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Uni hautnah erleben: 75 Schüler und Schülerinnen erforschen die Facetten des Automobils

Nunmehr zum siebten Mal war ein kompletter Jahrgang der 11 Klasse des Johannes-Kepler-Gymnasiums Chemnitz für den "Fächerübergreifenden Unterrichts“ an der TU Chemnitz

Das Thema „Automobil“ beschäftigte auch in diesem Jahr 75 Schüler und Schülerinnen der elften Klassenstufe des Johannes-Kepler-Gymnasiums Chemnitz. Von der langjährigen Automobilgeschichte der Region, der Fahrsimulation, Konstruktion und Fertigung eigener Modelle sowie der Programmierung autonomer Fahrzeuge über mathematische Berechnungen von Spieltheorien im Verkehrsverhalten bis hin zur Eigenschaftsermittlung von Werkstoffen näherten sich die Schülerinnen und Schüler vom 5. bis 9. März 2018 vielfältig dem Thema und erlebten die Interdisziplinarität der Technischen Universität Chemnitz.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der verschiedenen Fakultäten ermöglichten durch die intensive Arbeit den Einblick in ihre Fachdisziplinen und konnten dem potentiellen Nachwuchs der Wissenschaft in ihr Fach einführen und dafür begeistern. So stellte der Schüler Yaroslav Fetysov fest, dass „in dem fächerübergreifenden Unterricht Mathematik ja durchaus in Alltagsphänomenen von Bedeutung ist. In der Schule legt man dafür gerade mal die Grundlagen, jedoch fehlt oft der Anwendungsbezug.“

Die fünf Tage an der TU waren sehr abwechslungsreich. Neben grundlegendem Input der Vertreter und Vertreterinnen der Fakultäten in Vorlesungen anfangs der Woche wurde es für die Schüler und Schülerinnen in Experimenten, Simulationen und komplexen Rechnungen sehr praktisch. In der Gruppenarbeit erprobten und beforschten sie zum Beispiel im Fahrsimulator die Ablenkung des Fahrers, konstruierten mit CATIA eigene Fahrzeugmodelle, welche anschließend im 3-Druck modelliert wurden oder ließen autonome Fahrzeuge nach erfolgreicher Programmierung Hindernisse umfahren. „Die Schülerinnen und Schüler sind absolut begeisterungsfähig und ackern auch lange nach offiziellem Schluss noch an ihren Präsentationen“, so Maja Riedel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät für Informatik und TU4U.

Die Ergebnisse wurden abschließend von den zehn Projektgruppen am letzten Tag vor allen Mitschülern und Mitschülerinnen sowie den Fachlehrern präsentiert. „Durch die Präsentationen zum Projektabschluss wird die Komplexität der verschiedenen Teilgebiete bzw. Gruppenarbeiten deutlich“, so der Organisator Dr. Uwe Dombeck von der Fakultät für Maschinenbau aus dem Projekt „TU4U“ sichtlich beeindruckt. Eines der Ziele dieses Veranstaltungsformates sei es, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig an universitäre Abläufe heranzuführen. Diesen Gesamtzusammenhang könne die Schule gar nicht herstellen und sei doch so wichtig, um persönliche Studienentscheidungen treffen zu können, so Christian Günther, Beratungslehrer und Koordinator des Fächerübergreifenden Unterrichts der Schule.

Die enge Zusammenarbeit und Kooperation besteht in diesem Format nunmehr seit 2012 zwischen dem Kepler-Gymnasium und der TU Chemnitz, welche zudem die Durchführung von Schülerpraktika und die Betreuung "Besonderer Lernleistungen" beinhaltet. Die Erfahrungen des Uni-Campus und des universitären Alltags ermöglichen den Schülern und Schülerinnen, ihre Studien- und Berufsentscheidung fundiert zu treffen. Allein die Erkenntnis von Katy Nguyen, Schülerin der 11. Klasse, dass die Dozenten offen und locker sind und jegliche Fragen beantworten, mag den Zugang zur Universität erleichtern.

Weitere Informationen erteilt Dr. Uwe Dombeck, Telefon 0371 531-36742, E-Mail uwe.dombeck@mb.tu-chemnitz.de

(Autorin: Ulrike Bergmann)

Mario Steinebach
19.03.2018

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