Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
TUCaktuell
TUCaktuell Forschung

Neuer Podcast beleuchtet Isaac Asimovs Gedanken zum Leben mit Robotern

Aktion „Eine Uni, ein Buch: Chemnitz liest Asimov“ wird mit einer neuen Podcast-Serie fortgesetzt – Jede Episode von „Roboter wie wir“ dreht sich um eine der Erzählungen aus Asimovs Band „Ich, der Roboter“

Bekannt geworden ist Isaac Asimovs Sammlung von Kurzgeschichten vor allem, aber nicht nur, durch die Roboter-Gesetze. Bereits in den 1940er Jahren wies der Science-Fiction-Autor darauf hin, dass ein Zusammenleben mit autonomen Maschinen nur auf der Grundlage von Gesetzen möglich ist – und dass damit eine Reihe von moralischen und ethischen Fragestellungen verbunden ist. Im Rahmen des vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geförderten Projekts „Chemnitz liest Asimov“ ist mit „Roboter wie wir – Asimov entdecken“ ein Podcast entstanden, der sich insbesondere mit Asimovs Erzählungen auseinandersetzt. Produziert wird der Podcast vom Sonderforschungsbereich (SFB) „Hybrid Societies“ an der Technischen Universität Chemnitz. Redaktionell und für die Moderation verantwortlich sind Christiane Attig und Ingmar Rothe, beide Wissenschaftliche Beschäftigte am SFB. Die Episoden erscheinen in loser Reihenfolge, die einführende Episode „Roboter wie wir: Einführung“ ist ab sofort verfügbar. 

Podcast macht verschiedene Perspektiven auf Asimovs Kurzgeschichten sichtbar

Wie der berühmte Erzählband, startet auch der Podcast mit einer Einführung, in der die beiden Hosts das Prinzip der Serie erklären und einen Ausblick auf die kommenden Folgen geben. Jede Episode stellt eine der Erzählungen Asimovs in den Mittelpunkt und diskutiert mit Gästen aus Wissenschaft und Forschung die zentralen Aspekte. Dabei geht es nicht um literaturwissenschaftliche Analysen, sondern um die Themen und Herausforderungen, die die jeweilige Geschichte eröffnet. „Eine der großen Stärken bei Asimov ist, dass er sich von immer neuen und überraschenden Seiten an die Grundproblematik heranarbeitet: Wie können wir mit autonomen Maschinen zusammenleben? Und welche Konflikte entstehen zwischen uns, den Robotern und zwischen den Gesetzen?“, sagt Prof. Dr. Christian Pentzold, Inhaber der Professur für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Leipzig sowie Leiter des Teilprojekts Öffentlichkeitsarbeit am SFB „Hybrid Societies“ und regelmäßiger Podcast-Gast.

Weitere Gäste bereichern den Podcast mit ihren wissenschaftlichen Perspektiven von Folge zu Folge. So sprechen Attig, Rothe und Pentzold in der ersten Folge mit Dr. Tatjana Noemi Tömmel, Philosophin am Fachgebiet „Ethik und Technikphilosophie“ an der Technischen Universität Berlin, und Prof. Dr. Sven Grawunder, Sprechwissenschaftler und Phonetiker an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, über die Erzählung „Robbie“, Kinderbetreuungs-Roboter und die Tücken der natürlich erscheinenden Sprachsynthese.

„Eine Besonderheit dieses Podcasts ist, dass wir in den meisten Fällen zu fünft diskutieren. Das ist zwar aufwändig, aber es entsteht eine große Vielfalt an persönlichen und disziplinären Perspektiven. Das macht das Projekt unheimlich spannend. Wir wollen Asimov nicht nur zugänglich machen, sondern ihn entdecken und mit seinen Impulsen weiterdenken“, so Christiane Attig, Host und Mitinitiatorin der TU-Bewerbung für die Aktion „Eine Uni, ein Buch“. In den nächsten Episoden sind Forscherinnen und Forscher unter anderem aus Rechtswissenschaft, Linguistik und Politikwissenschaft eingeladen.

Hintergrund: „Eine Uni, ein Buch“

Der Stifterverband und die Klaus Tschira Stiftung haben in Kooperation mit dem ZEIT Verlag das Programm „Eine Uni – ein Buch" ausgeschrieben. Sie zeichnen bundesweit die zehn besten Ideen und Aktionen von Hochschulen aus und fördern ihre Durchführung mit jeweils 10.000 Euro. Hintergrund der Ausschreibung: Der Doktorand redet mit dem Erstsemester, der Verwaltungsmitarbeiter mit dem Klinikchef, die Historikerin mit dem Maschinenbauer, die Muslima mit dem Christen, der Flüchtling mit den Campus-Anwohnern, die Sächsin mit dem Franken, die Professorin mit dem Sekretär, der IT-Spezialist mit der Bibliotheksmitarbeiterin und dem Leiter des Auslandsamtes. Kurz: Möglichst viele Mitglieder einer Universität tauschen sich über ein gemeinsames Thema oder Anliegen aus“, so der Stifterverband. In einer Online-Abstimmung haben Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz „Ich, der Roboter“ von Isaac Asimov ausgewählt.

Der Podcast kann auf verschiedenen Wegen gehört werden:

(Autor: Ingmar Rothe)

Matthias Fejes
05.08.2022

Alle „TUCaktuell“-Meldungen
Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

Presseartikel