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DigiLeG

DigiLeG  – Digitale Lernumgebungen in der Grundschule

Logo Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Projekt DigiLeG wird im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Zur Programmhomepage gelangen Sie hier

Ziel des Projektes "DigiLeG - Digitale Lernumgebungen in der Grundschule" ist es, sächsische Grundschulen in der Umsetzung der Digitalisierung zu unterstützen.

Um dies zu realisieren, wird zusammen mit den Studierenden des Grundschullehramtes der Technischen Universität Chemnitz über einen längeren Zeitraum eine frei zugängliche, internetbasierte Plattform mit best-practice-Beispielen aufgebaut und weiterentwickelt. Damit schließt sich ein Desiderat, das sich im Zuge der Strategie der Kultusministerkonferenz zur Bildung in der digitalen Welt ergibt: "Das Lernen mit und über digitale Medien und Werkzeuge [sollte] bereits in den Schulen der Primarstufe beginnen. [...] Voraussetzungen dafür sind eine funktionierende Infrastruktur [u.a. Plattformen], [...] die Weiterentwicklung des Unterrichts und vor allem auch eine entsprechende Qualifikation der Lehrkräfte" (KMK 2016, S. 11).

Das Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz bietet hier strukturell gute Voraussetzungen, um dieses Vorhaben umzusetzen. So werden bereits jetzt zahlreiche digitale Medien in der Lehre eingesetzt. Im Projekt DigiLeG wird das bereits vorhandene Wissen zum Umgang mit digitalen Medien didaktisch und methodisch sinnvoll gebündelt und in entsprechende Unterrichtssequenzen überführt. Dabei werden die einzelnen Fächer mit ihren jeweiligen fachspezifischen Bezügen berücksichtigt. Daher werden in ausgewählten Seminaren verschiedener Grundschuldidaktiken fachspezifische und fächerübergreifende digitale Lernumgebungen entwickelt, in den schulpraktischen Studien durch die Studierenden erprobt und in begleitenden Übungen sowie anschließenden Seminaren reflektiert. Am Projekt beteiligt sind die Professuren Grundschuldidaktik Sachunterricht, Fachdidaktik Sport und Bewegungserziehung, Grundschuldidaktik Mathematik, Fachdidaktik Englisch , Fachdidaktik Philosophieren mit Kindern sowie Fachdidaktik Deutsch, welche in unterschiedlichen Teilprojekten die Lernumgebungen entwickeln, erproben und aufbereiten.

Positiv evaluierte digitale Lernumgebungen münden in einem einer breiten Öffentlichkeit zugänglichen internetbasierten Portal, die sowohl von Lehrkräften für ihre Unterrichtspraxis als auch von Hochschulstandorten im deutschsprachigen Raum für die Lehrerausbildung genutzt werden kann.

Meilensteine

  • Entwicklung digitaler Lernumgebungen mit Studierenden in den fachdidaktischen Lehrveranstaltungen
  • Anwendung der entwickelten Unterrichtskonzeptionen in schulpraktischen Übungen und Praktika
  • Auswertung der erhobenen Daten zur Unterrichtsdurchführung (Videos, Beobachtungen, Interviews)
  • Aufbereitung der Unterrichtskonzeptionen für das Portal
  • Empirische Begleitung des Projekts in allen Phasen

Gesamtprojektleitung

Portrait: Prof. Dr. Leena Bröll
Prof. Dr. Leena Bröll
Gesamtprojektleitung sowie Leitung des Teilprojekts Sachunterricht

Teilprojektleitung

Portrait: Prof. Dr. Meike Breuer
Prof. Dr. Meike Breuer
Teilprojektleitung Sport und Bewegungserziehung
Portrait: Prof. Dr. Birgit Brandt
Prof. Dr. Birgit Brandt
Teilprojektleitung Mathematik
Portrait: Prof. Dr. Henriette Dausend
Prof. Dr. Henriette Dausend
Teilprojektleitung Englisch
Portrait: Prof. Dr. Minkyung Kim
Prof. Dr. Minkyung Kim
Teilprojektleitung Philosophieren mit Kindern
Portrait: Prof. Dr. Michael Krelle
Prof. Dr. Michael Krelle
Teilprojektleitung Deutsch

