des Guten? Political Correctness zwischen gebotener Vorsicht und diskursiver Hysterie
    Prof. Dr. Arnd Pollmann, Freie Universität Berlin/Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Do. 12. Jan. 2017: (Änderung!)

    Wer ist schuld, wenn’s keiner war? Der VW-Fall und die Frage nach der moralischen Verantwortung globaler Akteure

    Dr. Jan Friedrich, TU Chemnitz

 

Aktuelle Informationen zu den Vorträgen finden Sie hier.


GASTVORTRAG

Prof. Dr. Eva Marsal
(PH Karlsruhe)

Respekt kann man nicht anfassen, man kann es nur denken
Kinder philosophieren über das Konstrukt Respekt


Die kindlichen Weltbilder zum Konstrukt Respekt werden systematisch analysiert und zwar hinsichtlich der Definitionen, Eigenschaften und Faktoren, die Respekt hervorrufen, der Objekte des Respekts sowie der Arten des Respekts und ihres Stellenwerts. Dabei werden sowohl die ästhetischen Produkte der Forschungspartnerinnen und Forschungspartner, also die Kinderzeichnungen und deren Selbstinterpretation berücksichtigt, als auch die dialogisch entwickelten intellektuellen und emotiven Selbstaussagen.


6. Juli 2016, 17:15 Uhr
Rawema-Gebäude, Lehrsaal im 4. OG.
(Straße der Nationen 12, 09111 Chemnitz)


 

Termin: 31. Mai 2016

Call for Abstracts

Fachtagung Kind und Moral

3./4./5. November 2016, TU Chemnitz

Veranstalter: Juniorprofessur Grundschuldidaktik Philosophieren mit Kindern, Zentrum für Lehrerbildung, TU Chemnitz

Organisationsleitung: Minkyung Kim

Ko-Organisatoren: Thomas Grote, Udo Rudolph

Bestätigte Referenten:

  • Ezio Di Nucci (Philosophie/ Ethik der Medizin, Uni Kopenhagen)
  • Markus Paulus (Entwicklungspsychologie, LMU)
  • Gottfried Schweiger (Philosophie, Uni Salzburg)
  • Johanna Mierendorff (Erziehungswissenschaften, Uni Halle)
  • Robert Hepach (Psychologie, MPI Leipzig)
  • Alexander Bagattini (Philosophie, LMU)
  • Udo Rudolph (Allgemeine und Biopsychologie, TU Chemnitz)
  • Minkyung Kim (Philosophieren mit Kindern, TU Chemnitz)

Tagungsbeschreibung:

In den letzten zwei Dekaden ist das Kind in den Fokus verschiedener fachwissenschaftlicher Debatten gerückt: Ausgehend von den Arbeiten Phillipe Ariès` hat sich zunehmend die Auffassung durchgesetzt, dass die Kindheit nicht bloß ein defizitäres Stadium ist, sondern eine eigenständige Lebensphase, die historischen und sozialen Wandlungen unterliegt. Dies hat dazu geführt, dass die Erfahrungswelt von Kindern in den Sozial- und Erziehungswissenschaften systematisch erkundet wurde. Mit der veränderten Konzeption von Kindheit setzte sich zugleich ein verändertes Erziehungsideal durch, welches die freie Entfaltung von Kindern betont. Dieses Ideal ist jedoch nicht nur durch Amy Chuas Plädoyer für die Tigermutter angefochten worden.

In der Psychologie wiederum werden zunehmend kindliche Denkmuster und Verhaltensweisen untersucht, um Erkenntnisse über die Entstehung von Moral und Sozialität zu gewinnen. Exemplarisch lässt sich hier auf Untersuchungen zu moralischen Gefühlen, zur Empathie und zum kooperativen Verhalten verweisen. Anders als die erziehungswissenschaftliche Kindheitsforschung arbeitet die Psychologie hierbei vornehmlich mit einem biologistischen Verständnis von Kindheit. Daneben befasst sich die Angewandte Ethik in den letzten Jahren verstärkt mit Themen wie Kinderrechten, der Bestrafung von Kindern oder Bildungsgerechtigkeit.

