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Start des Mentoring-Programms „WoMentYou“

WoMentYou ist ein weiterer Baustein gleichstellungsfördernder Maßnahmen, der Wissenschaftlerinnen an der TU Chemnitz auf ihrem Karriereweg unterstützen soll – Erster Durchgang startet mit zwölf Frauen

Trotz einer Vielzahl gleichstellungsfördernder Maßnahmen, die Wissenschaftseinrichtungen bundesweit anbieten, hat sich die Anzahl von Frauen auf den unterschiedlichen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen noch nicht zufriedenstellend erhöht. Zahlreiche Wissenschaftlerinnen verlassen nach ihrer Promotion oder Habilitation das Wissenschaftssystem, um sich in anderen Berufsfeldern zu orientieren. Die Gründe sind vielfältig. „Maßnahmen, die karriereambitionierte Wissenschaftlerinnen gezielt begleiten und ihnen das notwendige Rüstzeug geben, den oft schwierigen Weg in eine leitende Position in Wissenschaft oder Forschung zu gehen und sie damit auch im System zu halten, gewinnen verstärkt an Bedeutung“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Technischen Universität Chemnitz, Karla Kebsch. „Deshalb haben wir ein Programm entwickelt, in welchem der informelle Erfahrungs- und Wissenstransfer sowie die individuelle Förderung der Teilnehmerinnen durch erfahrene Professorinnen und Professoren oder Führungspersönlichkeiten aus Unternehmen und Organisationen im Mittelpunkt steht.“ Wissenschaftlerinnen sollen bestärkt werden, ihre begonnene wissenschaftliche Karriere konsequent weiterzuverfolgen.

Das von Kebsch geleitete Projekt „WoMentYou“ richtet sich an Juniorprofessorinnen, Habilitandinnen, habilitierte Wissenschaftlerinnen sowie Postdoktorandinnen aller Fakultäten sowie der Zentralen Einrichtungen der TU Chemnitz, die in den nächsten Jahren eine leitende Funktion in Wissenschaft und Forschung anstreben. In diesem Mentoring-Programm werden sie gezielt bei ihrer Karriereentwicklung unterstützt und auf Forschungs- und Führungsaufgaben im Wissenschaftssystem vorbereitet. Durch das Programm erhalten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, ihre Kompetenzen in karriererelevanten Workshops zu erweitern, neues Erfahrungswissen zu gewinnen und fördernde Netzwerke in der Scientific Community aufzubauen. Mentoring ermöglicht, Beratungs- und Wissensressourcen zu erschließen, die an deutschen Hochschulen bislang nicht systematisch genutzt werden und über formale Aus- und Weiterbildungsmethoden kaum zugänglich sind.

„WoMentYou“ kombiniert die Bausteine Mentoring, Workshops/Coaching und Networking. Während des gesamten Programmablaufs in einem Zeitraum von 18 Monaten besuchen die Teilnehmerinnen ausgewählte Workshops, die individuell auf den Bedarf der Wissenschaftlerinnen zugeschnitten sind, wie beispielsweise Drittmittelakquise, Work-Life-Balance, Bewerbungs- und Berufungstrainings und Karrierecoaching. Daneben steht vor allem die individuelle Mentoring-Beziehung im Fokus. "Auf ihrem Weg werden die Mentees von in Wissenschaft und Forschung erfolgreich etablierten Mentorinnen und Mentoren begleitet, die ihnen während des gesamten Zeitraums und bei Wunsch auch darüber hinaus beratend zur Seite stehen, sie an ihren Erfahrungen teilhaben und von ihren Kontakten profitieren lassen", erläutert Kebsch.

Zwölf Wissenschaftlerinnen aus den Fakultäten und Zentralen Einrichtungen der TU Chemnitz absolvieren die erste Runde des Programms. „Mentoring bietet die Möglichkeit für einen sehr intensiven und persönlichen Austausch, in dem wertvolle Erfahrungen weitergegeben werden wie in kaum einem anderen Betreuungsverhältnis“, so Juniorprofessorin Anne Kerstin Reimers von der Juniorprofessur Sportpädagogik, eine Mentee des Programms „WoMentYou“. Der erste Workshop findet am 7. Februar zum Thema „Der Einstieg in die Nachwuchsgruppenleitung“ statt.

Das neue Mentoringprogramm „WoMentYou“ ist eine gleichstellungsfördernde Maßnahme, die aus Mitteln des Professorinnenprogramms II des Bundes und der Länder finanziert wird.

Weitere Informationen zum Mentoring-Programm: https://www.tu-chemnitz.de/gleichstellung/womentyou.

Kontakt: Nicole Dietrich, Programmkoordinatorin Mentoring, Telefon 0371 531-36625, E-Mail mentoring@tu-chemnitz.de

(Autorinnen: Nicole Dietrich und Karla Kebsch)

Mario Steinebach
06.02.2018

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