Projektkoordination und Teilprojekt Sachunterricht

Portrait: Gesine Andersen
Gesine Andersen
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Telefon:
    +49 371 531-36883
  • Fax:
    +49 371 531-836883
  • E-Mail:
  • Adresse:
    Carolastraße 4-6, 09111 Chemnitz
  • Raum:
    A23.116

Projektkoordination und Teilprojekt Sport und Bewegungserziehung

Portrait: Anna Löbig
Anna Löbig
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Telefon:
    +49 371 531-39267
  • E-Mail:
  • Adresse:
    Straße der Nationen 12, 09111 Chemnitz
  • Raum:
    A30.314

Teilprojekt Mathematik

Portrait: Christoph Schäfer
Christoph Schäfer
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
  • Telefon:
    +49 371 531-36964
  • E-Mail:
  • Adresse:
    Carolastraße 4-6, 09111 Chemnitz
  • Raum:
    A23.116
  • Sprechzeiten:
    Telefonisch Dienstag 14.00 - 15.00 Uhr sowie nach Vereinbarung.
    Bitte melden Sie sich vorab nach Möglichkeit per E-Mail an.

Teilprojekt Englisch

Portrait: Kristin Kindermann-Güzel
Kristin Kindermann-Güzel
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Teilprojekt Philosophieren mit Kindern

Portrait: Sophia Peukert
Sophia Peukert
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Telefon:
    +49 371 531-36925
  • Fax:
    +49 371 531-836925
  • E-Mail:
  • Adresse:
    Straße der Nationen 12, 09111 Chemnitz
  • Raum:
    A30.241

Teilprojekt Deutsch

Portrait: Kati Pügner
Kati Pügner
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Telefon:
    +49 371 531-29942
  • E-Mail:
  • Adresse:
    Carolastraße 4-6, 09111 Chemnitz
  • Raum:
    A23.116

Teilprojekt Kunst

Portrait: Katrina Körner
Katrina Körner
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Telefon:
    +49 371 531-36589
  • E-Mail:
  • Adresse:
    Carolastraße 4-6, 09111 Chemnitz

Konzeption und Umsetzung des Portal

Portrait: Sascha Falke
Sascha Falke
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
  • Telefon:
    +49 371 531-29942
  • E-Mail:
  • Adresse:
    Carolastraße 4-6, 09111 Chemnitz

Empirische Begleitung

Portrait: Lisa-Marie Lottermoser
Lisa-Marie Lottermoser
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

Teilprojekte

In verschiedenen Teilprojekten werden Unterrichtskonzeptionen mit digitalen Lernumgebungen für den Grundschulunterricht entwickelt.

Auf einem Tisch in einem Seminarraum liegt ein ipad auf einem geöffnetem Buch neben einem  kleinen Bücherstapel.

Digitale und analoge Informationsquellen

Im Seminar ‚Arbeitsmethoden und Medien des Sachunterrichts‘ werden fachliche Inhalte und didaktische Methoden im Kontext digitaler Werkzeuge behandelt. Dabei wird sowohl das Lernen mit als auch über Medien in den Blick genommen. Das Themenspektrum reicht von den Grundlagen der Medienbildung über aktuelle fachdidaktische Diskurse bis zur Einführung in informatische Bildung und das Konzept Informatik unplugged. Konkrete Beispiele sind der Einsatz von Mikrocontrollern (Calliope mini) und Robotern (Lego WeDo, BeeBot), Erklärvideos, Stop-Motion-Filme, Podcasts sowie nützliche Webseiten, Apps und Tools für den Sachunterricht.
Aufbauend auf diesen Grundlagen entwickeln die Studierenden Unterrichtseinheiten, die den Einsatz digitaler Werkzeuge im Präsenzunterricht fokussieren. Besonders Wert wird dabei auf die Entwicklung fachspezifischer und fächerübergreifender Lernumgebungen gelegt. Die Studierenden stärken während der Erarbeitung ihre eigene Medienkompetenz, in dem sie selbst Medienprodukte für die Verwendung im Sachunterricht erstellen. 

 

SchÃŒler*innen filmen sich gegenseitig mit dem Tablet beim Werfen.

