TU Chemnitz Lehre Studentische Arbeiten Analyse von Greifposen bei natürlicher Objektübergabe

Analyse von Greifposen bei natürlicher Objektübergabe

Analyse von Greifposen bei natürlicher Objektübergabe

Beschreibung


Die Übergabe von Gegenständen gehört zu den interaktiven Grundfertigkeiten robotischer Systeme. In der heute verfügbaren Umsetzung reicht diese für erfolgreiche Interaktionen im Alltag jedoch nicht aus. So ist in der praktischen Nutzung während der Interaktion nicht immer Sichtkontakt zum Roboter möglich. Beispielsweise nimmt im Alter die Sehfähigkeit des Menschen ab oder die Körperhaltung während einer Arbeitstätigkeit lässt einen Sichtkontakt zum Roboter bei der Übergabe nicht zu. Das Thema gewinnt besonders durch die Zunahme von Mensch-Roboter-Kollaborationen in Arbeitsstätten an Bedeutung. Hier könnte beispielhaft das Anreichen von Gegenständen mit potentieller Verletzungsgefahr durch das robotische System eine besondere Herausforderung darstellen. Darüber hinaus ist auch im Arbeitskontext die Interaktion mit blinden und stark seheingeschränkten Personen zu beachten, bei denen der Sichtkanal gar nicht zur Verfügung steht.
Innerhalb der studentischen Arbeit soll menschliches Verhalten bei der natürlichen Objektübergabe näher untersucht werden, um daraus Erkenntnisse zur Gestaltung des Interaktionsprozesses mit Robotern abzuleiten. Konkret interessiert, an welchen Verhaltensweisen der Roboter die Bereitschaft des Menschen zur Objektübergabe erkennen kann. Dabei sollen Körperhaltung und insbesondere die Position und Form der Hand bei der Übergabe verschiedener Gegenstände aus Videodaten erfasst und in ein Schema eingeordnet werden. Zudem soll im Rahmen eines Design-for-all-Ansatzes festgestellt werden, ob es bei der Übergabe von Gegenständen gestaltungsrelevante Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Sichteinschränkung gibt.

Aufgaben


  • Einarbeitung ins Thema Mensch-Roboter-Kollaboration
  • Erarbeitung von Anwendungskontexten für Objektübergaben unter Sichteinschränkung im Produktionskontext
  • Überarbeitung eines Kodier-Schemas zur Klassifikation von Greifposen & Körperhaltungen zur Erkennung von Kooperationsbereitschaft
  • Kodierung von Video-Material anhand des erstellten Kodier-Schemas
  • Auswertung der aufbereiteten Daten
  • Zusammenfassung der Ergebnisse und Ableitung von Gestaltungsvorschlägen

Profil/Kenntnisse


  • Englischkenntnisse zur Erarbeitung der Grundlagenliteratur
  • Grundkenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten
  • hilfreich: Kodiererfahrung
  • Interesse an spezifischen Nutzergruppen & Mensch-Roboter-Kollaboration

Organisatorisches


Ort: 
Kodierung im Universitätsteil Erfenschlag
Zeitrahmen: 
WS 2019/20

Ansprechpartner