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Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft
Ehemalige Mitarbeiter

Ehemalige Mitarbeiter


 
    Prof. Dr.
Dietmar Schubert
 
  (ehemaliger Lehrbeauftragter)

 

  • Geb. 1947, gest. 2015
  • Studium (Deutsch/Musik) am Pädagogischen Institut Zwickau
  • 1978 Promotion in Zwickau
  • 1985 Habilitation in Potsdam
  • Wichtigste Veröffentlichungen: "Lessing, Goethe, Schiller über Menschenbildung." (Berlin 1989 (Mhg.)), "'Man wird mich nennen hören...' Zum poetischen Vermächtnis Paul Flemings." (In: WB 10/84), "Paul Fleming in Rußland." (Zwickau 1990)
  • Forschungsschwerpunkte: Deutsche Literatur des 17. Jahrhunderts, insbesondere Paul Fleming und andere sächsische Lyriker des Barockzeitalters; Literatur des Renaissancehumanismus in erzgebirgischen Bergstädten

Ihm hab ich mich ergeben,
Zu sterben und zu leben,
Sobald er mir gebeut;
Es sei heut' oder morgen,
Dafür laß ich ihn sorgen,
Er weiß allein die rechte Zeit.
(Paul Fleming)

Zum Tod von Apl.-Prof. Dr. Dietmar Schubert

Mit großer Bestürzung haben wir vom plötzlichen Tod unseres Kollegen, Herrn Prof. Dr. Dietmar Schubert erfahren. Mit ihm verlieren wir nicht nur einen großartigen Kenner der Literatur der Frühen Neuzeit und des Barock, sondern darüber hinaus einen zutiefst geschätzten, engagierten, zuverlässigen und liebenswerten Mitarbeiter.

Herr Prof. Dr. Schubert, Jahrgang 1947, studierte Deutsch und Musik am Pädagogischen Institut Zwickau, wo er 1978 im Fach ‚Germanistische Literaturwissenschaft‘ promovierte. 1985 folgt die Habilitation in Potsdam mit Erteilung der Facultas docendi für das Fachgebiet ‚Deutsche Literatur von den Anfängen bis 1700‘. 1997 verleiht ihm die Philosophische Fakultät der TU Chemnitz die Venia legendi für ‚Neuere deutsche Literaturgeschichte‘, 2008 wird er zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Seit 1994 wirkte er als Lehrbeauftragter an der Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der TU Chemnitz; ferner war er langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik an der Universität Leipzig. Zu seinen wichtigsten Forschungsfeldern zählten die deutsche Literatur des 17. Jahrhunderts, insbesondere Paul Fleming und andere sächsische Lyriker des Barockzeitalters sowie die Literatur des Renaissancehumanismus in erzgebirgischen Bergstädten. Hierzu hat Herr Prof. Schubert zahlreiche und weithin rezipierte Veröffentlichungen vorgelegt, unter anderem „Lessing, Goethe, Schiller über Menschenbildung“, „‚Man wird mich nennen hören…’. Zum poetischen Vermächtnis Paul Flemings“ sowie „Paul Fleming in Russland“.

Zutiefst überzeugt vom aufklärerischen Bildungsideal galt Herrn Prof. Schubert die Lehre als Kernbereich der Wissenschaft. Hierbei sah er sich nicht vorrangig auf die bloße Vermittlung faktischen Wissens verpflichtet, sondern – ganz im Geist Lessings, eines seiner großen Vorbilder –, auf das fragende, forschende Streben nach Wahrheit und Erkenntnis. Diesen Geist belebte er mit einer Herzenswärme, die uns allen ein unnachahmliches Vorbild war. So umfassend vertraut er mit seinen Gegenständen war, stets war es ihm, wie er selbst einmal schrieb, eine „große Freude, auch in altvertrauten Texten immer wieder Neues und Überraschendes zu entdecken“. Bildung und Erziehung, insbesondere ästhetische Bildung und Erziehung, waren ihm nicht schmückendes Beiwerk, sondern Bedingung für die Bildung des Menschen selbst.