Bewegungsanalyse mit Tablet

Die Einbindung digitaler Medien in die Lehrveranstaltungen der Fachdidaktik Sport und Bewegungserziehung erfolgt systematisch, querschnittlich und aufeinander aufbauend. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit in unterschiedlichen Lehrveranstaltungen Unterrichtsentwürfe für Sportunterricht mit digitalen Medien zu entwickeln, in Unterrichtsversuchen im Rahmen universitärer Veranstaltungen reflektiert umzusetzen und in schulpraktischen Studien zu erproben. Dazu erarbeiten die Studierenden eine systematische Planung bei der sowohl fachdidaktische Aspekte als auch mediendidaktische Analysen eine Rolle spielen. Bestandteil der systematischen Planung für Unterrichtsentwürfe mit digitalen Medien sollen demnach auch die Ziele des Medieneinsatzes und die Kompetenzerwartungen in Anlehnung an die KMK-Strategie sein. Weiterhin soll die Auswahl der digitalen Medien und Werkzeuge begründet sowie auf Qualitätskriterien für diese Werkzeuge und die Art und Weise des Medieneinsatzes eingegangen werden.

Arbeitsblatt mit der Überschrift Rechendreieck und verschiedenen geometrischen Formen

Präsentation von Studierenden zum kombinierten Einsatz analoger und digitaler Arbeitsmittel

Innerhalb des Teilprojektes Mathematik werden in den Lehrveranstaltungen wissenschaftliche Erkenntnisse zum fachdidaktisch sinnvollen Einsatz digitaler Medien thematisiert und diskutiert. Projektbegleitend werden Erfahrungen und Vorstellungen von Studierenden zum Einsatz digitaler Werkzeuge im Mathematikunterricht erhoben, welche in die konzeptionelle Weiterentwicklung der Lehrveranstaltungen einfließen. Dies geschieht zum einen quantitativ durch Fragebögen, zum anderen qualitativ durch Gruppeninterviews. Gemeinsam mit den Studierenden werden darüber hinaus Lernumgebungen zum Einsatz digitaler Werkzeuge entwickelt und im Anschluss an praktische Erprobungen reflektiert. 

Mädchen im Dreiviertelprofil von hinten mit Tablet auf der Schulbank

Englischunterricht mit Tablets

Forschungsstand

Der Einsatz digitaler Werkzeuge im Englischunterricht der Grundschule bietet das Potential fremdsprachliche Kompetenzen umfassend und schülerorientiert zu fördern. Erste Studien zum Einsatz von Tablets, Hörstiften, Gaming sowie der Nutzung von Social Media und Videokonferenzen im Englischunterricht zeigen, dass die Lernenden durch den Einsatz digitaler Werkzeuge auf vielfältige Weise angeregt werden, ihre rezeptiven wie produktiven skills in inhaltlich relevanten Aushandlungsprozessen zu nutzen. 1) In der wissenschaftlichen sowie lehrpraxisorientierten Literatur finden sich vermehrt Beschreibungen zu Charakteristika, die gute digitale Lernumgebungen auszumachen scheinen. Allerdings fehlt es bislang an einer umfassenderen Untersuchung, in welcher sämtliche Charakteristika zusammengeführt werden. 2) Weiter sind Beiträge zum Thema digitale Audioproduktion im Englischunterricht der Grundschule in der Literatur verhältnismäßig wenig vertreten. Studien zur Ausbildung sprachlicher Kompetenzen in diesem Bereich stehen noch aus. Daher soll der Einsatz auditiver Medien intensiver untersucht werden.

Ziele und Methoden

Im Teilprojekt der Englischdidaktik werden 1) bestehende Forschungen bezüglich bereits ermittelter Charakteristika „guter“ Lernumgebungen analysiert und in einem Raster zusammengefasst. Dieses dient als Basis für Studierende, um 2) Lernumgebungen zum Einsatz digitaler Werkzeuge im Unterricht im Seminar zu konzipieren, 3) in der Schulpraxis auszuprobieren und in Bezug auf die Förderung von Handlungskompetenzen der Lernenden zu untersuchen. 4) Zudem sollen die Aushandlungsprozesse der Schüler*innen Informationen darüber liefern, wie sie die Medienproduktion und den Umgang mit Sprache währenddessen wahrnehmen. 5) Speziell untersucht werden sollen dabei die Audioproduktion und ihr Potential, spontansprachliche Äußerungen in der Zielsprache zu fördern. Die Analyse wird mithilfe der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt. 

