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Fachbereich Germanistik
Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
Fachbereich Germanistik 

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis für das Sommersemester 2026

Professur Deutsch als Fremdsprache

Die Vorlesung führt ein in die zentralen Vermittlungsgegenstände des Faches Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (deutsche Sprachstrukturen aus der Fremdperspektive, Fachsprache, Wissenschaftssprache, deutsche Literatur) sowie die Forschungsdisziplinen, die das Handwerkszeug für eine erfolgreiche Vermittlung des Deutschen für spezifische kommunikative Erfordernisse bereitstellen (Linguistik, Sprachlernforschung, interkulturelle Hermeneutik und Landeskunde).

Teilnehmerkreis:
B_Ge_2, SEDF_2, B_AA__4, B_Po_6, B_Ps_6
Dozent:
Thielmann, W.
Zeit / Raum:
Do. 09:15-10:45 (2/D301)
Veranstaltungsbeginn:
9.4.26
Prüfungsleistung: Klausur - 2 ECTS2 Semesterwochenstunden
 
 

Die erfolgreiche Vermittlung des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache erfordert eine präzise Kenntnis der deutschen Sprachstrukturen, auch aus komparativer Perspektive, und ihres Erwerbs. Das Seminar vermittelt vertiefte Kenntnisse der Strukturen der deutschen Sprache aus der Eigen- und Fremdperspektive (insbesondere Wortarten, syntaktische Funktionen, topologische Satzstruktur, Phrasensyntax, Kasus, Verbmorphologie, Wortbildung, Sprachtypologie) und führt in die Zweitspracherwerbsforschung ein (insbesondere Spracherwerbshypothesen, Erwerbssequenzen, Profilanalyse). Diese Erkenntnisse werden anschließend auf die sprachdidaktischen Konzepte gängiger Lehrwerke und institutionell relevanter Prüfungsformate bezogen.

 

Teilnehmerkreis:
M_GI 2, für diejenigen, die noch den alten Master studieren, zählt das als das Seminar "Medium Sprache". 
Dozent:
Thielmann, W.
Zeit / Raum:
Mi 09:15-10:45 (2/N106)
Veranstaltungsbeginn:
8.4.26

Gegenstand des Kolloquiums sind die zentralen Schritte bei der Abfassung einer wissenschaftlichen Qualifikationsarbeit: Themenfindung, Formulierung der wissenschaftlichen Fragestellung, Literaturauswahl, Lektüre und Auswertung wissenschaftlicher Literatur auf die eigene Fragestellung hin; Untersuchungsmethoden; Darstellung des Forschungsstandes, Darstellung des eigenen Untersuchungsvorhabens, Präsentation der Untersuchungsergebnisse, Resümieren. 

Teilnehmerkreis:
M_GI_4, B_Ge_6
Dozent:
Thielmann, W.
Zeit / Raum:
Do 11:30-13:00 (2/N106)
Veranstaltungsbeginn:
9.4.26
Prüfungsleistung: aktive Mitarbeit und Präsentation des eigenen Vorhabens
 

Als Lehrkraft unterrichten Sie Schüler*innen mit unterschiedlichsten Sprachbiographien und Sprachständen. Um den sprachlichen Voraussetzungen Ihrer (DaZ-)Lernenden gerecht werden zu können, brauchen Sie Wissen über migrationsgesellschaftliche Realitäten, Spracherwerbsverläufe in Erst- und Zweitsprache, Kenntnisse der Besonderheiten der deutschen Sprache sowie die Fähigkeit, erworbene sprachliche Strukturen angemessen einzuschätzen und darauf aufbauend passende methodisch-didaktische Settings zu entwickeln. .Im Seminar „Zweitspracherwerb“ beschäftigen wir uns mit Theorien, Methoden und Erkenntnissen aus der Erst- und Zweitspracherwerbsforschung. Sie vertiefen Ihr Wissen im Bereich Migration, Sprache und Sprachgebrauch. Durch die ausführliche Auseinandersetzung mit der Genese und Durchführung eines diagnostischen Verfahrens erwerben Sie notwendige Kompetenzen, um die Sprachstände Ihrer mehrsprachigen Schüler*innen differenziert beurteilen zu können.Als Prüfungsleistung verfassen Sie eine 8-seitige Hausarbeit, in der Sie unter Berücksichtigung von Ergebnissen aus der Zweitspracherwerbsforschung selbstständig eine Profilanalyse an einem Lerner*innentext durchführen. Studierende, die nach der Studienordnung von 2016 studieren, fertigen als Prüfungsleistung eine Lehrwerksanalyse an.

 

Teilnehmerkreis:
SELADe6, SELADe4, SEDF__2, B_AA__4
Dozent:
Lüssenhop, M.
Zeit / Raum:
Do 11:30-13:00 (A10.309)
Veranstaltungsbeginn:
9.4.26

Als Lehrkraft unterrichten Sie Schüler*innen mit unterschiedlichsten Sprachbiographien und Sprachständen. Um den sprachlichen Voraussetzungen Ihrer (DaZ-)Lernenden gerecht werden zu können, brauchen Sie Wissen über migrationsgesellschaftliche Realitäten, Spracherwerbsverläufe in Erst- und Zweitsprache, Kenntnisse der Besonderheiten der deutschen Sprache sowie die Fähigkeit, erworbene sprachliche Strukturen angemessen einzuschätzen und darauf aufbauend passende methodisch-didaktische Settings zu entwickeln. .Im Seminar „Zweitspracherwerb“ beschäftigen wir uns mit Theorien, Methoden und Erkenntnissen aus der Erst- und Zweitspracherwerbsforschung. Sie vertiefen Ihr Wissen im Bereich Migration, Sprache und Sprachgebrauch. Durch die ausführliche Auseinandersetzung mit der Genese und Durchführung eines diagnostischen Verfahrens erwerben Sie notwendige Kompetenzen, um die Sprachstände Ihrer mehrsprachigen Schüler*innen differenziert beurteilen zu können.Als Prüfungsleistung verfassen Sie eine 8-seitige Hausarbeit, in der Sie unter Berücksichtigung von Ergebnissen aus der Zweitspracherwerbsforschung selbstständig eine Profilanalyse an einem Lerner*innentext durchführen. Studierende, die nach der Studienordnung von 2016 studieren, fertigen als Prüfungsleistung eine Lehrwerksanalyse an.

