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Internet und Flyer ersetzen nicht das persönliche Gespräch

Bachelor- und Masterstudiengänge der TU Chemnitz standen beim Tag der offenen Tür vier Stunden lang im Fokus - großes Interesse am neuen Studiengang Lehramt an Grundschulen

  • Eine etwas weitere Anreise hatte Nadja Remus (2.v.l.) aus Halle, die gern in Chemnitz Lehramt an Grundschulen studieren und anschließend in Sachsen als Lehrerin tätig sein möchte. Sie gehörte zu den etwa 100 Gästen, die sich im neuen Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz die Fachkabinette anschauten, wie diese neue Lehrküche für das Fach "Wirtschaft-Technik-Haushalt und Soziales". Foto: Mario Steinebach
  • Am laufenden Band beantwortete Thomas Barany (l.) Fragen zum künftigen Lehramtsstudium. Foto: Mario Steinebach
  • An den Infoständen im Hörsaalgebäude standen unter anderem die Fachstudienberater Rede und Antwort. Der Chemnitzer Schüler Markus Schwalbe informierte sich bei Dr. Jürgen Bräuer (r.) von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik über den transdisziplinären Studiengang Biomedizinische Technik. Foto: Katharina Thehos
  • Jan Richter aus Neukirchen löcherte bei der Zentralen Studienberatung Beraterin Juliane Wenzel mit Fragen rund um ein Studium an der TU. Foto: Katharina Thehos
  • Kontakte knüpfen können die angehenden TU-Studierenden auch in den sozialen Netzwerken, in denen die Chemnitzer Universität vertreten ist. Anne Eichhorn aus Riesa erhielt darüber weitere Infos von Student Micele Ulbricht vom Bereich Marketing/Öffentlichkeitsarbeit. Foto: Katharina Thehos
  • Aus Ingolstadt kamen Sebastian Bacherl (M.) und Tobias Brigl (l.) zum Tag der offenen Tür. Die Studierenden des Wirtschaftsingenieurwesens überlegen, für ihr Masterstudium nach Chemnitz zu wechseln, und kamen mit den Arbeitswissenschaftlern der TU ins Gespräch. Foto: Katharina Thehos
  • "Ihr müsst heute nichts unterschreiben", beruhigte Prof. Dr. Christoph Fasbender bei der offiziellen Begrüßungsveranstaltung die Gäste. Gerade deshalb sollten die Besucher aber die Gelegenheit nutzen, unverbindlich Fragen zu stellen und um Informationen zu bitten, so der Prorektor für Lehre, Studium und Weiterbildung. Foto: Katharina Thehos
  • Dieser Aufforderung kamen die Besucher nach. Mitarbeiter und Studierende aus allen Fakultäten und von Zentralen Einrichtungen standen ihnen Rede und Antwort. Foto: Katharina Thehos
  • Bei den Chemikern konnten die Gäste nicht nur reden - sondern auch selbst Hand anlegen. Foto: Katharina Thehos
  • Publikumsliebling war erneut der humanoide Roboter "Georg", der Lust auf ein Informatik-Studium versprühte. Birgit Demel (r.), die an der TU Chemnitz Wirtschaftswissenschaften studieren möchte, ließ sich von ihm dennoch nicht von ihrem Studienwunsch abbringen. Foto: Mario Steinebach
  • Die Print-Medientechniker informierten unter anderem über ihre aktuellen Forschungserfolge: gedruckte Lautsprecher und Solarzellen. Foto: Katharina Thehos
  • Für Naturwissenschaften interessiert sich Cristian Pilz. Der 19-jährige Schüler des Beruflichen Schulzentrums e.o.plauen informierte sich beim Tag der offenen Tür deshalb auch über die Studiengänge Physik, Sensorik und kognitive Psychologie sowie Wirtschaftsphysik und schaute in die Labore. Foto: Mario Steinebach
  • "Verstehste die Geste": Prof. Dr. Ellen Fricke von der Professur Germanistische Sprachwissenschaft, erläuterte in einem Vortrag, was Gesten bedeuten. Foto: Philip Knauth
  • Prof. Dr. Michael Schulz vom Institut für Physik erläuterte in seinem Vortrag den Aufbau des noch jungen Studienganges Wirtschaftsphysik und hob seine Brückenfunktion zwischen den Naturwissenschaften und den Wirtschaftswissenschaften hervor. Absolventen kommen nicht nur im Finanzwesen sondern beispielsweise auch im Verkehrswesen und in der Meteorologie zum Einsatz. Foto: Mario Steinebach
  • Das Internationale Universitätszentrum zeigte Wege für ein Praktikum oder ein Teilstudium im Ausland auf. Foto: Katharina Thehos
  • Eloise Kremling und Lisa-Marie Okhof kamen aus Rodewisch nach Chemnitz. Die beiden 18-jährigen Schülerinnen des Johann-Heinrich-Pestalozzi Gymnasiums informierten sich über das künftige Lehramtsstudium an der TU, da sie gern mit Kindern arbeiten wollen. Foto: Mario Steinebach
  • Ganz schön mutig: Einer der jüngsten Besucher des "Tages der offenen Tür" fährt hier nicht in einem quitschgelben Elektro-Kinderauto. Dieser "Yellow Car" gehört als voll automatisierter Demonstrator zum Automotive Software Engineering Labor der Fakultät für Informatik. Foto: Philip Knauth
  • Viele Innovationen aus den Labors der TU Chemnitz zeigten die Forscher im Foyer des Hörsaalgebäudes - oft auch attraktiv angestrahlt. Foto: Philip Knauth
  • Würfel, die begeistern: Die Mathematiker ließen es wieder spielerisch angehen. Foto: Philip Knauth
  • Häufig nachgefragt waren auch die Europa-Studiengänge der TU Chemnitz. Foto: Mario Steinebach
  • Einblick in die Forschungspraxis: Julia Richer (r.), die an der Professur Digital- und Schaltungstechnik promoviert, stellte ein Projekt vor, das demenzkranken Menschen ein längeres Verbleiben im eigenen Wohnumfeld ermöglichen soll. Bildverarbeitende Sensoren sollen dabei zu Helfern werden. Foto: Mario Steinebach
  • Die Nachwuchsforschergruppe "Adaptive Antriebe Elektromobilität", an der sieben Professuren aus drei Fakultäten beteiligt sind, stellte einen neuen Demonstrator vor, der die Ziele ihres Projektes verdeutlicht. Foto: Mario Steinebach
  • Jörg Seidel (r.) vom Studentenwerk Chemnitz-Zwickau führte Interessenten über den Campus vorbei an der Mensa und Institutsgebäuden zu den Studentenwohnheimen. Die blauen Werbe-Schirme des Studentenwerks waren an diesem Tag willkommene Begleiter. Foto: Philip Knauth
  • Wie viele Gäste passen in eine Studenten-WG? Keine Angst: So viele Bewohner teilen sich in Chemnitz keine Studentenbude. Beim Tag der offenen Tür war lediglich der Ansturm auf die Wohnheim-Führung sehr groß. Foto: Philip Knauth