Seine große Liebe galt neben der Literatur auch der Musik. Selbst ein ausgezeichneter Pianist, bewunderte er insbesondere die Werke Robert Schumanns. Wer ihn je über Poesie oder Musik reden hörte, durfte erfahren, dass Liebe und Respekt die Grundvoraussetzungen für ein erkenntnisreiches Beforschen eben dieser Gegenstände sind.

Wir sind sehr traurig über seinen Tod, er wird uns sehr fehlen.

"Weil immer eine Kunst die ander' liebt und ehrt". Der Beitrag des Leipziger Dichterkreises zu Herausbildung einer deutschsprachigen Kunstdichtung. In: Künste und Natur in Diskursen der Frühen Neuzeit. Hrsg. von Hartmut Laufhütte. Teil I (= Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung, Bd. 35). Harrassowitz Verlag Wiesbaden, S. 635 - 644.
Sächsische Epicedia des 17. Jahrhunderts in der Ratsschulbibliothek Zwickau. In: Literarisches Leben in Zwickau im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Hrsg. Von Margarete Hubrath und Rüdiger Krohn. Kümmerle Verlag, Göppingen 2001, S. 215- 240. ISBN 3-87452-933-9
"Ein weltlichs Himmelreich, ein sterblichs Paradeis". Paul Flemings deutschsprachige Liebeslyrik. In: Thomas Borgstedt, Andreas Solbach (Hg.): Der galante Diskurs, Kommunikationsideal und Epochenschwelle. THELEM bei w.e.b., Dresden 2001, S. 213-224. ISBN 3-933592-38-0 (Rez.) Dieter Breuer: Grimmelshausen-Handbuch. München: Wilhelm Fink Verlag, 1999. In: Wirkendes Wort 51 (2001), S. 296-298. ISSN-Nr. 0935
"Der Genossene". Augustus Buchner und die "Fruchtbringende Gesellschaft". In: Gelehrte Gesellschaften im mitteldeutschen Raum (1650 - 1820). Teil III. Hrsg. von Detlef Döring und Kurt Nowak. Verlag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. In Kommission bei S. Hirzel Stuttgart/Leipzig 2001, S. 23-31. ISBN 3-7776-1208-1
"Der Genossene" - Augustus Buchner und die "Furchbringende Gesellschaft". Sächsische Akademie zu Leipzig. Tagung "Gelehrte Gesellschaften im mitteldeutschen Raum (1650 - 1820) - Folge III". 18. 2. 2000.
Ein "erschreckendes Monstrum"? - Johann Jacob Christoffel von Grimmelshausens Romanwerk "Der abenteuerliche Simplicissmus Teutsch". Auerbach/Vogtland. Veranstaltung der Ortsvereinigung der Goethe-Gesellschaft Auerbach. 21. 3. 2000.
"Er wußte sich nicht zu zähmen"? - Leben und Werk des Poeten Johann Christian Günther. Schlema. Veranstaltung der Ortsvereinigung der Goethe-Gesellschaft Aue. 16. 11. 2000.
Schönheit im Schatten der Vergänglichkeit. Das poetische Werk des Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau. Aue. Ortsvereinigung Aue-Schlema der Goethe-Gesellschaft, 22. 11. 2001.
Ein "erschreckliches Monstrum - Johann Jacob Christoffel von Grimmelshausens "Simplicissimus Teutsch". Plauen. Ortsvereinigung der Goethe-Gesellschaft. 18.02.2002
Die lange Reise des Paul Fleming. Hartenstein. Fleming-Haus. 31.10.2002
Paul Fleming. Leben und Werk. Goethekreis Plauen. 10.02.2003
Drucke Paul Flemings in der Zwickauer Ratschulbibliothek. Ratschulbibliothek Zwickau. 15.05.2003
Barthold Hinrich Brockes. Fleminghaus Hartenstein. 18.05.2003
Paul Fleming. Leben und Werk. Ortsvereinigung der Goethegesellschaft Auerbach/ Vogtland. 20.05.2003
"Schläft ein Lied in allen Dingen". Leben und Werk des Joseph von Eichendorff. Fleminghaus Hartenstein. 31.10.2003

