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MERGE bringt Europa in die Region

Bundesexzellenzcluster MERGE ist Teil des neuen INNO INFRA SHARE-Projektes der Europäischen Union zur Regionalentwicklung

Der Chemnitzer Bundesexzellenzcluster MERGE ist einer von acht internationalen Projektpartnern im zu Beginn des Jahres gestarteten EU-Projekt INNO INFRA SHARE (Sharing Strategies for European Research and Innovation Infrastructures). In den darin beteiligten Grenzregionen werden neben Tourismus- und Umweltprojekten auch die lokale und regionale Forschung sowie Innovationsinfrastruktur gefördert. Durch die Vernetzung der internationalen Forschungseinrichtungen Aster (Italien), Flander Make (Belgien), Brno University of Technology (Tschechische Republik), Brainport Development (Niederlande) und der Städteplanungs- und Entwicklungseinrichtungen Tartu City Government (Estland), Vidzeme Planning Region (Litauen) sowie der Region Skåne (Schweden) sollen so optimale Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Innovation geschaffen werden.

Mithilfe des EU-Projekts kann MERGE die bestehende Innovationsinfrastruktur weiterentwickeln und zukünftig beispielsweise das MERGE-Technologiezentrum gemeinsam mit den Projektpartnern nutzen. Ziel ist es, eine optimale Auslastung von Halle und Maschinen durch eine zunehmende Vernetzung und gemeinsame Nutzung mit regionalen Unternehmen zu erreichen. „Im Rahmen des interregionalen Programms wird MERGE Impulse für eine wettbewerbs- und zukunftsfähige Region geben. Darüber hinaus öffnet das Projekt Türen zu einer zunehmenden Internationalisierung und möglichen Forschungskooperationen in Richtung Materialforschung“, erklärt Dr. Katharina Schöps, EU-Projektkoordination im Bundesexzellencluster die Teilnahme. Die europäischen Partnerschaften sollen die Potentiale großserientauglicher Technologien von MERGE insbesondere für die Zusammenarbeit mit kleinen und mittleren Firmen erschließen und Marktanteile für den einheimischen Leichtbau sichern. Das Projekt dient also auch dem Ausbau des internationalen MERGE-Netzwerkes. „Dieser einmalige Schulterschluss von MERGE mit internationalen Partnern erlaubt es, neue wissenschaftlich-technische Lösungsansätze und Verbesserungen von Ressourcen- und Energieeffizienz in dem zukunftsorientierten Feld der Leichtbautechnologie zu schaffen“, erklärt Prof. Dr. Lothar Kroll, Koordinator des Bundesexzellenzclusters. Bis Ende 2018 wird im INNO INFRA SHARE-Projekt ein gemeinsamer Aktionsplan entwickelt, der dann bis 2020 umgesetzt werden soll. In der Projektphase sind außerdem Study-Tours in die beteiligten Regionen zum gegenseitigen Kennenlernen geplant.

Neben dem neu gestarteten Infrastruktur-Projekt hat die EU dem Bundesexzellenzcluster noch drei weitere Projekte bewilligt. Außerdem beteiligt sich MERGE aktiv an der „VANGUARD Initiative for New Growth through Smart Specialisation“ europäischer Innovationsregionen, in der auch Sachsen vertreten ist. Ziel dieser Initiative ist die Bündelung von Kompetenzen in interregionalen Clustern, die Handlungsstrategien zwischen grenznahen europäischen Gebieten erarbeiten sollen, welche wiederum der Stärkung von Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie dienen. Dadurch sollen bereits bestehende, aber auch sich entwickelnde Märkte gefördert werden.

Hintergrund: Bundesexzellenzcluster „MERGE“

In diesem bundesweit einzigartigen Projekt arbeiten an der TU Chemnitz seit 2012 etwa 100 Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler sowie Technikerinnen und Techniker an einer Technologiefusion multifunktionaler Leichtbaustrukturen. Ziel ist es, heute noch getrennte Fertigungsprozesse bei der Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffgruppen wie Textilien, Kunststoffe und Metalle zusammenzuführen und mit Sensorik und Aktorik auszustatten. Mehrkomponentenbauteile können dann in Großserie kostengünstiger und energieeffizienter produziert werden. Im Bundesexzellenzcluster sind auch Großunternehmen und zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen eingebunden, die komplementär die Wertschöpfungskette „Vom Werkstoff zur Leichtbaustruktur“ abbilden. Die Projektergebnisse des Clusters bedienen führende Märkte der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, des Maschinenbaus und der Mikrosystemtechnik.

(Autorin: Katharina Wolfrum)

Mario Steinebach
28.06.2017

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