 

Teilnehmerkreis:
SELADe6, SELADe4, SEDF_2, B_AA_4
Dozent:
Lüssenhop, M.
Zeit / Raum:
Do 09:15-10:45 (A10.309)
Veranstaltungsbeginn:
9.4.26

Ausgehend von den "großen Hypothesen" zum Zweitspracherwerb befasst sich das Seminar mit den Erkenntnissen der Zweitspracherwerbsforschung und ihren Implikationen für eine Didaktik des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache sowie für die sprachliche Integration von Migranten (Sprachstandsmessung, Bilingualismus, Mehrsprachigkeit und muttersprachlicher Unterricht).

 

Teilnehmerkreis:
B_Ge__4, B_Ge__2
Dozent:
Thielmann, W.
Zeit / Raum:
Di 11:30-13:00 (2/W066)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26
Prüfungsleistung: Hausarbeit (alternativ zum Seminar Linguistik und Didaktik DaFZ im 5. Semester) - 4 ECTS (ohne Hausarbeit); 6 ECTS (mit Hausarbeit)
 

Kurstragende Lehrwerke spielen im DaF/DaZ-Unterricht eine maßgebliche Rolle, weshalb es lohnenswert ist, sich kritisch mit dem zu verwendenden Lehrwerk auseinanderzusetzen.Im Rahmen dieses Seminars führen wir beispielhaft anhand des Lehrwerks „Pluspunkt Deutsch – Leben in Deutschland“, das auch für Integrationskurse zugelassen ist, eine Lehrwerksanalyse durch und betrachten dabei nacheinander die Passung der im Lehrwerk behandelten Themen, die Lehrbuchtexte, die Grammatikprogression und die Übungsaufgaben. Gegen Ende des Seminars können Sie sich selbst an der Analyse eines selbst gewählten Lehrwerks versuchen.

Teilnehmerkreis:
B_Ge_6, B_Ge_4
Dozent:
Fuchs, S.
Zeit / Raum:
Di 11:30-13:00 (A13.221)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26

In diesem Seminar beschäftigen wir uns ausgehend von den Erkenntnissen der empirischen Zweitspracherwerbsforschung eingehend mit dem Verfahren der Profilanalyse. Im Rahmen des Seminars werden wir die Profilanalyse nach Grießhaber auf verschiedene Datensätze (Lernertexte & Transkripte, Lehrwerkstexte) und auf verschiedene Varietäten des Deutschen z.B. Fach- und Wissenschaftssprache anwenden. In den Blick genommen werden aber auch vermittlungsrelevante Themenfelder wie die Fehleranalyse und Fehlerkorrektur sowie das Prüfen und Testen.

Teilnehmerkreis:
B_Ge_4
Dozent:
Fuchs, S.
Zeit / Raum:
Di 13:45-15:15 (A13.221)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26

Professur Deutsche Literatur- und Sprachgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Die Vorlesung führt vor dem Hintergrund neuerer Forschungen, doch mit durchaus eigenem Ansatz in die wichtigsten Werke der mittelalterlichen Heldendichtung ein. Insbesondere das europäische Frühmittelalter wird einen breiteren Raum einnehmen (u. a. ‚Beowulf‘, ‚Hildebrandslied‘, ‚Waltharius‘). Daneben kommen der Nibelungen-Komplex und die Dichtungen um Dietrich von Bern ausführlicher zur Sprache. Schließlich sollen noch weitere europäische und außereuropäische Traditionslinien (insbesondere zur altnordischen Saga-Literatur) gezogen werden. Die Vorlesung setzt keine Vorkenntnisse voraus. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Teilnehmerkreis:
B_Ge_6, B_Ge_4, B_Ge_2, B_AA_4, B_Ko_4, B_Po_4, B_Po_6, B_Ps_6, SGphilSS
Dozent:
Fasbender, Ch.
Zeit / Raum:
Di 17:15-18:45 (C10.005)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26
OPAL-Kurs
 

Warum heißt das Buch eigentlich „Buch“, und warum bilden wir den Plural „Bücher“? Achtlos gehen wir an solchen Selbstverständlichkeiten vorbei („Keine Ahnung, das heißt schon immer so“), als sei Sprache – wie in der Bibel dargelegt – tatsächlich etwas einmal von Gott Gegebenes. Demgegenüber veranschaulicht die Übung, wie komplex die hinter unserem Deutsch stehenden Sprach-Geschichten sind, wie man jedes Wort mit Gewinn auf die Goldwaage legen kann (und muss). Sie führt ein in die Grundlagen der historischen Grammatik („Bücher“) und der historischen Semantik („Buch“). Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber ein Interesse an der deutschen Sprache wird vorausgesetzt. Alle Unterrichtsmaterialien werden gestellt. Ich bitte um Einschreibung in OPAL.

