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Fünfte Auflage von "Kunst für Kreativität"

Chemnitzer Künstler vermitteln im Sommersemester 2009 wieder Schlüsselkompetenzen an der TU - Anmeldung läuft

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Grafik: Steffen Volmer

Was macht die Kreativität eines Menschen aus? Der Chefdramaturg der Landesbühnen Sachsen, Dr. Karl-Hans Möller, hat darauf eine einfache Antwort: "Er muss den Mut haben, Eindeutigkeit und Nachweisbarkeit zu hinterfragen und sich dem Ungefähren und Unfassbaren zuzuwenden!" Kreativität gehöre zu den Schlüsselkompetenzen, die von Hochschulabsolventen im Berufsalltag erwartet werden. Die Wenigsten hatten jedoch Gelegenheit, diese Kompetenz gezielt zu entwickeln. Anders an der TU Chemnitz: In Zusammenarbeit mit Chemnitzer Künstlern und Kultureinrichtungen wird auch im Sommersemester 2009 das Seminar "Kunst für Kreativität" im Rahmen des Studiums generale angeboten. Es richtet sich an Studierende aller Fakultäten und Studienfächer. "Man bekommt andere und vor allem unterschiedliche Sichtweisen aufgezeigt und wird dazu ermuntert, die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Dies hilft auch oft im technischen Fach Maschinenbau weiter", resümierte ein Teilnehmer der Veranstaltung im vergangenen Sommersemester.

Die Studierenden lernen am Beispiel der Kunst, die Frage der Realisierbarkeit zunächst in den Hintergrund treten zu lassen und an Beispielen aus Schauspiel, Musik, Malerei, Druckgrafik und Puppenspiel kreative Prozesse selbst zu erleben. Dabei wird die Lust der Studierenden zum Öffnen und zur grenzenlosen Ausdehnung der eigenen Phantasie gefördert. Anschließend erhalten sie in den Veranstaltungen auch die Möglichkeit zur Diskussion. Wer befürchtet, dass er in dieser Lehrveranstaltung zum Künstler "light" werden soll, den beruhigt Dr. Möller: "Diese Beschäftigung mit Theater, Musik und Bildender Kunst soll keine Künstler ausbilden." Ziel ist nicht die eigene künstlerische Betätigung, sondern die Studierenden können von der Kunst für ihre Kreativität lernen.

Dem Chefdramaturgen ist es erneut gelungen, renommierte Gastdozenten zu gewinnen, darunter Komponisten, Musiker, Maler, Graphiker, Schauspieler, Regisseure, Ballettmeister, Lichtdesigner und Bühnentechniker. Gemeinsam haben sie die Lehrveranstaltung "Kunst für Kreativität" in unterschiedliche künstlerische Zugänge aufgeteilt und mit Überschriften wie "Klänge sehen, Farben hören", "Animation lebloser Materie" oder "Töne aus Röhren und Seilen" versehen. Erstmals angeboten wird ein Probenbesuch "Von der Theatralik des Fußballs", ein Kulturpolitik-Seminar "clara mosch im Visier der Stasi" sowie eine Exkursion ins Schauspielhaus unter dem Motto "Widerspruch zwecklos…".

"Die TU Chemnitz erweitert mit dieser Veranstaltungsreihe erneut ihr Angebot zur Vermittlung von Schlüsselkompetenzen", sagt Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, der diese ungewöhnliche Form der Lehrveranstaltung initiiert hat und sich über den großen Erfolg freut. "Innerhalb weniger Stunden waren die bisherigen Seminare ausgebucht", berichtet der Rektor.

Auch die fünfte Auflage des Seminars ist offen für alle Studierende der TU Chemnitz. Allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 25 Plätze begrenzt. Die Veranstaltung findet jeweils am Montag von 17.30 bis 19 Uhr an unterschiedlichen Orten (u. a. Städtische Theater, Weltecho, Ateliers) statt. Erster Termin ist der 6. April 2009 im HeckArtHaus. Anmeldungen können unter http://www.tu-chemnitz.de/verwaltung/vlvz/generale vorgenommen werden.

Weitere Informationen erteilt Pia Furchheim, Referentin im Büro des Rektors, Telefon 0371 531-36811, E-Mail pia.furchheim@verwaltung.tu-chemnitz.de.

Katharina Thehos
16.03.2009

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