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Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft
Aktuelles

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Herzlich willkommen auf den Seiten der Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft.

08.10.2019 | Bitte beachten Sie folgende Veranstaltungshinweise:

  • Die Übung "Einführung in die Interkulturelle Literaturwissenschaft" wird erst am Montag, 21.10. erstmalig stattfinden. Die gleichnamige Vorlesung hingegen beginnt am nächsten Dienstag, 15.10.19

  • Das Seminar "Literarische Räume" startet am Donnerstag, 24.10.

11.04.2019 | Zu Gast: Saša Stanišić liest aus seinem neuen Roman HERKUNFT

Donnerstag, den 11. April 2019, 19 Uhr im TIETZ

»Herkunft bleibt ein Konstrukt« erklärt der Protagonist in Sasa Stanisics neuem Buch und schon auf den ersten Seiten erfährt der Leser, wie schwer es diesem Protagonisten fiel, die eigene Biographie in einen Lebenslauf zur Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft zusammenzufassen. Nicht weniger als 300 Seiten lässt sich Sasa Stanisic deshalb Zeit, um seiner eigenen Herkunft nachzuspüren. In einem kleinen Erzählkosmos – zusammengehalten durch die eigene Person – präsentiert er sie in Geschichte(n), Anekdoten, Beobachtungen, Momentaufnahmen über Generationen und Landesgrenzen hinweg. Wer aber meint, dass Sasa Stanisic trotz deutlich biographischer Bezüge sein eigenes Leben erzählt, der sei gewarnt: »Fiktion«, so heißt es an anderer Stelle »wie ich sie mir denke, ist ein offenes System aus Erfindung, Wahrnehmung und Erinnerung, das sich am wirklich Geschehenen reibt -- « und entsprechend präsentiert sich der letzte Teil des Buches als Choose-your-own-adventure, in dem der Leser selbst einmal in die Rolle von Sasa Stanicic schlüpfen kann.

Zum Tod von Prof. Dr. em. Bernd Leistner
(3. Mai 1939 – 27. Februar 2019)

Das Fach Germanistik hat einen großartigen akademischen Lehrer und herausragenden Wissenschaftler, zudem einen Meister des gesprochenen und geschriebenen Wortes verloren, der unter Literaturfreunden weit über die Universität hinaus bekannt gewesen ist: Prof. Dr. em. Bernd Leistner ist am 27. Februar nach kurzer, schwerer Krankheit in Leipzig verstorben.
Bereits 1992 wurde er an die damals sich noch in Gründung befindende Philosophische Fakultät der Technischen Universität auf den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur berufen. Für den 53jährigen Germanisten war dies der Höhepunkt einer bemerkenswerten Laufbahn, die mit einem Lehramtsstudium in den Fächern Deutsch und Geschichte begonnen hatte, dem ein mehrjähriger Schuldienst folgte. 1971 promovierte er an der Universität Leipzig mit einer Arbeit zum Werk von Johannes Bobrowski. Nach einem Auslandsaufenthalt im mazedonischen Skopje ging er 1973 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten nach Weimar, wo er sich den Klassikern zuwandte, insbesondere in einer größeren Studie, seiner Habilitationsarbeit, die Goethe-Rezeption in der DDR-Literatur untersuchte, um schließlich von 1988 an als Dozent am Leipziger Becher-Institut mit  Schriftstellern zu arbeiten. Bernd Leistner war somit bestens prädestiniert für den Lehrstuhl der Neueren deutschen Literatur in Chemnitz. Dies erwies sich auch darin, dass er nicht allein den eigenen Bereich erfolgreich aufbaute, sondern zudem tatkräftig an der weiteren Ausgestaltung der Philosophischen Fakultät mitwirkte, z. B. indem er mehrere Berufungsverfahren verantwortungsvoll zum Abschluss brachte. Von 1995 vertrat er die Philosophische Fakultät bis zu seiner Emeritierung auf dem Fakultätentag.
Bernd Leistner avancierte rasch zu einer markanten und zugleich geachteten Person innerhalb der Fakultät und auch außerhalb des Universitätsbetriebs – ein sichtbares Zeichen dafür war 1998 seine Aufnahme in die Sächsische Akademie der Künste.
Die Mitarbeiter schätzten seine kollegiale Umgangsform; jedweder professoraler Habitus war ihm fremd. Gemeinsame Kaffeerunden, die die Sekretärin genauso einschlossen wie die wissenschaftliche Hilfskraft, waren Usus; am Ende eines jeden Semesters organisierte er eine Wanderung für die germanistischen Lehrstühle – mit dem Ziel, sich untereinander noch besser kennenzulernen und den neuen Kollegen seine Heimat, das Erzgebirge, zu zeigen.
Leistner überzeugte und faszinierte durch sein breites Fachwissen, das sich auch auf andere Felder wie die Musik erstreckte. Seine Vorlesungen stellten intellektuelle Spaziergänge durch die deutsche Literaturgeschichte dar; sie waren stets gut besucht und nicht selten fand sich im Anschluss ein Kreis von Interessierten, mit dem er das Gespräch fortsetzte. Es gab Studenten, die auch noch lang nach  seiner Emeritierung, ja bis zu seinem Tode mit ihm in Kontakt standen.
Er war Literaturhistoriker und Literat zugleich, ein Essayist, der feinsinnig zu formulieren verstand, ausgestattet mit einem veritablen Sinn für Ironie. Diese besondere Art der Annäherung an den Gegenstand und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte anschaulich-prägnant und zugleich sprachlich originär zu fassen, hatten ihm bereits 1985 den Heinrich-Mann-Preis eingebracht.
Unnachsichtig verfolgte er jedwedes sprachliches Ungenügen; er erzog Studenten und Mitarbeiter gleichermaßen zu einem bewussten Umgang mit dem Kulturgut Sprache; er war ein „Homme de lettres“, wie es nur noch wenige gibt.
Der Emeritus Leistner setzte sich 2004 mitnichten zur Ruhe, er schrieb Aufsätze und Bücher -– 2017 die Autobiographie „Im Lauf der Zeiten. Erinnerungssplitter“ –, hielt zahlreiche Vorträge, saß zeitweise im Vorstand der Goethe-, Kleist- und Schiller-Gesellschaft und für die Freunde der Chemnitzer-Stadtbibliothek organisierte er Autorenlesungen
Die Kunde von seinem Tode hat seine ehemaligen Arbeitskollegen und Freunde mit großer Trauer erfüllt; in unseren Erinnerungen lebt er weiter, und in den Texten, die er hinterlassen hat, bleibt er uns gegenwärtig.