Teilnehmerkreis:
SELADe2, B_AA_2, B_AA_4, B_Po_6, B_Ps__6, SGphilSS
Dozent:
Fasbender, Ch.
Zeit / Raum:
Mi 11:30-13:00 (C10.101)
Veranstaltungsbeginn:
8.4.26

Warum heißt das Buch eigentlich „Buch“, und warum bilden wir den Plural „Bücher“? Achtlos gehen wir an solchen Selbstverständlichkeiten vorbei („Keine Ahnung, das heißt schon immer so“), als sei Sprache – wie in der Bibel dargelegt – tatsächlich etwas einmal von Gott Gegebenes. Demgegenüber veranschaulicht die Übung, wie komplex die hinter unserem Deutsch stehenden Sprach-Geschichten sind, wie man jedes Wort mit Gewinn auf die Goldwaage legen kann (und muss). Sie führt ein in die Grundlagen der historischen Grammatik („Bücher“) und der historischen Semantik („Buch“). Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber ein Interesse an der deutschen Sprache wird vorausgesetzt. Alle Unterrichtsmaterialien werden gestellt. Ich bitte um Einschreibung in OPAL.

Teilnehmerkreis:
SELADe2, B_AA_2, B_AA_4, B_Po_4, B_Po_6, B_Ps_6, SGphilSS
Dozent:
Fasbender, Ch.
Zeit / Raum:
Mi 13:45-15:15 (C10.101)
Veranstaltungsbeginn:
8.4.26

Das Seminar führt in Geschichte, Struktur und Wirkung des ‚Schildbürgerbuchs‘ von 1598 ein und richtet den Blick zugleich auf seinen unmittelbaren Vorläufer, das ‚Lalebuch‘ von 1597. Ausgangspunkt ist die frühneuzeitliche Erzählung des fiktiven Örtchens Laleburg (später Schilde/Schiltburg), dessen Bewohner – einst wegen ihrer Klugheit an Fürstenhöfen begehrt – aus Selbstschutz beschließen, sich fortan als Narren auszugeben. Aus taktischer Verstellung scheint allmählich echte Torheit zu werden: Man baut ein dreieckiges Rathaus ohne Fenster, trägt Licht in Säcken hinein, zieht eine Kuh zum Grasen auf die Stadtmauer oder wählt den Schweinehirten zum Stadtoberhaupt. Diese und ähnliche Episoden begründeten die sog. „Schildbürgerstreiche“ – heute v.a. ein Synonym für bürokratischen Irrsinn und aberwitzige Fehlplanung.

Im Seminar untersuchen wir, wie sich diese Erzähltradition aus dem ‚Lalebuch‘ heraus entwickelt, wie die Sentenz „consuetudo est altera natura“ – Gewohnheit als zweite Natur – den moralischen Rahmen bildet und wie aus einem komplexen Schwankroman ein Kinderbuchklassiker und schließlich eine Alltagsmetapher werden konnte – freilich: „Je länger die Schildbürger, na ja, Kulturgut waren, vom literarischen Erbe zum Kinderbuch, und von daher zur Alltagsmetapher wurden, desto eindeutiger scheint es: Sie sind dumm. Aber ganz und gar wird die Nachfrage nie verdrängt: Oder stellen die sich nur dumm?“ (Markus Metz/Georg Seeßlen)

Einbezogen werden auch populäre Aneignungen wie die Selbstinszenierung des nordsächsischen Schildau als „Heimat der Schildbürger“. Das Seminar verbindet historische Kontextualisierung, textnahe Lektüre und kulturwissenschaftliche Perspektiven, um die erstaunliche Langlebigkeit dieser „verkehrten Welt“ zu verstehen.

Die Texte werden über OPAL bereitgestellt.

Teilnehmerkreis:
SELADe4, B_Ge__4, B_Ko__4, B_Ps__6
Dozent:
Jurchen, S.
Zeit / Raum:
Do 09:15-10:45 (C10.002)
Veranstaltungsbeginn:
9.4.26

„Dunkel war’s, der Mond schien helle …“ – so beginnt ein ‚Klassiker‘ der modernen Unsinnsdichtung, und ja: wir können das Unsinnsdichtung nennen. Allerdings existieren solche Gedichte, die auf der Basis von „Adynata“ funktionieren, schon seit über 800 Jahren. Was heute als „Unsinn“ vor allem zur Anregung kindlicher Phantasie auf den Buchmarkt spült, war nicht immer so liebevoll-zweckfrei. Als „Lügendichtung“ hatten die Texte, die von einer verkehrten, ja unmöglichen Welt berichten durchaus utopisches, mithin gesellschaftspolitisches Potential. Die Veranstaltung führt ein in die lange Geschichte dieser Dichtung, ihre Formen und ihre Funktionen. Und wir diskutieren den Weg dieser Dichtung in Kinderzimmer und Schule anhand nagelneuer Bücher zur Sache.  

Wer schon jetzt ein Erinnerungsstück daran erwerben will, greife nach dem Reclam-Heft: Von achtzehn Wachteln und dem Finkenritter. Deutsche Unsinnsdichtung des Mittelalters, hg. von Horst Brunner, Stuttgart 2014.

Teilnehmerkreis:
SELADe 4, B_Ge_4, B_Ko_4, B_Ps__6
Dozent:
Fasbender, Ch.
Zeit / Raum:
Di 09:15-10:45 (2/N 005)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26

Die Populärkultur ist voller falscher Mittelalterbilder, die diese Zeit als grausame, verblendete und wissenschaftlich zurückgebliebene Schwundstufe der menschlichen Entwicklung zeigt. Im Seminar wollen wir mit Fokus auf die mittelalterliche und frühneuzeitliche Medizin mit diesen falschen Bildern aufräumen und betrachten, wie weit die Heilkunst für Ihre Zeit tatsächlich fortgeschritten war. Wir werden einigen skurrilen Rezepten und Ärzten begegnen, Heilmittel auswerten, die auch heute noch in der Naturheilkunde relevant sind und uns gemeinsam die antiken Grundlagen der Medizin erarbeiten. Ziel des Seminars ist eine Transferleistung: Die im Seminar besprochenen Inhalte sollen für Schüler*innen im Grundschulalter mittels von den Studierenden erstellten Lehrmaterialien didaktisch neu aufgelegt werden. 

