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Wie Theorie zu Praxis wird

In wirtschaftswissenschaftlichem Planspiel simulierten Studierende an der TU Chemnitz Situationen aus Wirtschaft und Management

Mehr Praxis in das wirtschaftswissenschaftliche Studium im Masterstudiengang "Management and Organisation Studies" an der Technischen Universität Chemnitz zu bekommen - darum ging es beim Planspiel "InterVentio". Das Planspiel fand vom 7. bis 10. Januar 2019 an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften statt.  Hier simulierten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen reale Situationen und Abläufe und versuchten, Lösungen zu entwickeln. Seit 2009 findet jeweils in der ersten Vorlesungswoche im Januar ein Planspiel für die Erstsemester dieses Master-Studienganges statt.

"Ein Vorteil des Planspiels ist, dass es auf den theoretischen Grundlagen der Vorlesung Organizational Behavior aufbaut. In dem dreitägigen Planspiel konnten die Teilnehmer zum einen Inhalte praktisch anwenden und zum anderen auch durch geführte Reflexionsrunden Sachverhalte, Inhalte und Strukturen in und um eine Organisation auf verschiedenen Ebenen kritisch hinterfragen", sagt die Leiterin des Projektes, Mareike Kroll. Sie ist außerdem Mitarbeiterin der Professur BWL VI - Personalwesen & Führungslehre an der TU Chemnitz. In der Vorlesung wie auch im Planspiel habe zudem nicht nur die Organisation selbst im Mittelpunkt gestanden; vielmehr seien alle Ebenen betrachtet worden. Dazu gehören die individuelle, die Gruppen- und die organisationale Ebene. "Die Teilnehmer konnten sich in stressbehafteten Situationen austesten. Den Abschluss des Moduls bildete eine mündliche Prüfung, in der die Teilnehmer einen Themenblock aus der Vorlesung theoretisch präsentieren und ihn auf das Planspiel bezogen rückkoppeln mussten", fasst Kroll zusammen.

Eigenes Unternehmen entwickelt

Im Rahmen des Planspiels entwickelten die Studierenden ein eigenes Unternehmen inklusive Struktur, Umwelt und interner Abläufe. Dadurch erhielten sie einen Einblick in die Prozesse und deren Auswirkungen in einer komplexen Organisation. Die Ergebnisse besprachen und werteten die Teilnehmenden anschließend gemeinsam aus. So schärften sie das Verständnis vom Verhalten des Einzelnen oder einer Gruppe in einer Organisation und erweiterten ihre sozialen Kompetenzen. "Wir haben gelernt, wie so eine Organisation funktioniert und auch schnell den Umgang verschiedener Typen von Führungspersonen mit Stress kennengelernt“, fasst René Kirchschläger, Teilnehmer des Planspiels, zusammen. Dies habe dem einen oder anderen sicherlich gezeigt, wo sie sich gegebenenfalls noch verbessern können, zum Beispiel bezüglich Umgangsformen und Kommunikation. „Ich finde das Planspiel sehr gelungen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht", so Kirchschläger abschließend.

Hintergrund: Masterstudiengang „Management and Organisation Studies“

Der international ausgerichtete Masterstudiengang „Management and Organisation Studies“ ist in Deutschland einzigartig und bietet den Studierenden eine Ausbildung in den Bereichen Organisational Behavior, Personalmanagement und Führung, Wissensmanagement, sowie Innovations-, Technologie- und Netzwerkmanagement. Die Lehrveranstaltungen an den Professuren Organisation und internationales Management, Personalmanagement und Führungslehre sowie an der Professur Innovationsforschung und Technologiemanagement fördern die Entwicklung von menschlicher Kompetenz, Kreativität und Motivation und deren Einsatz in Organisationen und globalen Netzwerken.

(Autorin: Julia Henkel)

Matthias Fejes
11.01.2019

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