Meilensteine

  • Entwicklung eines Rasters zu Charakteristika „guter“ Lernumgebungen im Englischunterricht der Grundschule
  • Erhebung der Reflexionen zu Unterrichtskonzeptionen der Studierenden gemäß Raster (mittels Gruppendiskussionen)
  • Beschreibung von Handlungen und eingesetzten Kompetenzen, Erhebung der Selbsteinschätzungen und Einstellungen und Analyse der Sprachprodukte der Schüler*innen (mittels Beobachtungsprotokollen, Audiografie der Aushandlungsprozesse und Sprachprodukte sowie Gruppendiskussionen) 
  • Abgleich der zuvor ermittelten Charakteristika anhand des Outcomes

Forschungsstand

Digitale Werkzeuge können aus zwei Perspektiven sinnstiftend in den Ethik- und Philosophieunterricht der Grundschule integriert werden. Einerseits können diese als Arbeitsmittel innerhalb des Unterrichts sowie dessen Vor- und Nachbereitung Anwendung finden, andererseits können digitale Werkzeuge und der Umgang mit diesen, abseits ihrer direkten Anwendung, als ein eigenständiger inhaltlicher Schwerpunkt im Unterricht thematisiert werden. Themen der letztgenannten Perspektive lassen sich dem Bereich der Digitalen Ethik zuordnen und umfassen u.a. die Thematiken Privatheit, digitale Freundschaft, Wahrheit in der digitalen Welt, künstliche Intelligenz und Autonomie. Beide Perspektiven bieten unabhängig voneinander sowie im Zusammenspiel großes Potenzial für den Einsatz im Unterricht. Obwohl wenige Unterrichtsentwürfe zu Themen der Digitalen Ethik vorliegen, gibt es bislang keine weiteren Forschungsergebnisse und Erfahrungsberichte zum Philosophieren mit Kindern über diese Themenbereiche im Ethik- und Philosophieunterricht der Grundschule, sodass keine Chancen und Grenzen sowie Perspektiven von Schüler*innen zu diesen Themen auszumachen sind. Weiterhin bestehen derzeit keine didaktischen Konzepte und Forschungsergebnisse zum Einsatz digitaler Werkzeuge als Arbeitsmittel im Ethik- und Philosophieunterricht der Grundschule, wobei hier eine erste Orientierung an deutlich besser erforschten Grundschulfachdidaktiken möglich ist. Dennoch lässt sich das Potenzial von digitalem Medieneinsatz (auch in Kombination mit der inhaltlichen Schwerpunktsetzung auf Themen der digitalen Ethik) derzeit nur vermuten.

Ziele und Methoden

Innerhalb des Teilprojekts Philosophieren mit Kindern wird das Ziel verfolgt digitale Lernumgebungen für den Ethik- und Philosophieunterricht gemeinsam mit den Studierenden der Fachdidaktik Philosophieren mit Kindern am Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz zu entwickeln. Die Studierenden werden dabei zu einem Medieneinsatz angehalten, welcher sich an der didaktischen und pädagogischen Zwecksetzung orientiert. Inhaltlich thematisieren die digitalen Lernumgebungen Themen der digitalen Ethik sowie aktuellen Fragen der angewandten Ethik, welche an die Erfahrungs- und Lebenswelt der Grundschulkinder anknüpfen. Die Studierenden erhalten, anschließend an den Planungsprozess der Unterrichtseinheiten, die Möglichkeit ihre geplanten Unterrichtkonzeptionen innerhalb der schulpraktischen Übungen und Praktika auszuprobieren. Der Prozess der Entwicklung digitaler Lernumgebungen sowie deren Erprobung in der Praxis werden empirisch begleitet. Die Erfahrungen der Studierenden in der Erstellung und Durchführung der Unterrichtseinheiten werden mit qualitativen Interviews erfasst. Im Kontext der Durchführung der geplanten Unterrichtskonzeptionen werden Audioaufnahmen von philosophischen Gesprächen erstellt. Weiterhin werden digitale und analoge Unterrichtsprodukte der Schüler*innen erfasst und Beobachtungsprotokolle mit dem Schwerpunkt auf dem Antwort- und Reflexionsverhalten der Schüler*innen sowie dem Frageverhalten der angehenden Lehrpersonen erstellt. Die Produkte aus der Unterrichtsdokumentation werden anschließend unter fachdidaktischer Perspektive ausgewertet und dienen als Grundlage für die Reflexion und zur Überarbeitung der Unterrichtseinheiten. Im Rahmen einer Dissertation wird im Teilprojekt Philosophieren mit Kindern ein weiteres Forschungsvorhaben verfolgt, welches unabhängig zum dargestellten Forschungsvorhaben zu sehen ist. Dieses setzt den inhaltlichen Schwerpunkt auf die Thematik des Philosophierens mit Kindern über die Privatheit (umgangssprachlich Privatsphäre) und den Wert dieser als einen Teilbereich der digitalen Ethik. Innerhalb der Dissertation werden, nach umfangreicher fachwissenschaftlicher Auseinandersetzung mit dem Begriff und Wert (v.a. für Kinder) der Privatheit, qualitative Interviews mit Grundschulkindern aus den Klassenstufen drei und vier durchgeführt. Durch diese Interviews sollen Vorstellungen, Sichtweisen und Konnotationen der Kinder zum Begriff und dem Wert der Privatheit erfasst werden.