Teilnehmerkreis:
SELADe 4, B_Ge_4, B_Ko_4, B_Ps__6, geöffnet für Interessierte
Dozent:
Kirchberger, L.
Zeit / Raum:
Fr 13:45-15:15 (C10.102)
Veranstaltungsbeginn:
17.4.26

Kaum ein anderes Werk der mittelalterlichen Dichtung Frankreichs hat solche Wellen geschlagen wie der ‚Rosenroman‘, in dessen Zentrum die Suche nach einer vielfach lesbaren Rose steht. Um 1230 von Guillaume de Lorris verfasst, 40 Jahre später von Jean Chopinel de Meun vollendet, löste das Werk anderthalb Jahrhunderte nach seiner Entstehung den ersten großen Literaturstreit Frankreichs aus. Federführend bei dieser „Querelle littéraire“ war Christine de Pisan, die gegen de Lorris und de Meun die Ehre der Frauen zu verteidigen suchte. Die Kontroverse wuchs sich mit prominenten Teilnehmern wie Jean Gerson (Theologe und Kanzler der Pariser Universität) oder Jean de Montreuil (Humanist, Propst von Lille und späterer Sekretär des Königs) zu einer regelrechten „Staatsaffäre“ aus: „Besonders bemerkenswert an diesem Streit ist jedoch, daß die Gegner des ‚Rosenromans‘, die gegen ihn moralische Einwände vorzubringen haben, uns andererseits das beste Zeugnis für seine literarische Wirkung liefern: Nicht allein die ‚Epistre au dieu d’Amour‘, mit der Christine den Streit eröffnet hatte, und ihr ‚Dit de la Rose‘, sondern auch Gersons wichtigster Beitrag zu der Kontroverse, sein ‚Traictié contre le Roumant de la Rose‘, sind ganz im Stil des Rosenromans geschrieben!“ (Karl August Ott)Das Seminar ist der textuellen Erschließung des 22 000 Verse starken Romans gewidmet mit einem Seitenblick auf die Illustrationen der in rund 300 Handschriften überlieferten Dichtung. Der begleitende Lektürekurs gilt der Aufarbeitung der historischen Kontroverse, deren wichtigste Etappen über die entsprechenden Textzeugen in den Blick genommen werden. 

Der ‚Rosenroman‘ (Ausgabe Ott) ist als zweisprachiges E-Book über die Universitätsbibliothek verfügbar. Die in englischer Übersetzung vorliegenden Streitschriften werden über OPAL bereitgestellt. Eine Vorablektüre des Werkes ist wünschenswert, aber keine Voraussetzung für den Besuch der Veranstaltung.

Teilnehmerkreis:
M_GI__2, M_SM__2
Dozent:
Jurchen, S.
Zeit / Raum:
Di 09:15-10:45 (C25.021)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26

Im gemeinsamen Kolloquium erhalten Sie die Möglichkeit, Ihre Abschlussarbeiten (Bachelor, Master) mit mediävistischem Schwerpunkt vorzustellen und in großer Runde mit Dozierenden und anderen Studierenden zu besprechen. Wir klären Fragen, Probleme und Herausforderungen beim Erstellen einer Abschlussarbeit und werden über das Semester hinweg kontinuierlich Ihren Schreibprozess evaluieren. Auf Anfrage können weitere Lehrkräfte der Professur eingeladen werden, um ein möglichst direktes und zielorientiertes Betreuungsverhältnis zu gewährleisten. In der ersten Sitzung werden wir gemeinsam den Seminarplan ausarbeiten und gegebenenfalls über die Vorstellung der Arbeiten hinaus einige Grundlagensitzungen einbauen.

Teilnehmerkreis:
M_GI__4, B_Ge__6, geöffnet für Interessierte
Dozent:
Kirchberger, L.
Zeit / Raum:
Di 11:30-13:00 (A10.368)
Veranstaltungsbeginn:
14.4.26
OPAL-Kurs
 

Der Lektürekurs ist als Begleitveranstaltung zum Seminar „Rose is a rose is a rose. Der Streit um den ‚Rosenroman‘“ konzipiert. Im Zentrum steht die historische Kontroverse um den französischen ‚Rosenroman‘ (13. Jh.), die anhand ausgewählter historischer Textzeugnisse in englischer und deutscher Übersetzung in den Blick genommen wird. Ein Reader mit den Texten wird auf OPAL bereitgestellt. Die Veranstaltung wird über Zoom abgehalten. Die Terminfindung erfolgt in Rücksprache mit den Studierenden zu Semesterbeginn im zugeordneten Seminar am 7.4.