"Die TU Chemnitz hat einen Plan!" Mit diesen Worten begrüßte Prof. Dr. Christoph Fasbender, Prorektor für Lehre, Studium und Weiterbildung, die Besucher des Tages der offenen Tür an der TU am 8. Juni 2013. Diese Plan sei 150 Seiten dick und im vergangenen Jahr entstanden, spielte er auf den Hochschulentwicklungsplan der TU an. Einer der Schwerpunkt des Planes der TU läge auf transdisziplinärer Lehre, betonte der Prorektor, der erklärte, dass an den Schnittstellen von Technik und Gesellschaftswissenschaften, von Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften viele neue Studienangebote entstünden: "Die älteren Zuhörer fragen bei einem Studiengang wie `Sensorik und kognitive Psychologie´ sicher: Was kann man denn damit machen?", sagte Fasbender, der deswegen die Besucher aufrief: "Achten Sie heute vor allem auf die Formate, die Ihnen auf den ersten Blick fremd erscheinen." Die transdisziplinären Studiengänge seien am Bedarf des Arbeitsmarktes ausgerichtet: "Wir erfinden solche Angebote nicht am runden Tisch, damit sie dann irgendwie `sexy´ aussehen." Stattdessen kämen die Wissenschaftler aus den verschiedenen Fakultäten auf die Universitätsleitung zu, um neue Kooperationen auf die Beine zu stellen. So gelinge es, dass die Absolventen solcher Fachrichtungen stark nachgefragt würden. Nachzufragen forderte der Prorektor auch die Besucher des Tages der offenen Tür auf: "Flyer und schriftliche Informationen gibt es im Internet. Aber hier haben Sie die Fachleute dazu - nutzen Sie diese Gelegenheit, um mit den Menschen an den Infoständen ins Gespräch zu kommen."

