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Zentrum MeTech
Personen, die einen Vortrag halten

Rückblick auf die Tagung "Automatisierung der/als Arbeit" an der TU Chemnitz

Am 27. und 28. Februar 2025 fand im Alten Heizhaus der Technischen Universität Chemnitz die Tagung "Automatisierung der/als Arbeit" statt. Diese wurde gemeinsam von den DGS-Sektionen "Wissenschafts- und Technikforschung" sowie "Arbeits- und Industriesoziologie" und dem Arbeitskreis "Digitalisierung und Organisation" unter der Federführung von Andreas Bischof und Tanja Carstensen (TU Chemnitz) sowie Sascha Dickel und Benjamin Doubali (Universität Mainz) und Uli Meyer (Johannes Kepler Universität Linz) organisiert.

Die Tagung Automatisierung der/als Arbeit bot ein vielseitiges Programm, das die Automatisierung in unterschiedlichen Arbeits- und Lebensbereichen beleuchtete. Ein Schwerpunkt lag auf der Automatisierung in Pflege und Zuhause, wo unter anderem der Einsatz von Smart-Home-Technologien und die Digitalisierung von Assistenzleistungen diskutiert wurden. In der Session Arbeit an der Automatisierung, Automatisierungsberufe und Arbeitspraxis standen die verborgene Arbeit hinter kollaborativen Robotern sowie die Wechselwirkungen zwischen Automatisierungsarbeit und automatisierter Arbeit im Fokus.

Die Automatisierung von Expertise und Wissensarbeit wurde anhand von Beispielen wie Data Science, KI-gestützter medizinischer Bildgebung und der Automatisierung naturwissenschaftlicher Wissensarbeit analysiert. Auch die Frage, ob Automatisierung zu einer Entlastung oder zu Mehraufwand führt und welchen Beitrag sie zur Lösung des Fachkräftemangels leisten kann, wurde aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet – von der Müllsammlung über das Gesundheitswesen bis hin zum Handwerk.

Ein weiterer zentraler Aspekt war die Automatisierung als Prozess in Organisationen und Berufsfeldern, insbesondere mit Blick auf den Einfluss von Generativer KI, die Herausforderungen der Datenarbeit und den organisationalen Umgang mit technologischen Zukunftsnarrativen. Abschließend widmete sich die Tagung der Frage, wie sich Subjekte, Orientierungen und Arbeitslogiken im Zuge der Automatisierung verändern – etwa die Rolle von Arbeitslogiken in Bezug zu Beschäftigten oder Leistungsberechtigten im Jobcenter.

Die vielfältigen Beiträge zeigten, dass Automatisierung nicht nur eine technologische Entwicklung ist, sondern immer auch soziale, wirtschaftliche und organisatorische Aushandlungsprozesse mit sich bringt.

Die Tagung fand in einer harmonischen und offenen Atmosphäre statt, die den interdisziplinären Austausch förderte. Die freundliche und konstruktive Stimmung unter den Teilnehmenden ermöglichte lebendige Diskussionen und neue Perspektiven auf das Thema Automatisierung. Besonders die Kaffeepausen wurden intensiv genutzt, um Gespräche zu vertiefen und Netzwerke zu erweitern.

(Meldung vom 10.03.2025)

 

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