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Richtfest für Laborneubau des Bundesexzellenzlusters MERGE

TU Chemnitz feierte am 6. Mai 2019 die Fertigstellung des Rohbaus eines neuen Laborgebäudes - Finanzminister und Wissenschaftsministerin des Freistaates Sachsen überbrachten Grußworte

Damit die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an der Technischen Universität Chemnitz im Rahmen des Bundesexzellenzclusters „MERGE“ an Innovationen im Leichtbau forschen, künftig noch bessere Bedingungen haben, erhalten sie ein neues hochmodernes Laborgebäude. Gebaut wird seit Juni 2018 ein Viergeschosser mit knapp 1.400 Quadratmetern Nutzfläche. Sachsens Finanzminister Dr. Matthias Haß und Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange feierten am 6. Mai 2019 gemeinsam mit Bauleuten und Vertretern der am Bau beteiligten Unternehmen sowie Mitgliedern und Angehörigen der Universität das traditionelle Richtfest.

„Mit den neuen, hochmodernen Laborräumen schaffen wir exzellente Bedingungen für die Wissenschaftler. Wir investieren in eine wichtige Zukunftstechnologie und setzen auf anwendungsorientierte Forschung. Leichtbau ist eine Schlüsseltechnologie, die auch der Entwicklung der sächsischen Wirtschaft zugutekommt“, so Haß. Stange betonte: „Effizienz durch Leichtbau ist eines der Forschungsziele, die sich MERGE gesetzt hat. Dieses Ziel besitzt mit Blick auf die drängenden Fragen des Klimaschutzes eine hohe gesellschaftliche Bedeutung. Der Leichtbau zählt zu den Innovationstreibern in Europa und ist von Politik und Industrie als Schlüsseltechnologie erkannt worden. Dass die Labore im Institut MERGE nun sichtbar Gestalt annehmen, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Freistaat Sachsen die Technische Universität Chemnitz weiterhin als Motor für den Wissens- und Wirtschaftsstandort Chemnitz ansieht. Die Region Chemnitz nimmt auf dem Gebiet des Textilen Leichtbaus nicht zuletzt wegen der hohen Konzentration von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowohl im Bereich Textil als auch Leichtbau in der Welt eine Spitzenposition ein.“

Die TU Chemnitz zählt mit dem Bundesexzellenzcluster "MERGE – Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" zu den Gewinnern der Bundesexzellenzinitiative. In dem bundesweit einzigartigen Projekt arbeiten etwa 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, heute noch getrennte Fertigungsprozesse bei der Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffgruppen wie Textilien, Kunststoffe und Metalle zusammenzuführen. Mehrkomponentenbauteile können dann in Großserie kostengünstiger und energieeffizienter produziert werden.

„Die Herstellung neuartiger Leichtbaustrukturen unter Berücksichtigung der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit der dafür nötigen Technologien ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Bereits jetzt profitieren der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Chemnitz und damit auch Sachsen und Deutschland davon, dass auf dem zukunftsweisenden, stark umkämpften Technologiefeld Leichtbau herausragende Kompetenzen an der TU Chemnitz vereint sind“, sagte Prof. Dr. Jörn Ihlemann, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der TU Chemnitz. Übergreifendes Ziel müsse es deshalb sein, Chemnitz als nationales und internationales Leichtbau-Zentrum weiterzuentwickeln, um auf viele wichtige Fragestellungen der Zukunft antworten zu können. „MERGE erhält nun einen weiteren weithin sichtbaren exzellenten baulichen Rahmen auf dem Campus unserer Universität", so Ihlemann.

Bereits im August 2015 hatten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen neuen Forschungshallenkomplex bekommen. An dessen Südfassade wird nun der Laborneubau angeschlossen. Beide Gebäude werden im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss miteinander verbunden. In diesen Etagen werden die hochmodernen Labore eingerichtet. Prof. Dr.  Lothar Kroll, Sprecher und Koordinator des Bundesexzellenzclusters MERGE, freut sich gemeinsam mit seinem Team schon jetzt sehr auf den Augenblick der Gebäudeeröffnung. "In den künftigen Laboren können grundlegende Fragestellungen der Leichtbauforschung entlang der Wertschöpfungsketten vom Molekül bis zum komplexen Bauteil geklärt und anschließend produktionstechnisch im angrenzenden Technologiezentrum, auch gemeinsam mit Industriepartnern, erprobt werden", blickt Kroll in die Zukunft. 

Nach derzeitigem Stand sollen die unter Regie der Niederlassung Chemnitz des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) durchgeführten Bauarbeiten im Sommer 2020 beendet sein. Die Kosten für den Neubau betragen rund 14,5 Millionen Euro. Finanziert wird das Vorhaben durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Ein TV-Beitrag von SACHSEN FERNSEHEN findet sich hier.

Homepage des Bundesexzellenzclusters MERGE: https://www.tu-chemnitz.de/MERGE

(Quelle: u. a. Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen)

Mario Steinebach
06.05.2019

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