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Förderung für gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Professuren der TU Chemnitz können bis zum 25. August 2020 wieder Anträge in der Philipp Schwarz-Initiative einreichen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können in vielen Ländern der Welt ihrer Forschung nicht frei nachgehen. Sie müssen Repressalien oder gar Gefahren für Leib und Leben fürchten. Um diesen gefährdeten Forschenden eine Perspektive in Deutschland zu bieten, schreibt die Alexander von Humboldt-Stiftung nunmehr in der achten Runde Stipendien in der Philipp Schwartz-Initiative aus. Es werden voraussichtlich 25 Stipendien mit Förderbeginn im Januar 2021 vergeben. Die Förderung umfasst ein Vollstipendium inkl. Nebenleistungen in Höhe von 3.500 Euro monatlich und wird für 24 Monate gewährt. Eine Verlängerung um zwölf Monate ist möglich.

„Die TU Chemnitz möchte gefährdete Forschende aktiv unterstützen und ermuntert ihre Professuren daher ausdrücklich, sich an der Philipp Schwartz-Initiative zu beteiligen. Vor allem wenn bereits Kontakte zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Krisenregionen bestehen, ist diese Initiative ein attraktives Förderinstrument und zugleich eine hervorragende Möglichkeit, für akademische Freiheit einzutreten,“ unterstreicht der Prorektor für Lehre und Internationales der TU Chemnitz, Prof. Dr. Maximilian Eibl, die Bedeutung des Programms.

Tandems aus gefährdeten Forscherinnen und Forschern aus Krisenregionen und Chemnitzer Professuren können gemeinsam Anträge auf Förderung in der Philipp Schwartz-Initiative stellen. Das Antragsverfahren wird zentral über das Internationale Universitätszentrum (IUZ) der TU Chemnitz koordiniert. Zur Erhöhung der Erfolgsaussichten ist für Antragstellende ein Beratungsgespräch mit dem IUZ obligatorisch.

Liegt für potentielle Kandidatinnen und Kandidaten noch kein Gefährdungsnachweis vor, werden bis zum 12. August 2020 der Lebenslauf und eine eigene Stellungnahme zur Gefährdung benötigt, damit durch das IUZ der Gefährdungsnachweis eingeholt werden kann. Die vollständigen Antragsunterlagen sind für alle Antragstellenden bis zum 25. August 2020 im IUZ einzureichen.

Ausführliche Informationen zum Programm, den Förderbedingungen und erforderlichen Unterlagen hat das IUZ auf den Themenseiten zur Philipp Schwartz-Initiative zusammengestellt.

Kontakt: Annett Müller, Stellv. IUZ-Geschäftsführerin, Tel. 531-37922. E-Mail annett.mueller@iuz.tu-chemnitz.de.

Hintergrund: Philipp Schwartz-Initiative

Die Philipp Schwartz-Initiative wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen und ermöglicht Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland die Verleihung von Stipendien für Forschungsaufenthalte an gefährdete Forscherinnen und Forscher. Finanziert wird das Programm vom Auswärtigen Amt, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, der Andrew W. Mellon Foundation, der Fritz Thyssen Stiftung, der Gerda Henkel Stiftung, der Klaus Tschira Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, dem Stifterverband sowie der Stiftung Mercato.

(Autorin: Annett Müller)

Mario Steinebach
23.06.2020

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