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Impulse für die regionale Zusammenarbeit

Rektoren von Universitäten aus Tschechien und Sachsen waren am 18. Juni 2015 an der TU Chemnitz zu Gast

  • Rektoren, Prorektoren und weitere Vertreter von fünf tschechischen Universitäten trafen sich in Chemnitz mit Vertretern der TU Chemnitz sowie weiterer sächsischer Hochschulen und Einrichtungen. Foto: Steve Conrad
  • Im Gespräch entstanden Vorschläge der zukünftigen weiteren Zusammenarbeit. Foto: Steve Conrad

Die Technische Universität Chemnitz pflegt eine langjährige und lebendige Beziehung zu Hochschulen in Mittel- und Osteuropa. Speziell zu tschechischen Universitäten wurden im Rahmen unterschiedlicher geförderter Aktivitäten intensive Partnerschaften aufgebaut. Mit insgesamt neun tschechischen Universitäten bestehen derzeit langfristige Vereinbarungen über die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre.

Rektoren, Prorektoren und weitere Vertreter von fünf tschechischen Universitäten waren am 18. Juni 2015 an der TU Chemnitz zu Gast. Initiiert und begleitet wurde das Treffen vom tschechischen Generalkonsul Dr. Jiří Kuděla. „Ziel des Treffens war es, das Konzept der regionalen Zusammenarbeit von Sachsen auf Tschechien auszuweiten und weitere Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft auf beiden Seiten der Grenze anzustoßen“, sagt Prof. Dr. Arnold van Zyl, Rektor der TU Chemnitz.

Neben Vertretern der Hochschulleitungen aus Mittweida und Zwickau, mit denen die TU Chemnitz innerhalb der Wissenschaftsregion Chemnitz eng zusammenarbeitet, nahmen auch Vertreter weiterer sächsischer Hochschulen, aus dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, vom Leipziger Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa sowie von der Industrie- und Handelskammer Chemnitz teil.

Im Ergebnis der Diskussion entstanden erste Vorschläge der zukünftigen weiteren Zusammenarbeit. Beraten wurde unter anderem über einen künftigen gemeinsamen Erfahrungsaustausch zu Themen wie Wissens- und Technologietransfer sowie über Möglichkeiten einer besseren Sichtbarkeit der eigenen exzellenten Forschung auf europäischer Ebene. Vorstellbar seien auch gemeinsame Workshops mit Universitäten, Unternehmen, Kammern und weiteren Akteuren in Sachsen und in Tschechien, wie Prof. van Zyl zusammenfasst. Außerdem sprachen die Teilnehmer des Treffens über Erfahrungen mit aktuellen gesellschaftlichen Themen, wie dem demographischen Wandel, die auf beiden Seiten der Grenze hohe Relevanz haben. Es wurde abschließend vereinbart, sich im nächsten Jahr an der Universität Pilsen zu treffen und den eingeleiteten Dialog fortzusetzen.

In der Forschung verbinden die TU Chemnitz unter anderem neun Ziel3/Cíl3-Projekte mit tschechischen Partnern. Das Förderprogramm mit einer Laufzeit von 2007 bis 2014 wurde zu 85 Prozent vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. In der kommenden, bis 2020 reichenden Förderphase soll auf diese Projekte aufgebaut werden. In der Lehre sind neben dem Studiengang Produktionssysteme, in dem ein Doppelabschluss in Chemnitz und Brünn erlangt werden kann, weitere gemeinsame Studiengänge mit tschechischen Hochschulen in Vorbereitung.

Katharina Thehos
19.06.2015

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