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Familienservice-Vernetzung an der TU Chemnitz

Am 29. Januar 2015 tauschten sich Familienservice-Akteure aus verschiedenen Wissenschaftseinrichtungen Sachsens über ihre Arbeit aus – Aufbau eines Netzwerkes stand im Fokus

  • Foto: Cathleen Stein

Gemeinsam mit Franziska Pestel von der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen initiierte Cathleen Stein, die Koordinatorin des Familienservice der Technischen Universität Chemnitz, erstmalig ein Zusammentreffen der Familienservice-Akteure sächsischer Hochschulen. „Seit der Etablierung des Familienservices an der TU Chemnitz wuchs der Wunsch nach Vernetzung und dem Erfahrungsaustausch mit anderen Einrichtungen, die sich ebenfalls mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Studium beschäftigen“, so Stein. Die rege Beteiligung habe gezeigt, dass es auch an den anderen sächsischen Wissenschaftseinrichtungen diesen Bedarf gibt.

In einer moderierten Vorstellungsrunde präsentierten die Vertreterinnen der TU Chemnitz, Karla Kebsch, Dr. Renate Wißuwa und Cathleen Stein, eine Reihe von Maßnahmen, die sich im vergangenen Jahr bereits gut etabliert haben. Das Projekt „TU-Ferienspaß“ zeichnete sich in dieser Form als ein Pilotprojekt unter Sachsens Hochschulen ab. Ebenso werden die Eltern-Kind-Räume an der TU Chemnitz im Vergleich zu den anderen Wissenschaftseinrichtungen gut genutzt. Thematische Elternstammtische und eine umfangreiche Beratung von Studierenden und Mitarbeitenden mit Familienaufgaben runden das aktuelle Angebot ab. Punkten konnte die TU Chemnitz auch mit dem Willkommenspaket für den Nachwuchs und die Vermittlung flexibler Kinderbetreuung, etwa zu größeren Veranstaltungen.

Finanziert wird ein Teil dieser Aktivitäten aus dem Gleichstellungsfond, den die Chemnitzer Universitätsleitung bereit stellt und der einmalig in Sachsens Hochschullandschaft ist. Neben den entstandenen Angeboten für Eltern an der TU Chemnitz verdeutlichte sich jedoch auch weiterer Handlungsbedarf im Bereich der flexiblen und regelmäßigen Kinderbetreuung für Kinder von TU-Angehörigen. Die Ideen reichen von dem Angebot einer Babysitter-Börse als spontane und kurzzeitige Betreuungsmöglichkeit bis hin zu dem großen Ziel, eines Tages einen eigenen TU-Kindergarten zu eröffnen, wie es der Universität Leipzig bereits gelungen ist.

Kathrin Samjeske und David Brodesser, Mitarbeitende im Projekt „effektiv! Für mehr Familienfreundlichkeit an deutschen Hochschulen“ des CEWS (Center of Excellence Women and Science, Köln) stellten im zweiten Teil der Veranstaltung Forschungsergebnisse zur Familienfreundlichkeit an deutschen Hochschulen vor. Im Forschungsprojekt wurden Studierende und Mitarbeitende an deutschen Hochschulen zur Familienfreundlichkeit ihrer Einrichtungen befragt. Die Antworten zeigten deutlich, dass familienfreundliche Maßnahmen die Attraktivität von Hochschulen unbedingt steigert, wenn sie denn allen bekannt sind. Leider ist das auch ein Punkt, der die Teilnehmenden des Vernetzungstreffens zum Nachdenken anregte und feststellen ließ, dass hier in vielen Wissenschaftseinrichtungen Handlungsbedarf besteht. Familienfreundliche Maßnahmen müssen sichtbarer gemacht werden, damit alle davon profitieren können.

Ein weiteres Vernetzungstreffen wird im Herbst 2015 angestrebt. Mit dieser regelmäßigen Austausch und der Unterstützung untereinander wollen die Akteurinnen und Akteure dem Ziel, eine gelebte Familienkultur an den Wissenschaftseinrichtung zu etablieren und die Familienfreundlichkeit als Selbstverständlichkeit an allen Einrichtungen anzusehen, Schritt für Schritt näherkommen.

Weitere Informationen erteilt Cathleen Stein, Koordinatorin des Familienservice der TU Chemnitz, Telefon 0371 531- 34643, E-Mail familienservice@tu-chemnitz.de

(Quelle: Familienservice)

Mario Steinebach
30.01.2015

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