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Vereinte Anstrengungen zahlen sich aus

Rektor Prof. Dr. Arnold van Zyl zieht eine positive Jahresbilanz und dankt allen, die sich dafür einsetzten - die Umsetzung des Hochschulentwicklungsplanes steht für 2013 an oberster Stelle

Sehr geehrte Studierende und Mitarbeiter der Technischen Universität Chemnitz,
sehr geehrte Absolventen, Freunde und Ehemalige unserer Universität,
sehr geehrte Kooperationspartner und Förderer der TU Chemnitz,

das Jahr 2012 neigt sich langsam seinem Ende zu. Das Weihnachtsfest und Silvester stehen vor der Tür. So wie Sie freue auch ich mich auf diese Tage. Lassen Sie uns gemeinsam auf ein für unsere Universität sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken, das ich an einigen Beispielen skizzieren möchte.

Wie Sie alle wissen, wurde die TU Chemnitz im Juni in die Gruppe der führenden, in der Exzellenzinitiative erfolgreichen Technischen Universitäten in Deutschland aufgenommen. Der in einem Umfang von 34 Millionen Euro bewilligte Exzellenzcluster MERGE ist deutschlandweit der einzige Cluster auf dem zukunftsweisenden Technologiefeld "Leichtbau". Zudem sind Chemnitzer Wissenschaftler an einem Dresdner Exzellenzcluster beteiligt. Nur wenige Wochen später erreichte uns eine weitere wichtige Förderzusage von mehr als 40 Millionen Euro: Ab 2013 entsteht auf dem Campus ein Neubau für das künftige Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen. Solche Erfolge wären nicht möglich, ohne die gründliche Vorbereitung und die Mitwirkung vieler TU-Angehöriger, ohne eine starke Vernetzung der Universität mit der Wirtschaft und einen intensiven internationalen Austausch. Wir sind stolz, die exzellente Forschung als Markenzeichen der TU Chemnitz nun noch stärker mit Leben auszufüllen.

Von diesen großartigen Projekten erhoffe ich mir weitere Initialzündungen in allen Bereichen unserer Universität - insbesondere für die Beantragung neuer Sonderforschungsbereiche, DFG-Forschergruppen und Graduiertenkollegs. Ich danke an dieser Stelle allen, die 2012 mit ihren Forschungsleistungen zur weiteren Profilbildung unserer Universität und zum hohen Drittmittelaufkommen beigetragen haben. In den kommenden Jahren werden wir aus der fakultätsübergreifenden Kooperation weitere Potenziale schöpfen können. Da bin ich mir ganz sicher.

Kommen wir nun zum Studium: Zum Wintersemester haben etwa 2.500 junge Menschen ein Bachelor- oder Masterstudium begonnen, darunter auch in sieben neuen Studienangeboten. Damit halten wir die Zahl der Studierenden weiterhin konstant über der Zehntausender-Marke. Seit dem Wintersemester 2012/2013 haben wir nun insgesamt 36 Bachelor- und 48 Masterstudiengänge im Programm, die weiterhin regelmäßig evaluiert werden. Weitere neue Angebote kommen hinzu. So können ab Wintersemester 2013/14 bis zu 100 Studienanfänger für das Lehramt an Grundschulen immatrikuliert werden. Die dafür notwendigen Voraussetzungen werden derzeit geschaffen.

Die Studierenden stehen an der TU Chemnitz in einem besonderen Fokus: Die Festigung von erfolgs- und bedarfsorientierter Lehre mit einem erkennbaren Absolventenprofil ist ein wichtiges Handlungsfeld innerhalb unseres Hochschulentwicklungsplanes. So konnten wir bereits eine breit angelegte Qualitätsoffensive ganz im Sinne der Studierenden starten. Unterstützt werden wir dabei durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Projekt "Qualitätspakt Lehre" und durch das vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst geförderte Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen.

Der Sächsische Landtag hat im September die Änderungen des Hochschulgesetzes verabschiedet. Nun ist es Aufgabe der Hochschulen, das neue Sächsische Hochschulfreiheitsgesetz auszuloten und bestmöglich umzusetzen - damit es das halten kann, was es schon dem Namen nach verspricht - nämlich: mehr Freiheit für die Hochschulen. Wichtig ist es unter anderem, die Erfolgsquote im Studium zu erhöhen und innerhalb der Regelstudienzeit noch mehr Studierende zum Abschluss zu führen. Neben den Studierenden selbst und den Hochschulen sind hier insbesondere die politischen Akteure gefragt. Die Rahmenbedingungen für Lehre und Hochschulverwaltung müssen stimmen, um jungen Menschen einen Abschluss innerhalb eines gebührenfreien Studiums gewährleisten zu können. Deshalb müssen die Hochschulen von weiteren Kürzungen verschont bleiben. Dafür wird auch das neue Rektorat, das seit Mai 2012 komplett ist, im kommenden Jahr weiter ringen.

