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Hier wird Inklusion verbessert

Studierende und Mitarbeiter mit Behinderung werden an der TU Chemnitz durch viele Maßnahmen unterstützt

„Studierende und Mitarbeiter mit Behinderungen, chronischen und psychischen Erkrankungen an den sächsischen Hochschulen und der Berufsakademie sollen an Lehre und Forschung gleichermaßen teilhaben können. Wir unterstützen das mit je zwei Millionen Euro zusätzlich in den Jahren 2015 und 2016. Ziel ist, die inklusive Hochschule in Sachsen zum Standard zu machen und bestehende Barrieren abzubauen“, so Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Die 14 Hochschulen und die Berufsakademie Sachsen können mit den zusätzlichen Mitteln in Beratungs- und Weiterbildungsangebote, aber auch in verbesserte Software oder technische Lösungen für Menschen mit Beeinträchtigungen investieren.

Der Technischen Universität Chemnitz wurde in den beiden Jahren Sonderzuweisungen in Höhe von je 189.000 Euro zur Verfügung gestellt. Beispielsweise wurden Blinden- und Sehgeschädigtenarbeitsplätze in mehreren Fakultäten und zentralen Einrichtungen geschaffen, höhenverstellbare Tische für die Universitätsbibliothek und einige Hörsäle sowie Whiteboards für Rollstuhlfahrer angeschafft. Auch neue Treppenmarkierungen für Sehgeschädigte wurden im Hörsaalgebäude angebracht. Zudem werden kontinuierlich Lösungen für einen barrierefreien Internetauftritt der TU Chemnitz entwickelt und umgesetzt. Das Thema Barrierefreiheit wird auch im neuen Leit- und Orientierungssystem der Universität eine wichtige Rolle spielen, dafür wurden erste Vorarbeiten realisiert. Auch in die Beratung für behinderte Studierende und chronisch kranke Studierende wurde investiert.

Personen, die ein Hörgerät nutzen, können sich nun über technische Neuerungen freuen. So wurden mit Hilfe des Universitätsrechenzentrums in sechs Hörsälen und im „Alten Heizhaus“ der TU induktive Höranlagen installiert, damit störungsfrei Audiosignale wie Musik oder Wortbeiträge in Veranstaltungsräumen drahtlos über das Hörgerät empfangen werden können. Dr. Thomas Schwarz, Schwerbehinderten-Vertreter der TU Chemnitz, profitiert selbst davon: „Ich bin begeistert. Über eine App verbindet sich mein Hörgerät beziehungsweise das Smartphone mit dem Steuergerät im Raum. Nebengeräusche werden ausgeblendet, so ist der Referent hervorragend zu verstehen.“ Das WLAN basierte MobileConnectSystem sei aus seiner Sicht eine tolle Lösung – insbesondere für Hochschulen. „Sicher werden künftig beispielsweise im Auditorium maximum auch viele Besucher des Seniorenkollegs oder Großeltern, die ihre Enkel zur Kinder-Uni begleiten, von diesem Übertragungssystem profitieren“, so Schwarz. Aus seiner Sicht, unterstreichen die vielen Maßnahmen, die an der TU Chemnitz zur besseren Teilhabe von Studierenden und Mitarbeitern mit Behinderung umgesetzt oder in Angriff genommen wurden, dass Inklusion an der TU keine Worthülse ist. „Hier wird Inklusion verbessert“, versichert Schwarz.

Vertretung der Schwerbehinderten: https://www.tu-chemnitz.de/personalrat/schwerbv/

Ansprechpartnerin für Studierende mit Beeinträchtigung: Juliane Wenzel, Telefon 0371 531-32549, E-Mail studienberatung@tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
11.08.2016

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