Meilensteine

  • Entwicklung digitaler Lernumgebungen mit den Studierenden
  • Erprobung der Unterrichtseinheiten in schulpraktischen Übungen und Praktika
  • Auswertung der erhobenen Daten (Transkripte, Audioaufnahmen, Beobachtungsprotokolle)
  • Aufbereitung für die Datenbank

Forschungsstand

Digitale Werkzeuge können im Deutschunterricht in vielerlei Hinsicht unterstützend und gewinnbringend eingesetzt werden. Sie können sowohl zur individuellen Förderung beitragen als auch eine Differenzierung im Unterricht ermöglichen. Außerdem können Interessen der Schülerinnen und Schüler beim Lernen mit und über digitale Medien und Werkzeuge geweckt und Fähigkeiten weiterentwickelt werden. Das betrifft über den Schriftspracherwerb hinaus alle Kompetenzbereiche des Faches Deutsch: „Sprechen und Zuhören“, „Schreiben“, „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“, „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“. Dabei ist man sich weitgehend einig, dass der Deutschunterricht auch ein wichtiger Ort schulischer Medienreflexion ist, insbesondere auch mit Blick auf das Lernen mit und über digitale Medien und Werkzeuge.
Vorliegende Studien beziehen sich zumeist auf den Deutschunterricht in den Sekundarstufen. Bisher liegen noch zu wenig wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einsatz digitaler Werkzeuge, zu Überzeugungen von Lehrerinnen und Lehrern und zur Nutzung digitaler Werkzeuge im Deutschunterricht der Grundschule und in der Lehramtsausbildung vor. Das Potenzial beim Lernen mit und über digitale Medien und Werkzeuge wird mitunter unterschätzt.

Ziele und Methoden

Im Wesentlichen geht es im Projekt um vertiefte wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einsatz digitaler Werkzeuge und zu Überzeugungen von Lehrerinnen und Lehrern im Deutschunterricht der Grundschule. Hier ist auch die Dissertation von Kati Pügner angesiedelt. Ein übergeordnetes Ziel des Projektes ist es zudem, konkrete Vorschläge zum Lernen mit und über digitale Medien und Werkzeuge mit Studierenden zu erarbeiten und sie Lehrkräften über eine webbasierte Plattform zur Verfügung zu stellen. Das setzt eine Verankerung im Curriculum der Lehramtsausbildung von Grundschullehrerinnen und -lehrern als voraus, die bereits angestoßen wurde.
Im Projekt wird mit verschiedenen typischen Methoden der empirischen Sozialforschung gearbeitet (Fragebogen, Interview). Zudem werden gemeinsam mit den Studentinnen und Studenten konkrete Vorschläge zum Lernen mit und über digitale Medien und Werkzeuge in Schulen evaluiert und im Prozess optimiert. Das Vorhaben wird durch Forschungsaktivitäten der Professur begleitet (u.a. Videoaufzeichnungen, Interviews, Fragebogenerhebungen).