 
  Bernadette Malinowski Prof. Dr.
Günter Peters
 
  (ehemaliger Inhaber der Professur)
E-Mail: peters.prometheus@...
  • Von 1995 bis 2010 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, dann Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft Geboren 1947 in Hannover
  • Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Soziologie in Köln und Heidelberg
  • Promotion zum Dr. phil. mit der Diss.: Der zerrissene Engel. Genieästhetik und literarische Selbstdarstellung im 18. Jh.. Stuttgart: Metzler 1982.
  • Wiss. Mitarbeiter am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der FU Berlin
  • Forschungsaufenthalt am Lion Feuchtwanger Institute for Exile Studies der USC Los Angeles und an der Huntington Library in Pasadena
  • Habilitation mit der Arbeit: Die Kunst der Natur. Ästhetische Reflexion in Blumengedichten von Brockes, Goethe und Gautier, München: Fink 1993.
  • Lehrstuhlvertretungen in Bayreuth, Mainz, Berlin und Aachen
  • Veröffentlichungen zur Sozialgeschichte des freien Schriftstellers, zu Goethes naturwissenschaftlicher Methode, zur Poetik der Frühromantik, zur literarischen Naturästhetik, zum Prometheus-Mythos und zum Verhältnis von Literatur und Musik
  • Projekt zur Geschichte und Poetik des literarischen Hörspiels
  • seit April 2010 emeritiert

 
  Körte PD Dr.
Mona Körte
 
  (ehemalige Vertretung der Professur)
  • Studium der Germanistik, Komparatistik, Soziologie und Psychologie in Frankfurt am Main und Berlin
  • 1994-1998: Promotionsstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung
  • 1998: Promotion am Institut für Literaturwissenschaft der Technischen Universität Berlin mit dem Thema Die Uneinholbarkeit des Verfolgten. Der Ewige Jude in der literarischen Phantastik
  • 1999-2007: Wissenschaftliche Assistentin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin
  • 2004: Max Kade Visiting Professor am German Department der University of Virginia Charlottesville/USA
  • 2008-2010: Forschungsstipendiatin der Gerda-Henkel-Stiftung
  • 2009: Habilitation an der TU Berlin am Institut für Literaturwissenschaft mit dem Thema Essbare Lettern. Brennende Schrift. ‚Buch- und Schriftvernichtung’ in der Europäischen Literatur der Neuzeit
  • 2010: Kurt-David-Brühl-Professorin am Centrum für Jüdische Studien an der Karl-Franzens-Universität Graz

 
  Graner M.A.
Lutz Graner
 
  (ehemaliger Mitarbeiter der Professur)
E-Mail: lutz.graner@...
  • Geboren 1977
  • Studium der Germanistik, Philosophie und Angewandten Sprachwissenschaft in Chemnitz
  • 01/2004 Lektor an der Pädagogischen Universität Wolgograd
  • 2005 Magister mit einer Arbeit über H. v. Kleists "Hermannsschlacht"
  • Ab Juni 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Chemnitz
  • Seit April 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld
  • Verleger von Lyrik und Kurzprosa
Publikationen, Vorträge, Rezensionen (Auswahl)
(zus. mit Michael Klemm) Chatten vor dem Bildschirm: Nutzerkommunikation als Fenster zur alltäglichen Computerkultur. In: Thimm, Caja (Hrsg.), Soziales im Netz. Sprache, Beziehungen und Kommunikationskulturen im Internet. Opladen /Wiesbaden 2000, S. 156-179.
Buch- und Theaterrezensionen, Künstlerportraits für div. sächsische sowie regionale Printmedien (2003-2007)
div. nicht-wissenschaftliche Texte für versch. Medien

Presseartikel