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Bundesministerin besuchte MERGE auf der Hannover Messe

Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, informierte sich am 24. April 2017 am Stand des Chemnitzer Bundesexzellenzclusters MERGE

Hohen Besuch konnte die Technische Universität Chemnitz gleich zu Beginn der Hannover Messe Industrie empfangen: Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, besuchte am 24. April 2017 den Stand des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE). Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der Technischen Universität Chemnitz, und Prof. Dr. Lothar Kroll, Sprecher des Bundesexzellenzclusters, informierten die Ministerin über herausragende Forschungsergebnisse und die bisher mit Unterstützung des Bundes und des Freistaates Sachsen erreichte hohe internationale Ausstrahlung des Chemnitzer Bundesexzellenzclusters. Am Beispiel einer sogenannte Durchlade, die im Pkw in der Rücksitzbank zum Durchschieben langer Gegenstände dient, zeigten die Chemnitzer Universitätsvertreter, wie der Leichtbau die Umwelt schützt und die Sicherheit im Auto erhöht. Den Forscherinnen und Forschern des Bundesexzellenclusters MERGE und des Instituts für Strukturleichtbau der TU Chemnitz gelang es, das Gewicht der Durchlade um mehr als die Hälfte zu reduzieren und die Herstellungskosten um etwa 30 Prozent zu senken. „Mit derartigen Innovationen kann Deutschland seine hochgesteckten Klimaziele erreichen, denn mit jedem Kilogramm, das zum Beispiel am Auto eingespart werden kann, verringert sich der Kraftstoffbedarf und somit auch der CO2-Ausstoß“, sagt  Kroll.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt im Rahmen der Fördermaßnahme "Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken" auch die internationale Vernetzung des Bundesexzellenzclusters MERGE der TU Chemnitz. „Er ist der einzige der 43 Exzellenzcluster aus der Bundesexzellenzinitiative in Deutschland, dessen Internationalisierung auf diesem Weg gefördert wird“, sagt Strohmeier und verweist auf MERGEurope. Unter dieser Bezeichnung wurde in den vergangenen Monaten federführend von der TU Chemnitz ein europaweit wettbewerbsfähiges Netzwerk gebildet. Mehr als 400 Partner in Wissenschaft und Wirtschaft aus Polen, Tschechien, Spanien, Italien, Deutschland und den Niederlanden sind hier bereits miteinander verbunden. Darüber hinaus haben die Chemnitzer gemeinsam mit sechs anderen Forschungsverbünden eine Europäische Allianz im Leichtbau (ELCA) gegründet. Diese Allianz vereint Verbünde mit mehr als 1.000 europäischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet des Leichtbaus im Bereich der Mobilität und des Transports. Die Partner dieser Allianz kommen aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweden und Deutschland. Die Projektkoordination haben die Chemnitzer übernommen. Auch der Wissenstransfer wird gelebt. So richtete der Bundesexzellenzcluster MERGE mit Partnern aus Opole und Breslau die „1. Polish-German Bridge Conference“ aus, um eine enge länderübergreifende Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aufzubauen.

Die Chemnitzer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentieren ihrer Leichtbau-Innovationen auf der Hannover Messe 2017 noch bis zum 28. April. Sie stellen auf dem Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ (Halle 2, Stand A38) neben der Durchlade auch einen Motorträger sowie neuentwickelte hybride Leichtbaukomponenten aus dem Bundesexzellenzcluster vor.

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Lothar Kroll, E-Mail lothar.kroll@mb.tu-chemnitz.de, sowie Dr. Jürgen Tröltzsch, E-Mail juergen.troeltzsch@mb.tu-chemnitz.de, Telefon 0371 531-35665.

Mario Steinebach
25.04.2017

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