Doch trotz der thematischen Überschneidungen zwischen den einzelnen Fachdisziplinen, mangelt es immer noch an einem fachübergreifenden Austausch, was sich bisweilen in einer sehr einseitigen Theoriebildung widerspiegelt. Das Ziel dieser Tagung ist es daher, Vertreter der einzelnen Fachdisziplinen (Erziehungswissenschaften, Psychologie, Philosophie und benachbarte Disziplinen) zusammen zu bringen, um konstruktiv über neuere Erkenntnisse zur Moralentwicklung und -erziehung von Kindern zu diskutieren.

Neben einigen eingeladenen Vertretern aus den besagten Disziplinen besteht die Möglichkeit, sich mittels eines ausführlichen Abstracts (ca. 600 Wörter) für einen Vortrag zu bewerben. Der CfA richtet sich an WissenschaftlerInnen sämtlicher Karrierestufen, wobei wir insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs ermuntern möchten, sich zu bewerben. Die These und die Argumentation des Vortrags sollten im Abstract erkenntlich sein.

 

Mögliche Themenfelder sind beispielsweise:

  • Die biologischen Wurzeln kindlicher Moral
  • Die Rolle der sozialen/kulturellen Prägung von Moralvorstellungen
  • Theorien der Kindheit (Kindheit als defizitäre Lebensphase vs. das Kind als autonomer Akteur)
  • Die Vermittlung von Moral in schulischen und außerschulischen Kontexten
  • Ethische Fragestellungen (Bestrafung von Kindern, Paternalismus etc.)
  • Charakterbildung und Positive Psychologie

 

Im Falle einer Zusage werden die Reise- und Übernachtungskosten erstattet.

Es wird zudem anvisiert, ausgewählte Beiträge in Form eines Sammelbands oder einer Sonderausgabe einer Zeitschrift zu veröffentlichen.

 

Abgabetermin für das Abstract: 31. Mai 2016

in elektronischer Form, ca. 600 Wörter

an: minkyung.kim(at)zlb.tu-chemnitz.de

Bei Fragen wenden Sie sich an Minkyung Kim (minkyung.kim(at)zlb.tu-chemnitz.de) oder an Thomas Grote (thomasgrote(at)hotmail.de)

Bekanntgabe des Entscheids: 20. Juni 2016

 


Nachwuchsworkshop Philosophieren mit Kindern

26. und 27. November 2015

 

Ort:   Raum 312, Zentrum für Lehrerbildung, TU Chemnitz, Straße der Nationen 12, 09111 Chemnitz

In dem Workshop stellen Promovenden Ihre Dissertationsprojekte zum Thema Philosophieren mit Kindern (PmK) vor. Weiterhin dient der Workshop zur besseren Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich PmK.

Programm

Do. 26. November 2015

 

17:15 Uhr
Begrüßung und offizielle Eröffnung des Nachwuchsworkshops und weitere Informationen zum Ablauf
Minkyung Kim, TU Chemnitz

 

17:30 Uhr bis 18:15 Uhr
Philosophieren als Methode im Primarbereich um Problemlösefähigkeiten zu erforschen und zu verbessern
Sandy Scheffler, TU Chemnitz

 

18:30 Uhr bis 19:15 Uhr
Mit Kindern über Moral und eine Vorstellung des guten Lebens philosophieren
Daniela Kloss, Universität Bielefeld

 

19:30 Uhr
Abendessen im „Heck-Art“
(Mühlenstraße 2, 09111 Chemnitz)

 

Fr. 27. November 2015

09:30 Uhr bis 10:15
Sprachbildung im Gedankenaustausch: Das sprachbildende Potential philosophischer Gespräche
Katrin Alt, Universität Hamburg und Bremen

 

10:20 Uhr bis 11:05 Uhr
Philosophie(ren) in der Primarstufe: Denkräume schaffen und ertragreich gestalten. Skizze einer unterrichtlichen Erprobung.
Anne Goebels, Universität zu Köln

 

11:20 Uhr bis 12:05 Uhr
Nachdenken über das (eigene) Selbst. Eine qualitative Untersuchung zu Wirkungen des Philosophierens mit Schüler/innen
Martina Petersen, Universität Hamburg

 

12:05 Uhr bis 12:45 Uhr
Diskussion: Wissenschaftliche Karriere im Bereich PmK – Perspektiven, Problemen und Maßnahmen

 

Anmeldung

spätestens bis zum 10. Oktober 2016 per Online-Formular: www.tu-chemnitz.de/zlb/FachtagungKindundMoral

(Mit dem Eingang Ihrer Anmeldung und der Überweisung des Tagungsbeitrags sind Sie verbindlich zur Tagung angemeldet.).