Dieses Angebot nahm zum Beispiel Jan Richter aus Neukirchen an, der nicht nur am Stand der Zentralen Studienberatung ins Gespräch kam. Er hat seine Abiturprüfungen gerade hinter sich gebracht. "Ich möchte heute schauen, welche Möglichkeiten die TU Chemnitz in den Naturwissenschaften und in den Sprachen bietet", sagte der Schüler, der darüber hinaus die Universität kennen lernen wollte, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob ein Studium für ihn überhaupt die richtige Wahl wäre.

Schon konkrete Pläne hat Markus Schwalbe. Er informierte sich für den Studiengang Biomedizinische Technik. "Ich interessiere mich für Informatik und Technik, aber auch Biologie", so der Chemnitzer. Deshalb hörte er sich an den Informationsständen der Elektrotechniker um und besuchte den Vortrag über den Studiengang. Aufmerksam geworden war er über eine Veranstaltung an seiner Schule: "Wir hatten am Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium mal einen Berufsinformationsabend, bei dem auch die TU Chemnitz dabei war. Dort wurde auch von diesem neuen Studiengang erzählt", sagt der Schüler, der sich auch bereits in Dresden bei einem Tag der offenen Tür informiert hat.

Bereits zum dritten Mal besuchte Stephan Gothe den Tag der offenen Tür an der TU Chemnitz - dieses Mal aber interessierte er sich für ein Master-Studium. "Ich war schon als Schüler zweimal hier. Jetzt studiere ich an der TU Pädagogik und möchte meinen Master anschließen", so der Chemnitzer, der sich bereits in Magdeburg über ein mögliches Masterstudium informiert hat. "Zwischen diesen beiden Hochschulen werde ich mich entscheiden. Aber der Standort Chemnitz gefällt mir eigentlich und auch die Schwerpunkte im Masterstudiengang Pädagogik sind für mich passend", so der Student, der das Angebot zum Tag der offenen Tür in Chemnitz lobte: "Im Vergleich zu anderen Hochschulen sind hier sehr viele Mitarbeiter im Einsatz, alle Informationsstände sind besetzt, sodass man viele Fragen stellen kann."

Einen mutigen Schritt wagt Birgit Demel, denn die 33-jährige Chemnitzerin, die für einen Hohenstein-Ernstthaler Online-Versand im E-Commerce-Marketing tätig ist, stößt zunehmend an ihre fachlichen Grenzen. "Ich merke, dass ich mir unbedingt neues Wissen aneignen muss. Und da mich mein Arbeitgeber darin bestärkt hat und auch unterstützt, strebe ich parallel zum Job, den ich auf 20 Stunden in der Woche verkürze, den Bachelor an", sagt die junge Frau. Sie wünscht sich jedoch für die Studienzeiten am Abend geeignete Betreuungsangebote für ihr Kind.