Teilnehmerkreis:
M_GI_2
Dozent:
Jurchen, S.
Zeit / Raum:
digital
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26

 

Teilnehmerkreis:
B_Ge__2
Dozent:
Hennig, M.
Zeit / Raum:
Mo 09:15-10:45 (A10.367.1)
Veranstaltungsbeginn:
13.4.26
OPAL-Kurs
 

„Als die deutsche Sprache um 870 von dem Mönch Otfrid von Weißenburg im Elsaß erstmals auf ihre Brauchbarkeit für die Wiedergabe des göttlichen Wortes überprüft wurde, zeigte der Autor Skepsis. Das Deutsche erschien ihm als unkultiviert, bäurisch und ungebildet. Es zählte ja nicht zu den ‚heiligen‘ Sprachen wie das Hebräische, Griechische und Lateinische. Dennoch gilt das Bemühen der theologischen Dichter und Übersetzer das ganze Mittelalter hindurch, das Deutsche vom Lateinischen zu emanzipieren.“ (Erich Straßner)

Im Fokus des Seminars steht die deutsche Sprachkulturgeschichte vom 8. bis 16. Jh., die anhand von Sprachreflexionen zeitgenössischer Autoren und schöngeistigen Textzeugen nachgezeichnet werden soll: Die Veranstaltung nimmt das Ringen um Sprach(r)einheit, Sprachrichtigkeit und Sprachschönheit, die Furcht vor Sprachverderbnis und Sprachzerstörung in den Blick, aber auch jene Akteure, die sich wie die ‚unreinen Scribenten‘ der frühen Neuzeit darauf verstanden, aus dem provokativen Spiel mit der Norm (schöngeistiges) Kapital zu schlagen.

Teilnehmerkreis:
B_Ge__4
Dozent:
Jurchen, S.
Zeit / Raum:
Mo 11:30-13:00 (A10.367.1)
Veranstaltungsbeginn:
13.4.26

Das Ziel des Seminars ist die selbstständige Erarbeitung einer Projektmappe zum Thema Mittelalterrezeption. Dieser Arbeitsprozess wird über das Semester hinweg mit Einzelsitzungen begleitet werden, in denen der Fortschritt ausgewertet und Fragen zum methodischen Vorgehen geklärt werden. Das Seminar wird inhaltlich an das im WS 25/26 durchgeführten Iwein-Seminar anknüpfen und die in der Ausstellung verhandelten Schwerpunkte kreativ weiterführen.

 

Teilnehmerkreis:
B_Ge__6, geöffnet für Interessierte
Dozent:
Kirchberger, L.
Zeit / Raum:
Fr 11:30-13:00 (C24.221)
Veranstaltungsbeginn:
17.4.26
OPAL-Kurs
 

Professur Germanistische Sprachwissenschaft

Während sich die synchrone Systembetrachtung in der Linguistik zunächst darauf konzentrierte, in ihren Analysen beim Morphem zu beginnen und beim Satz zu enden, markiert der Text als Analyseeinheit einen wissenschaftsgeschichtlich aufschlussreichen Übergangsbereich zwischen strukturalistischen Perspektiven einerseits und post-strukturalistischen Verlagerungen des sprach-, geistes- und kulturwissenschaftlichen Diskurses andererseits.

An dieser auch durch den Analysegegenstand Text eingeleiteten Zäsur setzt unser Seminar an, um den Text als linguistisch-semiotische Analyseeinheit zu erschließen. Dazu machen wir uns mit unterschiedlichen Perspektiven auf den Textbegriff vertraut, erwerben (text-)linguistische Terminologie, lernen Analysemethoden kennen und festigen das neu erworbene Wissen anhand von Beispielanalysen. Neben der Kohäsion von Texten, pragmatischen Aspekten ihrer Produktion wie Bedeutungsgenese und ihrer Relevanz für diskursanalytische Fragestellungen werden uns hierbei auch die Bezüge eines linguistisch-semiotischen Textbegriffs zu Nachbardisziplinen interessieren. 

Bitte tragen Sie sich bis spätestens zu unser ersten Seminarsitzung in den korrespondierenden OPAL-Kurs der Veranstaltung ein.

Als vorbereitende Lektüre empfehle ich Ihnen Klaus Brinkers „Einführung in die Textlinguistik“, die zugleich den Aufhänger unseres Seminars bildet. 

Teilnehmerkreis:
B_Ge__4, B_Ge__2, B_AA__2, B_AA__4, B_Po__6, B_Ps__6, M_DK__2, M_MI__2
Dozent:
Kehl, M.
Zeit / Raum:
Do 15:30-17:00 (C25.017)
Veranstaltungsbeginn:
16.4.26

 

Teilnehmerkreis:
B_Ge__6
Dozent:
Siefkes, M.
Zeit / Raum:
Do 15:30-17:00 (C10.005)
Veranstaltungsbeginn:
9.4.26
OPAL-Kurs
 
 
Teilnehmerkreis:
B_AICG4, B_AICG6, B_AIES4, B_AIES6, B_AIMI4, B_AIVS4, B_AIVS6, B_AU__4, B_Po__2, B_Po__4, SGPhilSS
Dozent:
NN09
Zeit / Raum:
Di 13:45-15:15 (A10.367.1)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26
OPAL-Kurs
 

In diesem Seminar untersuchen wir die Multimodalität des Comics mit besonderem Fokus auf das Zusammenspiel von Sprache, Bild und weiteren Zeichen. Einerseits verschaffen wir uns einen Überblick über die materiellen Affordanzen des Mediums und betrachten Comics zugleich aus soziokultureller Perspektive. Im Laufe des Seminars lernen Sie grundlegende semiotische Konzepte sowie Begriffe und Ansätze der Multimodalitäts- und Comicforschung kennen. Anhand ausgewählter Comics, Graphic Novels und Mangas erschließen wir uns stilistische und erzählerische Besonderheiten des Mediums und untersuchen dessen Ausdrucksmöglichkeiten.Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Semester auf der Anthropomorphisierung von Tieren im Comic – einem bisher wenig erforschten, aber zentralen Bestandteil der Comicgeschichte. Wir analysieren, wie Tiere in Comics als handelnde Figuren inszeniert werden, welche narrativen und visuellen Mittel dabei zum Einsatz kommen und welche kulturellen, philosophischen und ethischen Implikationen diese Darstellungen haben. Dabei entwickeln Sie eigene Fragestellungen, führen Analysen durch und reflektieren die Bedeutung der Anthropomorphisierung im Comic.

