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Durchbruch im Leichtbau: Mehr Reichweite für E-Autos

Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz stellt preisgekröntes Batteriegehäuse für Elektrofahrzeuge vom 10. bis 12. März 202 auf der Fachmesse JEC World 2026 in Paris vor

Vom 10. bis 12. März 2026 präsentiert die Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung (Leitung: Prof. Dr. Lothar Kroll) der Technischen Universität Chemnitz auf der Weltleitmesse JEC World 2026 ein neuartiges Traktionsbatteriegehäuse für Elektrofahrzeuge. Dieses wurde im Januar 2026 mit dem renommierten „JEC Innovation Award“ – dem „Oscar“ der weltweiten Verbundwerkstoff-Branche – in der Kategorie „Automotive and Road Transportation – Process“ ausgezeichnet. 

Das Besondere an dieser Entwicklung ist, dass das Gehäuse aus lasttragenden thermoplastischen Faserverbundwerkstoffen besteht. Dadurch ist es rund 15 Prozent leichter als herkömmliche Aluminiumkonstruktionen, was die Reichweite von E-Fahrzeugen erhöht. Zudem reduziert sich der CO2-Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus um 25 Prozent. Während der Leichtbau oft als teure Nische gilt, gelang hier der Durchbruch zur Wirtschaftlichkeit: Durch die Verwendung von kommerziell verfügbaren Materialien, eine verschnittarme Materialnutzung und ein vereinfachtes sowie automatisiertes Fertigungsverfahren liegen die Produktionszyklen bei deutlich unter zwei Minuten. Dadurch kann das Bauteil erstmals großserienfähig hergestellt werden.

Dieser Erfolg wurde in einem starken Netzwerk aus Wissenschaft und Industrie erzielt. Neben dem Projektkoordinator Mahle Filtersysteme waren die Spezialisten Formenbau GF aus Marienberg und Gerlinger Industries aus Netzschkau sowie die Partner Wickert Maschinenbau, In2p und das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) maßgeblich beteiligt.

Das Exponat kann auf der JEC World am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Sachsen (Halle 5, Stand D97) besichtigt werden. Besucherinnen und Besucher haben dort auch die Möglichkeit, sich mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über das Fertigungsverfahren auszutauschen.

Weitere Informationen erteilen Tino Zucker, Telefon +49 (0)371 531-32460, E-Mail tino.zucker@mb.tu-chemnitz.de und Frank Schettler, Telefon +49 (0)371 531-38924, E-Mail frank.schettler@mb.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
05.03.2026

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