(Uwe Hentschel im Namen der Professur für Neuere deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft sowie der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz)

10.01.2019 | Zu Gast: Kristof Magnusson - Übersetzer aus dem Isländischen

am 10. 01.2019 um 09:15 Uhr hält Kristof Magnusson (www.kristofmagnusson.de), Übersetzer aus dem Isländischen, in Raum 2/D101 (C24.101) im Rahmen des Seminars "Literarisches Übersetzen" (Bothe / Müller) einen Vortrag, in dem er über seine beruflichen Erfahrungen und allgemein über das Berufsbild des Übersetzers sprechen wird. Der Vortrag ist offen für alle Interessierten.

11.06.2018 | Vortrag "Türkisch oder Deutsch, Deutsch oder Türikisch? Identitätsdiskurse in interkultureller Literatur"

Am 11. Juni, um 19 Uhr, haben wir die Komparatistin Esra Canpalat (Bochum) zu Gast im Club der Kulturen (CdK, Thüringer Weg 3). Sie wird dort zum Thema "Türkisch oder Deutsch, Deutsch oder Türkisch? Identitätsdiskurse in interkultureller Literatur." einen Vortrag mit anschließender Diskussion halten, in dem sie sich unter anderem mit Werken von Emine Sevgi Özdamar, Fakir Baykurt und Feridun Zaimoglu beschäftigt.

Die Professuren DaF/DaZ und NDVL laden hierzu herzlich ein. Der Eintritt ist selbstverständlich für alle Interessierten frei; der Getränkeausschank des CdK ist an diesem Abend geöffnet.

Informationsveranstaltung zu den neuen Masterstudiengängen InGe und SeMu

Am 24. April findet eine Veranstaltung rund um die neuen Masterstudiengänge "Interkulturelle Germanistik" sowie "Semiotik und Multimodale Kommunikation" statt.
Datum: 24. April
Beginn: 17:30 Uhr
Raum: 2/NK004

Neue Masterstudiengänge Interkulturelle Germanistik und Semiotik und Multimodale Kommunikation

Ab dem Wintersemester 2018/19 gibt es zwei neue Masterstudiengänge. In der Übersicht über die Studiengänge gibt es mehr zu erfahren über InGe und SeMuKo.

Veranstaltungshinweis:

Das literarische Quartett – 2 Professoren – 3 Studenten – 5 Bücher

Das Literarische Quintett ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Fachschaftsrates Philosophische Fakultät, der Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie der Universitätsbibliothek.

nächster Termin: 18.04.2018, 19.00 Uhr, Neue Sächsische Galerie

Weitere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungsseite.

Die Übersicht über das Veranstaltungsangebot der Professur im WS 2017/18 finden Sie in der Veranstaltungsübersicht und im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis.

 

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