Teilnehmerkreis:
B_Ge__4, B_Po__6, B_Ps__6, M_DK__2, M_MI__2, SELADe4, B_Po__4
Dozent:
Müller, M.
Zeit / Raum:
Mo 09:15-10:45 (C24.301)
Veranstaltungsbeginn:
13.4.26

 

Teilnehmerkreis:
SELADe2, B_Ge__2, B_AA__2, B_AA__4, B_Ko__4, B_Po__4, B_Po__6, B_Ps__6
Dozent:
Siefkes, M.
Zeit / Raum:
Mi 09:15-10:45 (A10.201)
Veranstaltungsbeginn:
8.4.26
OPAL-Kurs
 

 

Teilnehmerkreis:
M_SM__2
Dozent:
NN 10
Zeit / Raum:
Di 13:45-15:15 (C25.038)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26
OPAL-Kurs
 

Im Mittelpunkt des Seminars steht die enge Verbindung von Lektüre und Analyse: Ausgewählte wissenschaftliche Texte werden nicht nur gelesen, sondern unmittelbar zum Ausgangspunkt eigener Analysen. Die Fragestellungen und theoretischen Ansätze, die wir in der Lektüre kennenlernen, erproben wir anschließend selbst – an sprachlichem Material, das wir gemeinsam in den Blick nehmen.

Der thematische Schwerpunkt des Seminars wird gemeinsam in der ersten Sitzung festgelegt. Sie gestalten die inhaltliche Ausrichtung aktiv mit.

Die Werkstatt lebt von der gemeinsamen Arbeit: In semesterbegleitenden Gruppenarbeiten erproben Sie Analysemethoden, diskutieren Perspektiven und entwickeln ein Gespür für die Vielschichtigkeit sprachlicher Phänomene. Am Ende des Seminars sind Sie in der Lage, Texte und Äußerungen multiperspektivisch zu analysieren und linguistische Perspektiven souverän miteinander zu verbinden.

Teilnehmerkreis:
B_Ge__6
Dozent:
Bressem, J.
Zeit / Raum:
Di 15:30-17:00 (C10.002)
Veranstaltungsbeginn: 
13.4.26, bitte schreiben Sie sich bei Interesse am Kurs bis 07.04.2025 in die Mitgliederliste auf OPAL ein.

Wie organisieren Menschen ihr Sprechen und Handeln im Miteinander? Was passiert eigentlich, wenn wir miteinander interagieren und wie lässt sich das wissenschaftlich untersuchen? Diesen Fragen gehen wir in diesem Seminar gemeinsam nach.

Das Seminar bietet eine fundierte Einführung in die Analyse von Interaktionen und vermittelt methodische Werkzeuge, mit denen sich Face-to-Face-Kommunikation systematisch beschreiben und analysieren lässt. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf das gesprochene Wort, sondern auf die gesamte multimodale Verfasstheit von Interaktion, also Gestik, Mimik, Blick und Körperhaltung als Bestandteile des kommunikativen Geschehens.

Der konkrete thematische Schwerpunkt des Seminars wird gemeinsam in der ersten Sitzung festgelegt. Sie haben die Möglichkeit, aus verschiedenen Themen auszuwählen und das Seminar so aktiv mitzugestalten.

Am Ende des Seminars können Sie zentrale Ansätze der Interaktionsforschung benennen und die Komplexität menschlicher Kommunikation fundiert einschätzen und reflektieren.

Teilnehmerkreis:
M_SM__2, M_GI_2, M_Pä_2
Dozent:
Bressem, J.
Zeit / Raum:
Mo 09:15-10:45 (C25.021)
Veranstaltungsbeginn:
13.4.25, bitte schreiben Sie sich bei Interesse am Kurs bis 07.04.2025 in die Mitgliederliste auf OPAL ein.
 
 
Teilnehmerkreis:
M_GI__2, M_SM__2
Dozent:
Siefkes, M.
Zeit / Raum:
Mi 11:30-13:00 (A10.208)
Veranstaltungsbeginn:
8.4.26
OPAL-Kurs
 

 

Teilnehmerkreis:
B_Ge__4, B_Ko__4, B_Po__4, B_Po__6, SELADe6
Dozenten:
Siefkes, M.
Zeit / Raum:
Do 11:30-13:00 (C24.001)
Veranstaltungsbeginn:
9.4.26
OPAL-Kurs
 
Teilnehmerkreis:
M_SM_2
Dozent:
Fricke, E.
Zeit / Raum:
Di 09:15-10:45 (A10.208.1)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26
OPAL-Kurs
 

 

Teilnehmerkreis:
M_SM_4
Dozent:
Bressem, J., Fricke, E., Siefkes, M.
Zeit / Raum:
Di 17:15-18:45 (C10.002)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26
OPAL-Kurs
 