Meilensteine

  • Verankerung des Lernens mit und über digitale Medien und Werkzeuge im Curriculum der Lehramtsausbildung von Grundschullehrerinnen und -lehrern,
  • Entwicklung von Vorschlägen zum Lernen mit und über digitale Medien und Werkzeuge mit Studentinnen und Studenten der Grundschuldidaktik Deutsch,
  • Erprobung der Vorschläge in den schulpraktischen Phasen der Studentinnen und Studenten,
  • Auswertung der erhobenen Daten und Optimierung der Vorschläge,
  • Veröffentlichung der Vorschläge auf der webbasierten Plattform,
  • Auswertung der erhobenen Daten und Optimierung der Vorschläge,
  • Veröffentlichung der Vorschläge auf der webbasierten Plattform,
  • Befragung von Lehrerinnen und Lehrern zur Nutzung digitaler Werkzeuge sowie zu Überzeugungen von Lehrerinnen und Lehrern, wenn es um das Lernen mit und über digitale Medien und Werkzeuge in den verschiedenen Kompetenzbereichen des Faches Deutsch in der Grundschule geht,
  • Auswertung der Daten und Berichtslegung (in Form der Dissertation).

In der Kunstpädagogik spielen die neuen Medien bereits seit längerer Zeit eine wichtige Rolle – nicht zuletzt durch die medienbeeinflusste zeitgenössische Kunst. So kann der Unterricht durch die neuen Medien nicht nur effizienter vorbereitet und durchgeführt werden, auch neue Gestaltungsweisen, Rezeptions- und Reflexionsmethoden bieten sich nun an, beispielsweise durch den Einsatz von Augmented Reality in der Videoproduktion oder den Einbezug digitaler musealer Angebote im Klassenzimmer. Das Teilprojekt Kunst des Projekts DigiLeG setzt sich die Ziele, Studierenden in den fachdidaktischen Veranstaltungen Möglichkeiten zur Einbindung digitaler Werkzeuge in den Kunstunterricht aufzuzeigen sowie digitale Lernumgebungen gemeinsam entwickeln zu lassen. Ein besonderer Fokus wird dabei aktuell auf den intensiven Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden gelegt, welcher in allen Phasen der Lehre und während der Erarbeitung und Evaluation der Lernumgebungen angeregt wird. Dieser soll neben der Qualitätssteigerung der Lernumgebungen dazu beitragen, ein gegenseitiges Lernen durch Erfahrungsaustausch zu initiieren und das Interesse der Studierenden an der Nutzung digitaler Tools im Kunstunterricht zu erzeugen oder zu intensivieren.

 

Forschungsprojekte

In den Teilprojekten werden fachspezifische Forschungsfragen bearbeitet.

Auf dem  Poster werden die wesentlichen Ziele und das Vorgehen im Forschungsprojekt Sachunterricht vorgestellt.

Auf dem Poster werden die wesentlichen Ziele und das Vorgehen im Forschungsprojekt Sport und Bewegungserziehung vorgestellt. 

Auf dem Poster werden die wesentlichen Ziele und das Vorgehen im Forschungsprojekt Mathematik vorgestellt.

Auf dem Poster werden die wesentlichen Ziele und das Vorgehen im Forschungsprojekt Philosophieren mit Kindern vorgestellt.

Auf dem Poster werden die wesentlichen Ziele und das Vorgehen im Forschungsprojekt Deutsch vorgestellt.

Auf dem Poster werden die wesentlichen Ziele und das Vorgehen bei der empirischen Begleitung des Projekts vorgestellt.

Termine

Erste Ergebnisse der unterschiedlichen Teilprojekte sowie der Einsatz digitaler Medien im Elementar- und Primarbereich wurden vom 16.-17.03.2021 mit Fachleuten aus Bildung und Forschung fächerübergreifend im Rahmen des 3. Symposium Lernen digital an der TU Chemnitz diskutiert.

Ergebnisse

In allen beteiligten Fachdisziplinen haben die Vorarbeiten begonnen, damit in den nächsten Jahren das DigiLeG-Portal online gehen kann und allen Lehrkräften im deutschsprachigen Raum eine Datenbank zur Verfügung steht, die für die Arbeit im Klassenzimmer wertvolle Unterstützung bei der Umsetzung der Arbeit mit digitalen Werkzeugen und Medien bieten soll. Sie finden detailliertere Informationen im Ergebnisbericht 2020 und Ergebnisbericht 2021.

Presseartikel