KI-Spitzenforschung aus 18 Ländern
Professur Verteilte und Selbstorganisierende Rechnersysteme der TU Chemnitz veranstaltete General Assembly des EU-Exzellenznetzwerks ENFIELD
-
KI-Expertinnen und -Experten aus ganz Europa kamen zur General Assembly des EU-Exzellenznetzwerks ENFIELD an die TU Chemnitz. Foto: privat
Vom 17. bis 19. Februar 2026 begrüßte die Technische Universität Chemnitz 40 internationale KI-Expertinnen und -Experten zur General Assembly des europäischen Forschungsprojekts ENFIELD, einem von neun EU-Exzellenznetzwerken, die die Europäische Kommission im Bereich Künstliche Intelligenz fördert. Die Ausrichtung des Treffens lag in den Händen von Prof. Dr. Martin Gaedke und Dr. Sebastian Heil von der Professur Verteilte und Selbstorganisierende Rechnersysteme. Das European Lighthouse to Manifest Trustworthy and Green AI (kurz: ENFIELD) ist Teil des EU-Rahmenprogramms „Horizon Europe" und verfolgt eine klare Mission: die europäische Spitzenforschung im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik zu bündeln, international sichtbar zu machen und Europa als globalen Vorreiter für vertrauenswürdige KI zu positionieren. Mit einer EU-Förderung von rund elf Millionen Euro zählt ENFIELD zu den bedeutendsten KI-Forschungsinitiativen Europas.
Beeindruckende Forschungsbilanz: Über 170 Publikationen in drei Jahren
Das auf drei Jahre angelegte Verbundprojekt nähert sich seinem Abschluss und kann bereits jetzt eine außergewöhnliche Bilanz vorweisen. Im Rahmen von ENFIELD wurden mehr als 170 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht: knapp 50 in internationalen Fachzeitschriften sowie über 120 Beiträge auf Workshops und Konferenzen weltweit. Diese Zahlen sind mehr als eine Statistik; sie belegen die Forschungstiefe und den wissenschaftlichen Impact eines Netzwerks, das KI-Lösungen für strategisch bedeutende Sektoren wie Energie, Gesundheitswesen, Fertigung und Raumfahrt entwickelt.
Getragen wird das Projekt von 30 führenden Forschungseinrichtungen, Unternehmen und öffentlichen Institutionen aus 18 Ländern, darunter die TU Chemnitz. „Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, ein lebendiges europäisches KI-Ökosystem zu schaffen – eines, das nicht nur technologisch exzellent ist, sondern auch mensch-zentriert, nachhaltig und vertrauenswürdig. Denn Europa besitzt hier eine einzigartige Chance: die eigenen Werte – Transparenz, Fairness, digitale Souveränität – zum globalen Maßstab für KI zu machen", sagt Gaedke.
(Autor: Dr. Sebastian Heil)
Mario Steinebach
20.02.2026