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Wenn Studierende und Forscher zu Botschaftern werden

Ein Netzwerk mit vielen Chancen: Das „1. Deutsch-Arabische Network Meeting“ an der TU Chemnitz schlägt neue Brücken von der Wissenschaftsregion Chemnitz in den arabischen Raum

Die Ergebnisse des „1. Deutsch-Arabischen Network Meeting“, das am 28. Oktober 2014 an der TU Chemnitz zu Ende ging, können sich sehen lassen: Neue Projekte der Zusammenarbeit der TU Chemnitz sowie anderen Partnern in der Wissenschaftsregion Chemnitz und ausgewählten Hochschulen in der arabischen Welt sollen nun auf den Weg gebracht werden. „So ist beispielsweise im kommenden Jahr im arabischen Raum eine gemeinsame Sommerschule von Natur- und Ingenieurwissenschaftlern der TU Chemnitz und der Association of Arab Universities AOAU - der Vereinigung der arabischen Universitäten - geplant, die im Idealfall auch im Rahmen der sogenannten deutsch-arabischen Transformationspartnerschaften des DAAD gefördert werden kann“, resümiert Prof. Dr. Sultan Abu-Orabi, Secretary General der AOAU.

Prof. Dr. Arnold van Zyl, Rektor der TU Chemnitz ergänzt: „Die TU Chemnitz sucht den engen Kontakt zu Ländern im arabischen Raum, da sich dort gegenwärtig ein vielversprechendes Potenzial zur Kooperation entwickelt. So soll der Studierendenaustausch gestärkt werden, indem gegenseitig exzellente Bachelor-Absolventen für Masterstudiengänge und hervorragende Master-Absolventen für Promotionsvorhaben gewonnen werden“, so der Rektor. Ebenfalls werden gemeinsame Promotionen zwischen Hochschulen der arabischen Länder und der TU Chemnitz initiiert. „Wir müssen die transformative Kraft, die durch Bildung möglich wird, für alle Partner gewinnbringend nutzen“, ergänzt Prof. van Zyl.

25 Präsidenten von Universitäten aus Ägypten, Palästina, Irak, Jordanien, Bahrain, Jemen, dem Libanon, Sudan, Saudi-Arabien, Syrien und den Vereinigten Arabischen Emiraten hatten gemeinsam mit Vertretern der AOAU den Weg nach Chemnitz gesucht. Hier kamen sie insbesondere mit zahlreichen Vertretern aller Fakultäten der TU Chemnitz zusammen, die ihr Netzwerk in Forschung und Lehre auch in diesem Teil der Erde zielstrebig ausbauen wollen. „Wir möchten von der dynamischen Entwicklung in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, die der arabische Raum derzeit erlebt, profitieren“, sagt Prof. Dr. Heinrich Lang, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der TU Chemnitz. Aus seiner Erfahrung als Inhaber der Professur Anorganische Chemie an der TU Chemnitz weiß er um die positiven Effekte der Partnerschaft: „Allein bei mir sind bisher schon sechs Jordanier erfolgreich promoviert worden, die nun als Hochschullehrer in ihrem Heimatland tätig sind und mit uns gemeinsam den Wissenschaftleraustausch und den Technologietransfer zwischen beiden Ländern voranbringen. Unsere hervorragenden Forschungs- und Studienbedingungen sprechen sich auch in diesem Teil der Erde zunehmend herum, denn unsere Absolventen sind unsere besten Botschafter in ihren Heimatländern.“

Die Hochschulpräsidenten aus dem arabischen Raum informierten sich während ihres dreitägigen Aufenthalts auch über die Stadt Chemnitz, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen und die anderen Hochschulen der Wissenschaftsregion Chemnitz in Mittweida und Zwickau. Auf dem Programm standen Gespräche mit Wissenschaftlern aller Fakultäten der TU Chemnitz sowie Besichtigungen von Laboren, Forschungshallen und Reinräumen der Fakultäten für Maschinenbau, für Naturwissenschaften, für Elektrotechnik und Informationstechnik, für Informatik sowie für Human- und Sozialwissenschaften. Hier erfuhren die Universitätspräsidenten, welche Themen heute die Chemnitzer Forschung und Lehre prägen.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Heinrich Lang, Telefon 0371 531-10031, E-Mail prorektor.forschung@tu-chemnitz.de, https://www.tu-chemnitz.de/international/vernetzung/ganm/index.html.en.

TV-Beiträge des Mitteldeutschen Rundfunks über das „1. Deutsch-Arabische Network Meeting“ finden sich im "Medienspiegel der TU Chemnitz".

Mario Steinebach
28.10.2014

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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