Eine etwas weitere Anreise angetreten waren Sebastian Bacherl und Tobias Brigl, die an der Technischen Hochschule Ingolstadt Wirtschaftsingenieurwesen studieren. "Wir werden fast gleichzeitig mit unserem Bachelor-Studium fertig und spielen beide mit dem Gedanken, für den Master nach Chemnitz zu wechseln", so Sebastian Bacherl. Sein Kommilitone ergänzt: "Wir haben gehört, dass die TU in den Schwerpunkten Fabrikplanung und Ergonomie gut aufgestellt ist." In Ingolstadt auf die Chemnitzer Universität aufmerksam gemacht worden sind sie über einen Diplomanden der Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement der TU, an deren Stand sie sich in Gesprächen informierten, bevor sie noch Einblicke in die Forschungshallen der Fakultät für Maschinenbau sammeln wollten.

Ebenfalls für ein Masterstudium interessiert sich Anne Eichhorn. Sie studiert an der Berufsakademie Riesa BWL-Dienstleistungsmanagement und könnte sich gut vorstellen, den Chemnitzer Masterstudiengang Kundenbeziehungsmanagement anzuschließen. Den Tag der offenen Tür wollte sie nutzen, um möglichst viele Informationen zu sammeln - über den Studiengang, aber auch über die Universität im Allgemeinen. "Die Berufsakademie ist familiär und das Studium dort sehr gut strukturiert. Außerdem haben wir dort natürlich einen großen Praxisanteil, der mir auch viel Spaß macht", erzählte die Studentin, die ein Gefühl dafür bekommen wollte, ob ein Masterstudium an einer Universität das richtige wäre und wie es abläuft.

Einen großen Ansturm erlebte der Studiengang Lehramt an Grundschulen, der im kommenden Wintersemester an der TU startet. Schon beim Vortrag von PD Dr. Bernd Dühlmeier und am Info-Stand vor dem Hörsaal suchten zahlreiche Interessenten Antworten auf ihre Fragen. Und im Rawema-Haus nutzten etwa 100 Gäste die Gelegenheit, erstmals in die neuen Räume und Fachkabinette des Zentrums für Lehrerbildung zu blicken. Eine von ihnen war Nadja Remus aus Halle. Sie studiert bereits an der Saale Lehramt an Gymnasien. Da sie mit ihrer Spezialisierung in Richtung Italienisch und Spanisch vermutlich nicht die besten Berufsaussichten hat, will sie nun auf Lehramt an Grundschulen umsatteln. "Ich finde es spannend, bei einem Neustart eines Studienganges dabei zu sein - falls ich genommen werde. Chemnitz hat für mich einen besonderen Reiz, denn die Stadt ist nicht so groß wie Dresden und Leipzig, die Uni ist nicht überlaufen. Außerdem interesiert mich das Fach `Wirtschaft-Technik-Haushalt und Soziales´, das es an den anderen Standorten in Sachsen nicht gibt und für das eine integrative Didaktik entwickelt wird", sagt die 22-Jährige.

Insgesamt nutzten etwa 500 bis 600 Gäste die Angebote der Uni am "Tag der offenen Tür", etwa ein Fünftel davon besuchte das neue Zentrum für Lehrerbildung im Rawema-Haus. Laut Auskunft von Jörg Seidel vom Studentenwerk Chemnitz-Zwickau nahmen etwa 60 Interessenten an der Wohnheimführung teil. Wer noch mehr über die TU Chemnitz erfahren möchte, kann sich auch nach dem Tag der offenen Tür zeitlich und räumlich unabhängig über die Bachelor- und Masterstudiengänge sowie das Lehramt an Grundschulen informieren. Die Zentrale Studienberatung, Straße der Nationen 62, Zimmer 046, ist erreichbar per Telefon unter 0371 531-55555 sowie per E-Mail unter studienberatung@tu-chemnitz.de. Informationen rund ums Studium findet man auch im Internet unter http://www.tu-chemnitz.de/studium/schueler.

(Autoren: Katharina Thehos & Mario Steinebach)

Katharina Thehos
08.06.2013

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