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Gelungener Auftakt für „WoMentYou“

Teilnehmerinnen am Mentoring-Programm „WoMentYou“ für Promovierende besuchten Chemnitzer Maschinenbauunternehmen „KIESELSTEIN International GmbH“

Zum Auftakt des Mentoring-Programms „WoMentYou“ für Promovendinnen der Technischen Universität Chemnitz besuchten die teilnehmenden Nachwuchswissenschaftlerinnen kürzlich das Chemnitzer Maschinenbauunternehmen „KIESELSTEIN International GmbH“.

Nach einer Unternehmenspräsentation erhielten die Teilnehmerinnen vertiefende Einblicke im Rahmen eines Rundgangs durch die Fertigungshallen und einer Vorführung an der Ziehschälmaschine zur Bearbeitung von unter anderem Stahldrähten, Edelstahl, Lagerstahl oder Kaltstauchdraht. Im Hinblick auf die Thematik „Industrie 4.0“ gibt es zahlreiche Verbundprojekte in Forschung und Entwicklung mit verschiedenen Hochschulen wie der TU Chemnitz als Kooperationspartner. Beispielhaft ist die Entwicklung einer industrietauglichen Datenbrille, an der u. a. das Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse der TU beteiligt ist. Zudem haben Studierende etwa die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren und eine Bachelor- bzw. Masterarbeit zu schreiben. Auch die Bearbeitung eines Promotionsthemas ist möglich.

Zum Abschluss stand Dr. Eva Kieselstein, langjährige Leiterin für Forschung und Entwicklung sowie Qualitätsmanagement-Beauftragte, den Nachwuchswissenschaftlerinnen für einen Austausch über Karriere in Wissenschaft und Industrie zur Verfügung.

Hintergrund: WoMentYou

Trotz einer Vielzahl gleichstellungsfördernder Maßnahmen, die Wissenschaftseinrichtungen bundesweit anbieten, hat sich die Anzahl von Frauen auf den unterschiedlichen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen noch nicht zufriedenstellend erhöht. Zahlreiche Wissenschaftlerinnen verlassen nach ihrer Promotion oder Habilitation das Wissenschaftssystem, um sich in anderen Berufsfeldern zu orientieren. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde das Mentoringprogramm „WoMentYou“ an der TU Chemnitz implementiert. „In diesem Programm steht der informelle Erfahrungs- und Wissenstransfer sowie die individuelle Förderung der Teilnehmerinnen durch erfahrene Professorinnen und Professoren oder Führungspersönlichkeiten aus Unternehmen und Organisationen im Mittelpunkt“, so Karla Kebsch, Projektleiterin von „WoMentYou“ und Gleichstellungsbeauftragte der TU. Wissenschaftlerinnen sollen bestärkt werden, ihre begonnene wissenschaftliche Karriere konsequent weiterzuverfolgen.

Im Februar des vergangenen Jahres startete die erste Runde des Programms, das sich an Juniorprofessorinnen, Habilitandinnen, habilitierten Wissenschaftlerinnen sowie Postdoktorandinnen aller Fakultäten sowie der Zentralen Einrichtungen der TU Chemnitz richtet. Da dieses Programm sehr gut angenommen wurde, erfolgt nun eine Erweiterung, die sich gezielt an Promovendinnen der TU richtet.

Die Nachwuchswissenschaftlerinnen werden gezielt bei ihrer Karriere-Entwicklung unterstützt und auf Forschungs- und Führungsaufgaben im Wissenschaftssystem vorbereitet. Durch das Programm erhalten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, ihre Kompetenzen in karriererelevanten Workshops zu erweitern, neues Erfahrungswissen zu gewinnen und fördernde Netzwerke in der Scientific Community aufzubauen. Während des gesamten Programmablaufs in einem Zeitraum von 12 Monaten besuchen die Teilnehmerinnen ausgewählte Workshops, die individuell auf den Bedarf der Wissenschaftlerinnen zugeschnitten sind. Darüber hinaus steht vor allem die individuelle Mentoring-Beziehung sowie persönliches Coaching im Fokus.

Der erste Workshop findet am 12. Februar zum Thema „Netzwerken für Wissenschaftlerinnen“ (Workshopleitung: Dr. Stephanie Rohac, „Kommunikation bewegt“) statt.

Das Mentoringprogramm „WoMentYou“ ist eine gleichstellungsfördernde Maßnahme, die aus Mitteln des Professorinnenprogramms II des Bundes und der Länder finanziert wird.

Weitere Informationen erteilt Nicole Dietrich, Tel. +49 371 531-36625, E-Mail nicole.dietrich@hrz.tu-chemnitz.de  

(Autorin: Nicole Dietrich)

Matthias Fejes
24.01.2019

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