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Für Eltern und alle, die es werden wollen

Im Gespräch: Cathleen Stein setzt sich als Koordinatorin des Familienservice der TU Chemnitz für eine familiengerechte Hochschule ein

  • Cathleen Stein berät die junge Mutter Carolin Heinze mit Noah in den Räumlichkeiten des Familienservice der TU Chemnitz. Foto: Nancy Scharf
  • Cathleen Stein und der kleine Noah verstehen sich während der Kinderbetreuung des Familienservice prächtig. Foto: Nancy Scharf

Als Mutter von zwei Kindern im Alter von fünf und neun Jahren weiß Cathleen Stein, wenn es um den Spagat zwischen Job und Familie geht, ganz genau, wovon sie spricht. Seit November 2013 arbeitet sie beim Familienservice der TU Chemnitz und kümmert sich um alle Belange zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Studium. Neben dem Ausbau und der Vernetzung der Serviceangebote für Familien berät die Sozial- und Sportpädagogin werdende Eltern und junge Familien an der Universität. Im Interview mit Katharina Preuß berichtet sie von ihrer Arbeit und den Angeboten des Familienservice.

Familienservice – was bedeutet das eigentlich?

Der Familienservice ist die Anlaufstelle für alle Studierenden, Mitarbeitenden und Doktoranden der TU Chemnitz, die neben Beruf oder Studium noch Familienaufgaben zu erledigen haben. Die Umstellung vom Paar zur kleinen Familie oder zum alleinerziehenden Elternteil mit Verantwortung für ein kleines Kind sowie die plötzliche Bewältigung einer Pflegesituation sind für viele nicht einfach. Wir wollen für die werdenden oder frischgebackenen Eltern da sein und ihnen unterstützend zur Seite stehen.

Welche Angebote findet man beim Familienservice?

In erster Linie liegt der Fokus auf Information und Beratung. Ich selbst bin qualifizierte Elternberaterin. Rund um die Themen Schwangerschaft, Familienleben und Erziehungsfragen bin ich gerne Ansprechpartnerin. Ein ganz klassisches Thema für Beratungsbedarf ist beispielsweise die Trotzphase. Kinder im Alter von zwei Jahren sind oft bockig, testen ihre Grenzen aus und erreichen dann auch die Grenzen der Eltern. Spätestens in diesem Moment kommen wir ins Spiel und stehen unterstützend zur Seite. Der Nachwuchs kann auch zur Beratung mitgebracht werden, denn es ist ein Spielbereich zur Verfügung. Gut angenommen wird zum Beispiel der Eltern-Stammtisch. Dieser findet einmal im Quartal statt. Meist spricht eine Referentin oder ein Referent zu einem spannenden Thema rund ums Elterndasein oder es gibt eine Lesung. Besonderen Anklang findet unser Willkommenspaket für alle, die Eltern geworden sind. Es ist als kleine Geste der Uni zur Begrüßung des Neugeborenen gedacht. Neben Informationsmaterial und kleinen Spielsachen findet man weitere nützliche Dinge darin.

Gibt es auch eine Kinderbetreuung?

Eine Kinderbetreuung gibt es bei Veranstaltungen oder Tagungen an der TU Chemnitz. Als Familienservice beraten wir gern die Fachbereiche und Abteilungen beim Organisieren einer Kinderbetreuung. Gern stehen wir unterstützend mit unserem Team und mit den Spielsachen zur Seite. Ein weiteres Angebot ist der TU-Ferienspaß für Sechs- bis Zwölfjährige, der diesen Sommer zum ersten Mal veranstaltet wurde. In den Sommerferien konnten Angehörige der Uni zwei Wochen lang eine ganztägige Kinderbetreuung in Anspruch nehmen. Dazu haben wir jeden Tag ein attraktives Programm angeboten, zum Beispiel ein Sportfest, eine Abenteuerwanderung oder theaterpädagogische Aktivitäten. Das Ganze wurde sehr gut aufgenommen und hat viel Spaß bereitet. Der nächste TU-Ferienspaß ist für die erste Woche der Winterferien 2015 vorgesehen.

Stellen wir uns vor ich sei schwanger und käme zu Ihnen in die Beratung. Was erwartet mich?

Ich würde Sie in solch einer Situation umfassend beraten und unser gut ausgebautes Netzwerk nutzen, um Sie an weitere unterstützende Stellen zu vermitteln. Was ich guten Gewissens empfehle, ist ein Geburtsvorbereitungskurs, denn man sollte auf sich und seinen Körper achten. Grundsätzlich informiere ich aber zu allen relevanten Themen während einer Schwangerschaft. Wie sollte man sich ernähren? Inwieweit ist Bewegung günstig? Welche finanziellen Leistungen stehen einem für ein Leben mit Kind zu? Wie organisiere ich mein Studium mit kleinem Kind? Bestimmte Themen vermittle ich auch weiter, um den Studenten bestmöglich unter die Arme zu greifen. Es gibt beispielsweise Kooperationen mit dem Studentenwerk Chemnitz-Zwickau, das eine Sozialberatung unter dem Titel „Studieren mit Kind“ anbietet.

Gibt es für die nächste Zeit bestimmte Vorhaben, die den Familienservice noch besser machen?

In der Kinderbetreuung wollen wir gerne noch flexibler werden. Wenn die Kita unerwartet geschlossen ist, sollen die Eltern dennoch ihrer Arbeit nachgehen können, während sich der Familienservice um den Nachwuchs kümmert. Neben dem Kinderbetreuungsbereich wollen wir aber auch die Thematik Pflege von Angehörigen ausbauen. Dieses Thema ist leider noch zu wenig präsent, obwohl es doch viele Leute betrifft. Pflegebedarf findet man eben nicht nur bei Eltern oder Großeltern, sondern beispielsweise auch bei Kindern mit Behinderungen. Hier stellt sich dann die Frage, wie man eine solche Situation gut mit dem Alltag vereinbaren kann und welche Unterstützung man erhalten kann.

Wer gehört zum Team des Familienservice?

Der Familienservice wird durch Mitarbeitende des Zentrums für Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung sowie durch studentische Hilfskräfte bei Bedarf unterstützt. Es ist uns wichtig, dass die pädagogische Qualität gewährleistet ist. Deshalb gibt es für die Studierenden regelmäßige Weiterbildungsangebote, wie beispielsweise einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind.

Wo kann ich mich über den Familienservice informieren?

Im Internet unter www.tu-chemnitz.de/tu/familie findet man viele Informationen. Vor Kurzem ist auch eine Broschüre mit allen Angeboten des Familienservice erschienen, die man unter anderem an vielen Auslageorten der Universität findet. Gerne kann man mich auch telefonisch unter der Nummer 0371 531-34643 erreichen oder eine E-Mail an Familienservice@tu-chemnitz.de schreiben. Ich stehe für Fragen gerne zur Verfügung.

Vielen Dank für das Gespräch!

Katharina Thehos
09.10.2014

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