WIRreFa
WIR-V1.1: Sammlung und Sortierung von faserhaltigen Abfällen bzw. Wertstoffen
Zur Projektwebsite Projekt-Video
Steckbrief
| Finanzierung | BMBF (jetzt BMFTR) |
|---|---|
| Programm | WIR! – Wandel durch Innovation in der Region |
| Förderkennzeichen | 03WIR6009B |
| Projektlaufzeit | 01.04.2024 – 31.03.2026 (abgeschlossen) |
| Projektpartner | Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Technische Universität Dresden (DE) |
| Professur für Betriebswirtschaft, insb. Logistik, Technische Universität Dresden (DE) | |
| Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (DE) | |
| Nehlsen Sachsen GmbH & Co. KG (DE) | |
| H. Nestler GmbH & Co. KG (DE) |
Motivation und Zielstellung
Das Projekt WIR recyceln Fasern (WIRreFa) initiierte die zirkuläre Wertschöpfung für Fasern, die erst durch die Rückführung der jeweiligen Faser über die Aufbereitung in den Produktionszyklus entstehen kann. Zu Projektbeginn fielen faserhaltige Abfälle disparat, also räumlich ungleichmäßig verteilt, an (z. B. Reststoffe aus Industrie und Gewerbe, Güter des privaten Konsums, Spezialanwendungen). Für den Stoffstrom lagen keine belastbaren Strukturen zur getrennten Erfassung vor, wodurch die faserhaltigen Abfälle nur unzureichend dem Recycling angedient und vielmehr über die Entsorgung und Beseitigung dem Kreislauf entzogen wurden. So wurde das Gesamtrohstoffpotenzial der Faser signifikant reduziert.
Hieraus ergab sich die Notwendigkeit, einzelne faserhaltige Abfallfraktionen unterschiedlichster Branchen und Abfallentstehungsorte in der Region „Elbtal Sachsen“ mithilfe der Implementierung eines logistischen Systems zusammenzuführen und diese nach Stoffqualitäten zu sortieren. Die Herausforderung lag in der Koordination von am Markt bestehenden Insellösungen, der Sicherstellung erforderlicher Stoffmengen (ggf. über Zulieferer außerhalb der Region) und im Management von Interessensunterschieden und Konfliktpotenzialen. Unternehmen, die dem Thema eine hohe Dringlichkeit zuordneten, hatten einen hohen Einfluss und waren in derselben Branche (Entsorgung) tätig.
Vorgehensweise
Rolle der Professur
Hauptarbeitsfeld der Professur für Betriebliche Umweltökonomie und Nachhaltigkeit im Projekt war die ökonomische und ökologische Bewertung von Teilkreisläufen. Dabei wurden vier Forschungsziele verfolgt:
- Ziel 1 – Ökologische Nachhaltigkeit: Maßnahmen zur Senkung der stoffstromspezifischen CO2-Emissionen mit Bezugnahme auf die einzelnen Prozessstufen der zirkulären Wertschöpfung.
- Ziel 2 – Ökonomische Nachhaltigkeit: Maßnahmen zur Steigerung der Effizienzen in den Prozessstufen der zirkulären Wertschöpfung.
- Ziel 3 – Initiierung und Entwicklung eines realen Kreislaufes für faserhaltige Verbundwerkstoffe: Maßnahmen zur Fortschreibung des regulatorischen Rahmens, um den Umgang mit faserhaltigen Abfällen zukunftsfähig zu gestalten.
- Ziel 4 – Senkung von Marktbarrieren sowie Entwicklung neuer Geschäftsfelder: Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz vorhandener Betriebe durch Kooperationen und neue Anknüpfungspunkte in der Kreislaufwirtschaft.
Meldungen und Presse
Kontakt
Sabine Uhlig
Prof. Dr. Marlen Gabriele Arnold
Professur
Förderhinweis
