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Erfreuliche Anstiege sollen Initialzünder sein

Wissenschaftler der TU Chemnitz warben 2012 zusätzlich etwa 62,8 Millionen Euro ein - Zugleich stieg die Anzahl der Promotionen und Publikationen

Der Wettbewerb um zusätzliche Forschungsgelder nimmt von Jahr zu Jahr zu. Um so erfreulicher ist es, dass es den Wissenschaftlern der Technischen Universität Chemnitz 2012 gelang, 62,8 Millionen Euro an Drittmitteln einzuwerben, das sind etwa 45 Prozent des Gesamthaushaltes der TU. "Das ist ein großer Erfolg in der Universitätsgeschichte", freut sich Prof. Dr. Heinrich Lang, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der TU Chemnitz, und fügt hinzu: "Insgesamt wurden von Wissenschaftlern aller Fakultäten unserer Universität im vergangenen Jahr mehr als 1.300 Projekte bearbeitet." Die meisten Gelder kamen vom Bund und vom Land. So flossen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Bundeswirtschaftsministerium, von den sonstigen Bundesministerien sowie vom Freistaat Sachsen in Summe Drittmittel in Höhe von etwa 22 Millionen Euro an die TU. Einen leichten Zuwachs verzeichnete die TU Chemnitz in den vergangenen Jahren bei Projekten, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert wurden: "Es sind über 13,3 Millionen Euro, die von Wissenschaftlern der TU Chemnitz akquiriert wurden", ergänzt Prof. Lang. Ähnlich erfolgreich sei die Universität bei der Europäischen Union, die im vergangenen Jahr Projekte im Gesamtvolumen von 14,5 Millionen Euro bewilligte. Besonders aktiv beim Einwerben von Drittmitteln ist die Fakultät für Maschinenbau, die laut einem Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), das in der vergangenen Woche erschien, zur deutschen Spitzengruppe in Sachen Forschungsgelder gehört.

8,5 Millionen Euro der 2012 eingeworbenen Drittmittel kamen aus der Wirtschaft. "Besonders kleine und mittelständische Unternehmen der Wissenschaftsregion Chemnitz sind zum Erreichen einer hohen Innovationskraft auf die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen wie unsere Universität angewiesen", sagt Prof. Dr. Andreas Schubert, Prorektor für Wissens- und Technologietransfer der TU Chemnitz, und fügt hinzu: "Die Ergebnisse der universitären Grundlagenforschung können so sehr schnell von der Industrie genutzt werden." Auch mit Hilfe derartiger Kooperationen sei in Sachsen im letzten Jahr ein Spitzenwert bezüglich der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) erreicht worden. Der Anteil sächsischer FuE-Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag bei 2,88 Prozent und somit etwas höher als der Wert für Deutschland insgesamt von 2,80 Prozent. Und noch ein Aspekt ist aus Sicht des Prorektors Prof. Schubert wichtig: "Aus vielen innovativen Ideen, die in Drittmittelprojekten mit Unternehmen generiert wurden, resultierten auch in der jüngsten Vergangenheit erfolgreiche Ausgründungen, die nun zu einer nachhaltigen Stärkung und Bereicherung der regionalen Wirtschaft beitragen."

"Vorteilhaft für die Drittmittelbilanz unserer Universität sind zudem einige wichtige Großprojekte", meint Prof. Lang. So wurde die TU Chemnitz im Juni 2012 in die Gruppe der führenden, in der Exzellenzinitiative erfolgreichen Technischen Universitäten in Deutschland aufgenommen. Der in einem Umfang von 34 Millionen Euro bewilligte Bundesexzellenzcluster "Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) ist deutschlandweit der einzige Cluster auf dem zukunftsweisenden Technologiefeld "Leichtbau". Zudem sind Chemnitzer Wissenschaftler an einem Dresdner Exzellenzcluster beteiligt. Auch der Spitzentechnologiecluster "Energieeffiziente Produkt- und Prozessinnovationen in der Produktionstechnik" (eniPROD) der TU Chemnitz und des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, der 2009 im Rahmen der Sächsischen Exzellenzinitiative eingerichtet wurde, wird bis zum Jahr 2013 mit etwa 35 Millionen Euro gefördert.

Steigende Drittmittel wirken sich aus Sicht von Prof. Lang auch auf das Promotionsgeschehen und die Publikationsaktivitäten aus. So stieg die Anzahl der in der Universitätsbibliographie erfassten wissenschaftlichen Publikationen auf 1.837. "Das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr", sagt der Prorektor. Auch die Zahl der abgeschlossenen Promotionen stieg von 2011 bis 2012 von 124 auf 167. "Damit hat die TU Chemnitz erstmals einen Durchschnittswert von mehr als einer Promotion pro Professur erreicht", so Prof Lang.

Von diesen erfreulicheren Anstiegen erhofft sich die Universitätsleitung auch künftig weitere Initialzündungen in allen Fakultäten der TU - insbesondere für die Beantragung neuer Sonderforschungsbereiche, DFG-Forschergruppen und Graduiertenkollegs. "Grundlage für Forschung auf hohem Niveau ist eine wettbewerbsfähige Ressourcenausstattung und Infrastruktur", sagt Eberhard Alles, Kanzler der TU Chemnitz. Im Sinne einer nachhaltigen Gestaltung der TU Chemnitz in Bezug auf Größe, Form und Profil seien diese Rahmenbedingungen auch künftig in ausreichendem Maße sicherzustellen.

Stichwort: Drittmittel

Als Drittmittel bezeichnet man an Hochschulen die Anteile an der Finanzierung von Forschungsvorhaben, welche nicht aus dem Etat der vom zuständigen Wissenschaftsministerium bereitgestellten Mittel stammen, und im Wettbewerb mit anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen eingeworben werden.

Mario Steinebach
14.05.2013

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