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Hier steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Der frühere EU-Kommissar Janez Potocnik und Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, besuchten am 31. Oktober 2015 die TU Chemnitz und das Fraunhofer IWU

Mit dem Nachhaltigkeitspreis der Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft in der Kategorie "Europa" wurde am 31. Oktober 2015 im Rahmen der 3. Sächsischen Nachhaltigkeitskonferenz in Chemnitz der ehemalige EU-Kommissar für Umwelt, Ph.D. Janez Potocnik, ausgezeichnet. Kurz danach besuchte der slowenische Politiker die Technische Universität Chemnitz. Begleitet wurde er unter anderem von Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft. Die Gäste informieren sich auf dem Campus der TU zum Beispiel über die Arbeit des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen“ (MERGE).

Prof. Dr. Andreas Schubert, Prorektor für Wissens- und Technologietransfer der TU Chemnitz, der die Gäste begrüßte, zeigte, wie die national und international stark vernetzte Technische Universität wichtigen Fragestellungen der Zukunft begegnet, die auf europäischer Ebene auch im Programm Horizon 2020 und in der Hightech-Strategie der Bundesregierung aufgegriffen wurden. Die Themen reichen von der Entwicklung nachhaltiger Produkte bis hin zur Industrie 4.0. „Wir verdeutlichten, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit an der TU Chemnitz und an den benachbarten Fraunhofer-Instituten ist, welche Kompetenzen wir haben und in welchen Netzwerken von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wir bereits erfolgreich agieren“, sagte Prof. Schubert.

In diesem Zusammenhang besichtigten die Gäste die neuen Forschungshallen des Bundesexzellenzclusters, die Anfang Oktober der Universität übergeben wurden. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt betragen rund 12,5 Millionen Euro, die Summe wird fast vollständig aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. „Ziel von MERGE ist es, heute noch getrennte Fertigungsprozesse bei der Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffgruppen wie Textilien, Kunststoffe und Metalle zusammenzuführen. Mehrkomponentenbauteile können dann in Großserie kostengünstiger und energieeffizienter produziert werden“, erläuterte Prof. Dr. Thomas Lampke, Prodekan für Forschung der Fakultät für Maschinenbau. Dr. Jürgen Tröltzsch, Geschäftsführer des Exzellenzclusters MERGE, verdeutlichte dies den Gästen beim Rundgang durch die Forschungshallen an Hand einiger Praxisbeispiele.

Am Ende ihrer Stippvisite auf dem Campus besuchte die Delegation auch die „E³-Forschungsfabrik Ressourceneffiziente Produktion“ des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU.

Ein Videobeitrag über den Besuch findet sich im YouTube-Kanal der TU Chemnitz.

Mario Steinebach
02.11.2015

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