Da es nur eine begrenzte Anzahl an freien Plätzen gibt, ist eine vorherige Anmeldung verpflichtend.

 

Organisationsleitung

Minkyung Kim ( minkyung.kim@...)

 

Den Flyer zum Nachwuchsworkshop finden Sie hier.
Das Poster zum Nachwuchsworkshop finden Sie hier.
Für eine Wegbeschreibung nutzen Sie bitte folgenden Link: Wegbeschreibung
 

 

 

Veranstalter: Juniorprofessur Grundschuldidaktik Philosophieren mit Kindern, Zentrum für Lehrerbildung, TU Chemnitz

Organisationsleitung: Minkyung Kim

Ko-Organisatoren: Thomas Grote (IZEW, Universität Tübingen), Udo Rudolph (TU Chemnitz)

 

Tagungsbeschreibung

In den letzten zwei Dekaden ist das Kind in den Fokus verschiedener fachwissenschaftlicher Debatten gerückt: Ausgehend von den Arbeiten Phillipe Ariès` hat sich zunehmend die Auffassung durchgesetzt, dass die Kindheit nicht bloß ein defizitäres Stadium ist, sondern eine eigenständige Lebensphase, die historischen und sozialen Wandlungen unterliegt. Dies hat dazu geführt, dass die Erfahrungswelt von Kindern in den Sozial- und Erziehungswissenschaften systematisch erkundet wurde. Mit der veränderten Konzeption von Kindheit setzte sich zugleich ein verändertes Erziehungsideal durch, welches die freie Entfaltung von Kindern betont. Dieses Ideal ist jedoch nicht nur durch Amy Chuas Plädoyer für die Tigermutter angefochten worden.

In der Psychologie wiederum werden zunehmend kindliche Denkmuster und Verhaltensweisen untersucht, um Erkenntnisse über die Entstehung von Moral und Sozialität zu gewinnen. Exemplarisch lässt sich hier auf Untersuchungen zu moralischen Gefühlen, zur Empathie und zum kooperativen Verhalten verweisen. Anders als die erziehungswissenschaftliche Kindheitsforschung arbeitet die Psychologie hierbei vornehmlich mit einem biologistischen Verständnis von Kindheit. Daneben befasst sich die Angewandte Ethik in den letzten Jahren verstärkt mit Themen wie Kinderrechten, der Bestrafung von Kindern oder Bildungsgerechtigkeit.

Doch trotz der thematischen Überschneidungen zwischen den einzelnen Fachdisziplinen, mangelt es immer noch an einem fachübergreifenden Austausch, was sich bisweilen in einer sehr einseitigen Theoriebildung widerspiegelt. Das Ziel dieser Tagung ist es daher, Vertreter der einzelnen Fachdisziplinen (Erziehungswissenschaften, Psychologie, Philosophie und benachbarte Disziplinen) zusammen zu bringen, um konstruktiv über neuere Erkenntnisse zur Moralentwicklung und -erziehung von Kindern zu diskutieren.

Aktuelle Informationen beispielsweise zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

 

 

 

  • Mi. 26. Okt. 2016:
    Globale Gerechtigkeit zwischen kosmopolitischer Utopie und politischer Realität
    Prof. Dr. Henning Hahn, Universität Kassel

Globale Gerechtigkeit bedeutet, zu Ende gedacht, die Einrichtung einer freiheitlich-demokratischen und subsidiären Weltrepublik. Darin sind sich Kant bis Otfried Höffe einig; denn jede Moral eines wechselseitigen gleichen Respekts scheint auf einen universalistischen Kosmopolitismus hinauszulaufen. Allerdings handelt es sich dabei um eine fern liegende Utopie, die heute unerreichbarer zu sein scheint. Was also können Philosophinnen zu einer realistischen Theorie globaler Gerechtigkeit beitragen? Wie ist es überhaupt zu rechtfertigen, das idealiter Gebotene auf die politische Realität hin zurückzuschneiden? Und wie könnte eine moralisch begründete, aber realpolitisch einlösbare Theorie globaler Gerechtigkeit aussehen? Der Vortrag wird Kritikpunkte an kosmopolitischen Theorien erläutern und einen eigenen Ansatz zur Diskussion stellen.