Professur Neuere Deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft

(Natur-)Wissenschaft, Technik und Literatur, oft aufgefasst als einander entgegengesetzte Weisen, die Welt zu erschließen, zu deuten und zu verstehen, treten insbesondere in der Moderne in eine ebenso komplexe wie spannende Beziehung. Diese Allianz zwischen 'scientia', 'technica' und 'poetica' möchte die Vorlesung näher betrachten. Folgende Fragen werden uns dabei beschäftigen: Wie setzen sich literarische und poetologische Texte mit Theorie und Praxis der modernen Naturwissenschaften, der Technik und Technologie auseinander? Welche naturwissenschaftlichen und technologischen Diskurse, Themen und Motive greift die Literatur auf? Wie sind wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Praktiken in die Literatur integriert, wie werden sie dichterisch fortgesetzt, metaphorisch funktionalisiert? Prägen große naturwissenschaftliche und technische Entdeckungen die Sprache, den Erzählstil, generell die literarischen Verfahrensweisen von Literatur? Was leistet die Literatur – für sich selbst, für die Gesellschaft, für Wissenschaft und Technik –, wenn sie Wissenschaft und Technik produktiv rezipiert? – Ausgehend von einem historischen Rückblick, in dem relevante Stationen im Verhältnis von (Natur)Wissenschaft, Technik und Literatur skizziert werden, legt die Vorlesung den Fokus auf prominente Fallbeispiele der europäischen Literatur. Auf der Grundlage ausgewählter Texte (u.a. von Mary Shelley, Bertolt Brecht, Daniel Kehlmann) soll der Bogen von der klassischen Moderne über die Postmoderne bis zur Gegenwart gespannt und maßgebliche Entwicklungen jenes ebenso kritischen wie produktiven Dialogs zwischen 'science', 'fiction' und 'technology' aufgezeigt werden.

 

Teilnehmerkreis:
B_Ge_6, B_Ge_4, B_AA_2, B_AA_4, B_Ko_4, B_Po_6, B_Ps__6, M_DK_2, M_MI_2, SGphilSS
Dozent:
Malinowski, B.
Zeit / Raum:
Mi 09:15-10:45 (C10.002)
Veranstaltungsbeginn:
8.4.26

Die Vorlesung bietet eine Einführung in die zentralen Epochen der deutschen Literatur vom Barock bis zur Gegenwart. Anhand ausgewählter Werke und Autoren werden grundlegende literarische Entwicklungen von der Barockliteratur des 17. Jahrhunderts über Aufklärung, Kunstperiode bis hin zu Realismus, literarischer Moderne und Gegenwartsliteratur vorgestellt. Dabei werden typische Themen, Formen und Poetiken der einzelnen Epochen ebenso behandelt wie ihre historischen und kulturellen Voraussetzungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Einbettung der deutschen Literatur in europäische Zusammenhänge.

Teilnehmerkreis:
B_Ge_2, B_AA_4, B_Po_6, M_DK_2, M_MI_2, M_Po_2, M_Po_4
Dozent:
Grube, C.
Zeit / Raum:
Do 11:30-13:00 (C25.043)
Veranstaltungsbeginn:
9.4.26

Beschreibung: Der Lektürekurs dient vor allem der Vertiefung der in der Vorlesung behandelten Themen. Hierzu erfolgt die gemeinsame Lektüre und Analyse einschlägiger Texte bzw. Textauszüge. Selbstredend besteht darüber hinaus die Möglichkeit, offen gebliebene Fragen zu klären und Vorlesungsinhalte im gemeinsamen Gespräch kritisch zu reflektieren.

Hinweis: Die zu lesenden Texte bzw. Textauszüge werden jeweils rechtzeitig in OPAL hinterlegt.

Teilnehmerkreis: B_Ge__4
Dozent:
Malinowski, B.
Zeit / Raum:
Di 13:45-15:15 (C25.065)
Veranstaltungsbeginn:
14.4.26

"Es wird doch immer der wesentliche Charakter des Romantischen bleiben, dass die Abgeschlossenheit fehlt und dass immer noch auf ein Weiteres, auf ein Fortschreiten gedeutet wird" (Carl Gustav Carus). Die hier angesprochene Offenheit und Dynamik kennzeichnet die romantische Epoche als eine ebenso vergangenheitsorientierte, in einer reichen kulturgeschichtlichen Tradition verwurzelte wie avantgardistische, weit in die Moderne hineinreichende  Bewegung. Das Seminar wird Einblicke in ästhetische, philosophische, wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Konzepte und Praktiken der Romantik vermitteln und am Beispiel relevanter Autorinnen und Autoren den Perspektivenreichtum romantischer Dichtung, ihre Kontinuitäten und Brüche und nicht zuletzt ihre dialogischen Verzweigungen innerhalb der europäischen Literatur und Dichtungstheorie aufzeigen. Spezifische Interessen seitens der Teilnehmenden (z.B. Kinder- und Jugendliteratur, Schauerliteratur, Liebes- und Naturdichtung) sollen auf jeden Fall berücksichtigt werden!

 

Teilnehmerkreis:
B_AA__4, B_Ge__2, B_Ko__4, B_Po__6, B_Ps__6, SELADe4, SELADe6, SGPhilSS
Dozent:
Malinowski, B.
Zeit / Raum:
Do 09:15-10:45, A10.204 (1/204)
Veranstaltungsbeginn:
9.4.26

Im Projektseminar entwickeln die Studierenden – individuell oder im Team – ein eigenständig konzipiertes Projekt, in dem sie ihre im Studium erworbenen literaturwissenschaftlichen Kenntnisse und Methoden praktisch anwenden. Im Mittelpunkt stehen Planung, Durchführung und Präsentation eines Projekts, das sich mit der Aufbereitung, dem Transfer oder der Vermittlung literarischer Themen befasst.
Die konkreten Themen und Formate orientieren sich an den Interessen der Studierenden und können unterschiedliche Formen annehmen, etwa die Konzeption eines Vermittlungsformats, einer literarischen Veranstaltung oder eines digitalen Projekts.

