Großer Erfolg bei DFG-Forschungsförderung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert weiterhin die Forschungsgruppe FOR 5242 „Proximity-induzierte Korrelationseffekte in zwei-dimensionalen Elektronengasen“ – Sprecherschaft weiterhin an der TU Chemnitz
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Der DFG-Forschungsgruppe der TU Chemnitz gelang beispielsweise durch die kontrollierte Einbettung von Blei die Herstellung von Plumben, einer chemischen Verbindung ähnlich der von Graphen. Chitran Ghosal, Doktorand an der Professur Analytik an Festkörperoberflächen der TU Chemnitz, untersuchte im Rahmen seiner Promotion das Plumben im Detail. Foto: Doreen Dentel
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschungsgruppe FOR 5242 „Proximity-induzierte Korrelationseffekte in zwei-dimensionalen Elektronengasen“ für eine zweite Förderperiode. Dies teilte die DFG am 26. September 2025 in einer Pressemitteilung mit. Bereits seit Beginn liegt die Sprecherschaft dieser Forschungsgruppe an der Technischen Universität Chemnitz (Sprecher: Prof. Dr. Christoph Tegenkamp, Inhaber der Professur Analytik an Festkörperoberflächen), die damit auch in der kommenden Phase die Koordination des deutschlandweiten Forschungsverbunds übernimmt. Im Fokus der Forschungsgruppe steht die Untersuchung des Proximity-Effekts – also der Wechselwirkungen von Spin-Bahn-Kopplung, elektronischen Korrelationen und lokalen elektrischen Feldern mit zweidimensionalen Elektronengasen. Als Modellsystem dient dabei epitaktisches Graphen auf Siliziumkarbid (SiC), ein ideales zweidimensionales Elektronensystem mit vielfältigen Funktionalisierungsmöglichkeiten.
„Ziel ist es, den kontrollierten Übergang von linearen zu flachen Bändern in Graphen herbeizuführen und so neue elektronische Korrelationseffekte wie Supraleitung, Spin- und Ladungsdichtewellen, Mott-Zustände oder neuartige magnetische Phasen zugänglich zu machen. Damit leistet die Forschungsgruppe wichtige Grundlagenforschung für die Entwicklung von maßgeschneiderten Quantenmaterialien“, erläutert Tegenkamp. „Die Fortsetzung der Förderung ist eine Bestätigung für die hohe Qualität und Sichtbarkeit unserer bisherigen Arbeit. Als Sprecherhochschule freuen wir uns, die Forschungsgruppe auch in der zweiten Phase maßgeblich zu gestalten“, so der Chemnitzer Physikprofessor.
Die Forschungsgruppe setzt sich aus neun Teilprojekten in der experimentellen und theoretischen Physik zusammen, an denen insgesamt elf Principal Investigators (PIs) beteiligt sind. Vier Teilprojekte sind an der TU Chemnitz angesiedelt. Die Forschungsgruppe wird im zweiten vierjährigen Förderzeitraum mit rund 3,7 Millionen Euro zuzüglich einer 22-prozentigen Programmpauschale für indirekte Kosten gefördert.
Homepage der DFG-Forschungsgruppe: www.epigraphene.de
Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Christoph Tegenkamp, Telefon 0371 531-33103, E-Mail christoph.tegenkamp@physik.tu-chemnitz.de.
Stichwort: DFG-Forschungsgruppen
DFG-Forschungsgruppen ermöglichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Sie werden bis zu acht Jahre lang gefördert. Derzeit fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft 188 Forschungsgruppen, zehn Klinische Forschungsgruppen und 17 Kolleg-Forschungsgruppen. Klinische Forschungsgruppen sind zusätzlich durch die enge Verknüpfung von wissenschaftlicher und klinischer Arbeit charakterisiert, während Kolleg-Forschungsgruppen speziell auf geistes- und sozialwissenschaftliche Arbeitsformen zugeschnitten sind. Aktuell werden insgesamt vier DFG-Forschungsgruppen unter Sprecherschaft der TU Chemnitz gefördert.
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Mario Steinebach
26.09.2025