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Chemische Verbindungen nach Jordanien

Prof. Dr. Rudolf Holze, Leiter der Arbeitsgruppe Elektrochemie an der TU Chemnitz, berichtet von seinem Aufenthalt an Universitäten in Jordanien

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Prof. Dr. Rudolf Holze (l.) wurde vom Präsidenten der Jordanischen Technischen Universität Tafila, Prof. Dr. Sultan T. Abu-Orabi, begrüßt. Zwischen dieser Universität und der TU Chemnitz besteht seit Januar 2007 eine Kooperationsvereinbarung. Foto: privat

Im Rahmen des Wissenschaftler-Austauschprogramms (WAP) 2008 habe ich mich auf Einladung der Jordanian University of Science and Technology (JUST) in Irbid an dieser Universität sowie an weiteren Hochschulen in Jordanien aufgehalten. Wissenschaftliche Übersichtsvorträge über unsere laufenden Arbeiten zur Spektroelektrochemie und elektrochemischen Materialwissenschaft sowie grundlegende Vorlesungen über Elektrochemie waren die Hauptaufgaben während des Aufenthaltes. Diese Vorlesungen habe ich unter anderem an der Tafila Technical University, Department of Chemistry, College of Science, vor Studierenden des Bachelor-Studiengangs Chemie gehalten. Hierbei waren fortgeschrittene Pläne der Universitätsleitung zur Einrichtung eines Masterstudiengangs Chemie mit besonderer Betonung der Elektrochemie von zentraler Bedeutung. Zur Einrichtung eines zur Bachelor- wie Master-Ausbildung gehörenden Praktikums habe ich aus eigener Erfahrung Anregungen geben können, ein Vorabdruck eines im Erscheinen begriffenen Buches "Experimental Electrochemistry - A Laboratory Textbook" (Wiley-VCH) wird dabei hoffentlich hilfreich sein.

Mit Studierenden und Lehrenden habe ich ausführlich über Studien-, Qualifizierungs- und Forschungsmöglichkeiten in Deutschland gesprochen. Praktische Hinweise auf Förderprogramme, Modalitäten, sinnvolle Vorgehensweise bei der Suche nach Studien- und Arbeitsort etc. werden vielleicht zu weniger Reibungsverlusten bei den ausgeprägten Bemühungen jordanischer Studierender und Hochschullehrer um Aufenthalt und Tätigkeit im Ausland beitragen. In den Diskussionen ergab sich die Möglichkeit der Zusammenarbeit im Bereich der Organometallchemie. Dies verspricht neue Anknüpfungspunkte auch zur Gruppe von Prof. Dr. Heinrich Lang in Chemnitz und Prof. Dr. Wolfgang Weigand in Jena, in der ähnliche Systeme synthetisiert und charakterisiert werden. Weitere Vorträge habe ich an der King Hussein University, Ma´an, und in Karak an der Mutah University gehalten. Insgesamt blieb ein überaus positiver Eindruck. Landestypische Kleinigkeiten, die in unterschiedlichen Zeitgefühlen und Organisationskulturen liegen, konnten dies nicht wesentlich trüben.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Rudolf Holze, Telefon 0371 531-31509, E-Mail rudolf.holze@chemie.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
23.06.2008

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