Teilnehmerkreis:
B_Ge__6
Dozent:
Grube, C.
Zeit / Raum:
Di 13:45-15:15 (C25.059)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26

Gerahmt durch zwei Weltkriege, war die Weimarer Republik (1918-1933) nicht nur die ‚goldenen 20-er Jahre‘. Sie war zugleich ein bitteres Nachbeben des Ersten Weltkrieges als auch die dunkle Ankündigung des Zweiten. All das und noch vieles mehr spiegelt sich in der überreichen Literatur dieser kurzen Epoche, einer Zeit, in sogar einmal ein Schriftsteller (Gerhart Hauptmann) als Reichspräsident gehandelt worden ist. Namen, die da sogleich ins Auge stechen, wären – um nur wenige zu nennen – für die Lyrik: Gottfried Benn, Stefan George, Rainer Maria Rilke und Joachim Ringelnatz; für die Dramatik: Bertolt Brecht, Gerhart Hauptmann, Ödön von Horváth und Carl Zuckmayer; und für die Epik: Alfred Döblin, Hans Fallada, Oskar Maria Graf, Ernst Jünger, Erich Kästner, Thomas und Heinrich Mann, Robert Musil, Erich Maria Remarque, Ludwig Renn und Karl Valentin. Das Seminar kann also aus dem Vollen schöpfen und wird dies auch tun, um einen möglichst plastischen Eindruck vom Facettenreichtum einer große Blütezeit der deutschen Literaturgeschichte zu vermitteln.

Teilnehmerkreis:
B_AA__4, B_Ge__2, B_Ko__4, B_Po__6, B_Ps__6, SELADe4, SELADe6, SGPhilSS
Dozent:
Wenzel, E.
Zeit / Raum:
Mi 15:30-17:00 (C10.101)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26

Der sogenannte „überflüssige Mensch“ (russ. lišnij čelovek) entsteht in der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts als Figur gesellschaftlicher Wirkungslosigkeit: gebildet, reflektiert und potentiell handlungsfähig, bleibt er ohne Einfluss auf seine Umwelt. Klassische Ausprägungen finden sich etwa in Ein Held unserer Zeit von Michail Lermontow oder in Oblomow von Iwan Gontscharow.
Das Seminar geht von diesem russischen Ursprung aus und fragt, inwieweit sich der Typus auch in anderen Literaturen wiederfinden lässt. In vergleichender Perspektive werden Texte aus verschiedenen europäischen Literaturen gelesen, darunter Adolphe von Benjamin Constant, Bartleby, the Scrivener von Herman Melville sowie deutschsprachige Varianten wie Stopfkuchen von Wilhelm Raabe oder Jakob von Gunten von Robert Walser.
Im Zentrum steht die Frage, ob der „überflüssige Mensch“ ein spezifisch russisches Phänomen bleibt oder als interkulturelle Figur moderner Selbstentfremdung verstanden werden kann.

Teilnehmerkreis:
M_Gl_2, M_SM_2, SGPhilSS
Dozent:
Grube, C.
Zeit / Raum:
Do 15:30-17:00 (C10.105)
Veranstaltungsbeginn:
9.4.26

Der Lektürekurs widmet sich Rainer Maria Rilkes Neuen Gedichten, die im Kontext seiner Pariser Jahre entstanden sind und einen Wendepunkt in seinem lyrischen Schaffen markieren. Im Mittelpunkt steht die genaue Lektüre des Zyklus sowie die Frage, wie Rilke unter dem Eindruck von Paris und  im Anschluss an die bildende Kunst Auguste Rodins eine neue Form poetischer Wahrnehmung entwickelt. Dabei gilt das besondere Interesse seinem Bemühen um eine präzise sprachliche Erfassung der Dinge und Erscheinungen. Im Horizont von Rodins Kunst und von Rilkes Aufsatz über den Bildhauer zeigt sich, wie die Neuen Gedichte auf eine Form der Wesenserfassung zielen, die nicht im bloß subjektiven Ausdruck aufgeht, sondern auf genaue Anschauung, Konzentration und Gestaltung setzt.

Teilnehmerkreis:
M_GI_2
Dozent:
Grube, C.
Zeit / Raum:
Di 15:30-17:00 (C25.059)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26

Das Kolloquium dient der gezielten Vorbereitung von BA- und MA-Abschlussarbeiten sowie Examensarbeiten, die im Rahmen des Lehramts im Bereich der Neueren Deutschen und Vergleichenden Literaturwissenschaft verfasst werden. Es bietet zum einen die Möglichkeit, laufende Arbeitsprojekte (unabhängig, in welchem Stadium sich diese jeweils befinden!) vorzustellen und zu diskutieren. Zum anderen kann und soll es aber auch der Vertiefung von Aspekten des wissenschaftlichen Arbeitens sowie von textanalytischen und -interpretatorischen Kompetenzen dienen. Die konkrete Ausrichtung und Gestaltung des Kolloquiums wird von der Nachfrage und den Bedürfnissen der Teilnehmenden abhängen.

Teilnehmerkreis:
M_GI__4, B_Ge 6
Dozent:
Malinowski, B.
Zeit / Raum:
Di 15:30-17:00 (C25.065)
Veranstaltungsbeginn:
7.4.26

Juniorprofessur Digital Humanities - Studiengangsübergreifende Veranstaltungen

 

Teilnehmerkreis:
M_SM__2, M_GI__2, M_DK__2, M_Ko__2, M_MI__2, M_Ps__2, SGPhilSS
Dozent:
Kleymann, R.
Zeit / Raum:
Do 13:45-15:15 (A10.309)
Veranstaltungsbeginn:
9.4.26
OPAL-Kurs
 

 

Teilnehmerkreis:
B_Ge__2, B_Ge__4, B_Ko__2, B_Ko__4, B_Ps__2, B_Ps__4, M_DK__2, M_Ko__2, M_MI__2, M_Ps__2, SGPhilSS
Dozent:
Kleymann, R.
Zeit / Raum:
Do 15:30-17:00 (A10.309)
Veranstaltungsbeginn:
9.4.26
OPAL-Kurs