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"Ihr werdet staunen! 1 + 1 = 11"

Stadt und Universität stellen die Bewerbung um den Titel "Stadt der Wissenschaft 2011" vor

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Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhold

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und der Rektor der Technischen Universität Chemnitz, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, haben heute die Bewerbung der Stadt Chemnitz um den Titel "Stadt der Wissenschaft 2011" vorgestellt.

Die zehnseitige Kurzbewerbung, die heute zugleich beim auslobenden Stifterverband der Deutschen Wissenschaft eingereicht werden muss, skizziert das Ziel nachhaltiger Stadtentwicklung. Es gilt, Potenziale aus Wissenschaft und Bildung zu nutzen, vernetzt zu denken und Kooperationen zu schaffen beziehungsweise auszubauen. Originelle Ideen und Projektformate sollen das Anliegen der Stadt der Wissenschaft tragen, Wissen und Wissenschaft an Bürgerinnen und Bürger aller Generationen zu vermitteln.

Chemnitz geht dabei unter dem Motto "Ihr werdet staunen! 1+1=11" in den Wettbewerb.

1+1=11, das heißt, es gibt 1+1 vordringliche Aufgaben für Chemnitz, die "ReGeneration der Kräfte" und das "Denken im Zentrum".

Der Themenschwerpunkt "ReGeneration der Kräfte" bezieht sich zum einen auf Chemnitz als traditionsreichen Standort, der an die Tradition der industriellen Moderne anknüpft, seine heutige Leistungskraft immer weiter entwickelt, neue Handlungsfelder sucht. Zum anderen bedeutet "ReGeneration der Kräfte" auch, Herausforderungen, wie sie zum Beispiel aus dem demografischen Wandel oder dem Fachkräftemangel entstehen, generationen- und spartenübergreifend zu begegnen.

Der zweite Schwerpunkt "Denken im Zentrum" meint, das Denken, die kreative Leistung, das für Chemnitz typische Tüftler-Gen in den Blickpunkt zu rücken. Damit wird Wissenschaft im Zentrum der Stadt und der Gesellschaft platziert. Bildung und Kreativität, Erfindergeist und Unternehmertum sind Stärken und zugleich Mittel bei der Entwicklung nachhaltiger Strategien. Zugleich bedeutet es mit der Ansiedlung weiterer universitärer Einrichtungen in der Innenstadt, Forschung mitten ins Leben zu holen und damit greifbar zu machen.

Nach Adam Ries, dem großen Rechenmeister unserer Region, soll die Bewerbung etwas Unmögliches schaffen und überraschen. Nämlich: 1+1=11.

Mindestens 11 nachhaltige Wirkungen soll die Lösung der beiden Aufgaben, "ReGeneration der Kräfte" und "Denken im Zentrum", mit sich bringen. So wurden in den vergangenen Wochen 11 Projektfelder entwickelt, die zusammengenommen ein Gesamtbild, eine gemeinsame Vision der Stadtentwicklung, ergeben.

Die 11 Projektfelder sind:
1. Chemnitz profitiert vom Austausch der Generationen.
2. Chemnitz eröffnet berufliche Perspektiven.
3. Chemnitz verführt zum Experimentieren und macht neugierig.
4. Chemnitz gewinnt durch aktives Mitwirken an der Energie-Wende.
5. Chemnitz inspiriert zum Querdenken und Mitgestalten.
6. Chemnitz mobilisiert für mehr Lebensqualität.
7. Chemnitz liefert den Stoff, aus dem die Träume sind.
8. Chemnitz fesselt durch eine Kultur des Dialogs und des Austauschs.
9. Chemnitz überzeugt durch Erfindergeist und Spitzentechnologien.
10. Chemnitz zieht an durch eine weltoffene Atmosphäre.
11. Chemnitz animiert zum Weiterdenken.

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zur Bewerbung um den Titel "Stadt der Wissenschaft":
"Viele Chemnitzer Unternehmen liefern Spitzenprodukte in die ganze Welt. Das ist dank der starken Netzwerke aus Bildung, Forschung und Wirtschaft möglich. Diese Netzwerke sind für unsere Stadt existenziell. Mit der Bewerbung um den Titel "Stadt der Wissenschaft" werden sie weiter wachsen, denn schon jetzt ist eine lebendige Bewegung entstanden. Allein rund 150 Unterstützer und fast genauso viele Projektideen zeigen, was aus der Idee schon geworden ist. Was uns bislang fehlt, ist der Stolz auf das Erreichte und das Wissen anderer über Chemnitz. Deshalb wollen wir den Sinneswandel, wenn 2011 das, was uns besonders auszeichnet, mit Kopf und Herz und allen Sinnen erlebbar wird."

Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, Rektor der Technischen Universität Chemnitz:
"1836 wurde in Chemnitz unsere Vorläufereinrichtung, die Königliche Gewerbschule, gegründet. In unserem Jubiläumsjahr 2011 - also dem Jahr, in dem wir uns als "Stadt der Wissenschaft" präsentieren möchten - sollen auch alle Bereiche der TU Chemnitz viel stärker als bisher in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Denn Spitzenforschung erklärt sich nicht von allein. Wir werden mit ungewöhnlichen Veranstaltungen Wissenschaft für alle Generationen erlebbar machen und schlagen dabei unter anderem den faszinierenden Bogen vom 290 Millionen Jahre alten Versteinerten Wald zum hochmodernen Mikro-Chip."

Seit dem Grundsatzbeschluss des Stadtrates am 2. September, sich am Wettbewerb um den Titel "Stadt der Wissenschaft 2011" zu beteiligen, ist zusammen mit zahlreichen Akteuren die jetzt vorliegende Bewerbungsschrift entwickelt worden. Etwa 150 Rückmeldungen von Unterstützern, verschiedenen Institutionen und Einrichtungen sind eingegangen. Während des Prozesses sind nahezu ebenso viele kreative Projektideen entstanden.

Die heutige Abgabe der zehnseitigen Kurzbewerbung ist ein Etappenziel und zugleich der Ausgangspunkt weiterer Aktivitäten: So werden nun Schritt für Schritt einzelne Projektgruppen eingerichtet, die themenbezogen weiter an diesen und möglicherweise weiteren Projekten arbeiten.

Zugleich heißt es Daumen drücken für den 20. November 2009: Dann verkündet der Stiftungsrat, welche drei Städte ausgewählt wurden, um bis zum 25. März 2010 eine Vollbewerbung abzugeben.

Ausführlichere Informationen finden sich im Internet unter http://www.chemnitz.de.

Ansprechpartner:
Projektkoordination "Stadt der Wissenschaft 2011": Stadt Chemnitz, Urs Luczak, Telefon 0371 4886135, E-Mail stadtderwissenschaft@stadt-chemnitz.de
Pressekontakt:
Stadt Chemnitz, Katja Uhlemann, Telefon 0371 4881530, E-Mail pressestelle@stadt-chemnitz.de,
TU Chemnitz, Mario Steinebach, Telefon 0371 531-31658, E-Mail pressestelle@tu-chemnitz.de

Katharina Thehos
15.10.2009

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