Neben den vorangeschrittenen Baumaßnahmen - wie der Sanierung des Weinhold-Baus - spielen künftig die Verbindung und der Ausbau der Universitätsstandorte in Chemnitz eine wichtige Rolle. Ich denke dabei beispielsweise an den Umbau der Alten Aktienspinnerei zur Zentralbibliothek und an die Ansiedlung weiterer Universitätseinrichtungen entlang der Straßenbahntrasse des Chemnitzer Modells. Alle laufenden und künftigen Bauvorhaben werden in den kommenden Jahren dazu beitragen, die Studien- und Forschungsbedingungen an unserer Universität weiter zu verbessern. An dieser Stelle sei allen am Baugeschehen Beteiligten herzlich gedankt.

Zukunftsweisend für unsere Universität ist die zunehmende Verknüpfung mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Stadt. In enger Kooperation mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und An-Instituten der TU, mit der Stadtverwaltung und vielen Wirtschaftspartnern schaffen wir ideale Bedingungen, die eine praxisorientierte Ausbildung sowie Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung verbinden. Gute Voraussetzungen für den Sprung vom Hörsaal in die Selbstständigkeit bieten beispielsweise das Technologie Centrum Chemnitz und das Gründernetzwerk SAXEED, mit deren Hilfe in den vergangenen Jahren mehr als 140 Ausgründungen mit etwa 700 neuen Arbeitsplätzen generiert wurden.

Unsere Universität punktete 2012 erneut als familiengerechte Einrichtung. Vor wenigen Tagen erhielten wir das Zertifikat zum "audit familiengerechte hochschule". Die TU Chemnitz ist die erste Hochschule in Sachsen, die sich 2006 der Auditierung stellte und nun bereits zum dritten Mal unter Beweis stellen konnte, dass Familie und Universität perfekt zusammenpassen. Als familiengerechte Hochschule trägt insbesondere unsere Universität dazu bei, dass die Attraktivität von Chemnitz als Studien-, Arbeits- und Lebensort ständig steigt.

Wir haben in dem in vielerlei Hinsicht wichtigen Jahr für unsere Universität viel erreicht. Im Namen der Universitätsleitung danke ich Ihnen allen für Ihre Arbeit in den vergangenen Monaten und Ihre Unterstützung zum Wohle der TU Chemnitz. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest sowie Gesundheit, persönliches Wohlergehen und alles Gute für das vor uns liegende Jahr. Bringen Sie auch 2013 Ihre Ideen in die erfolgreiche Entwicklung unserer Universität mit ein.

An oberster Stelle steht für das kommende Jahr die Umsetzung unseres Hochschulentwicklungsplanes. Mit meinem Team der Universitätsleitung habe ich vier Schwerpunkte für die künftige Entwicklung der Technischen Universität Chemnitz formuliert. Der erste Fokus ist gerichtet auf die Studierenden, die mit Erfolg und einem klar erkennbaren Absolventenprofil die TU verlassen sollen. In der Forschung werden wir die fakultätsübergreifenden Schwerpunkte sowie leistungsstarke und transdisziplinäre Forschungspotenziale konsolidieren. Um sicherzustellen, dass die wissenschaftliche Arbeit und die Erfahrungen der Studierenden angereichert werden durch eine Vielzahl von Perspektiven und Meinungen, soll als drittes die Vielfältigkeit von Menschen, die an der TU tätig sind, künftig gesteigert werden. Der vierte Schwerpunkt liegt auf der Nachhaltigkeit der TU Chemnitz, die wir im engen Schulterschluss mit vielen Akteuren in der Stadt, in Sachsen und darüber hinaus sichern werden. Ich freue mich auf die konstruktive Zusammenarbeit mit Ihnen allen.

Ihr Prof. Dr. Arnold van Zyl

Rektor der Technischen Universität Chemnitz

Mario Steinebach
18.12.2012

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