  • Mi. 23. Nov. 2016:
    Globale Bewegungsfreiheit
    Dr. des. Andreas Cassee, Freie Universität Berlin

Die Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit innerhalb eines Staates ist ein anerkanntes Menschenrecht. Ein Recht auf grenzüberschreitende Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit sieht das geltende Völkerrecht hingegen nicht vor. Gibt es eine überzeugende Rechtfertigung für diese Asymmetrie? Oder sollten Menschen grundsätzlich frei entscheiden dürfen, in welchem Land der Welt sie leben wollen?"

  • Do. 15. Dez. 2016:
    Zu viel des Guten? Political Correctness zwischen gebotener Vorsicht und diskursiver Hysterie

PD Dr. Arnd Pollmann, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg / Fellow in der DFG-Kollegforschergruppe "Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik" an der Universität Münster

Nun ist es geschehen: Donald Trump hat den US-Wahlkampf gewonnen - mit einer polarisierenden, ja, teilweise sogar menschenverachtenden Rhetorik und immer in schroffer Opposition zur sogenannten Political Correctness. Das linksliberale Lager dagegen sieht in diesem Wahlsieg nur einen weiteren gefährlichen Etappensieg des reaktionären Populismus. Und es ist kaum zu erwarten, dass diese wechselseitig vorhandene politische Hysterie in absehbarer Zeit abebben wird. Was genau hat es in diesem Zusammenhang mit dem Etikett "political correct" auf sich? Was ist das Anliegen jener, die sich im öffentlichen Raum für mehr sprachliche Sensibilität stark machen? Und inwiefern trifft der gängige Vorwurf zu, dass dieser Diskurs eine gewisse Mitschuld daran trägt, dass sich der rechte Populismus derzeit wieder im Aufwind befindet?

 
  • Do. 12. Jan. 2017: (Änderung!)
    Wer ist schuld, wenn’s keiner war? Der VW-Fall und die Frage nach der moralischen Verantwortung globaler Akteure
    Dr. Jan Friedrich, TU Chemnitz

Wer ist schuld, wenn ein Konzern wie VW betrügt? Die ausführenden Ingenieure und Techniker? Die mittleren Führungsebenen, die die Entscheidung vielleicht eigenmächtig getroffen haben? Oder die oberste Führungsriege? Nur wenn sie davon gewusst hat? Oder in jedem Fall? Auf der einen Seite fahndet man nach Beweisen dafür, dass Winterkorn und Co vom Betrug gewusst haben, weil man nur absichtlich und also mit Wissen betrügen kann. Auf der anderen Seite plädieren nicht wenige Wirtschaftsethiker dafür, das Konzept der Schuld ganz fallenzulassen und einen Verantwortungsbegriff ohne individuelle Schuldzuschreibung zu etablieren. Diese sei bei kollektiven Akteuren wie VW ohnehin nicht möglich. Ich möchte argumentieren, dass beide Wege falsch sind: Wir müssen, wollen wir verantwortlich agierende Unternehmen haben, die Beteiligten auch individuell in die Pflicht nehmen. Aber wir dürfen für diese individuellen Schuldzuschreibungen nicht die gleichen Kriterien anlegen, wie wir das bei individuellen Handlungen tun.

 

Zeit: 18:00 Uhr
Ort: Rawema-Gebäude
Lehrsaal im 4. OG
Straße der Nationen 12
09111 Chemnitz

 

 

 

 


Die heutige Welt zeichnet sich aus durch eine immer engere internationale Verflechtung von Wirtschaft, Politik, Kultur und Kommunikation: Während der weltweite Handel weiter zunimmt, ermöglicht es das Internet, sich schnell über die internationale Politik und unterschiedlichste Kulturen zu informieren. Mit diesen Verflechtungen stellen sich neue moralische Herausforderungen: Wie kann der internationale Handel gerecht gestaltet werden? Welche Verantwortung haben wir gegenüber denjenigen, die vor Hunger und Armut fliehen? Wie kann das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen geregelt werden? Welche Rücksichten müssen wir auf die religiösen Vorstellungen Anderer nehmen? Wo sind die Grenzen der Toleranz? Auf welcher Grundlage können solche Fragen entschieden werden? Spielt dabei die Menschenwürde eine zentrale Rolle? Die Vorträge widmen sich diesen und ähnlichen Fragen, die sich angesichts einer globalen Welt stellen.

Veranstalter: Juniorprofessur Grundschuldidaktik Philosophieren mit Kindern, Zentrum für Lehrerbildung, TU Chemnitz

 

Presseartikel