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Studenten der TU Chemnitz gehen viral

Die Geschichte einer interkulturellen Freundschaft

Nur kurz ein Video, ein Foto oder einen Tweet gepostet und schon kurze Zeit später ein Star im Netz. So erging es auch Kiran, einem Studenten der Technischen Universität Chemnitz, der gemeinsam mit seinem Freund André im Mai ein Video zu ihrem Sprachtandem bei dem sozialen Netzwerk „Facebook“ online stellte. Das Video zählt inzwischen rund 1.760 Klicks, wurde 16 Mal geteilt und erfreut sich einer sehr positiven Resonanz in den Kommentaren. Doch wie kam es eigentlich zu dieser besonderen interkulturellen Freundschaft zwischen Kiran und André?

Nachdem Kiran nach Deutschland kam, um dort an der TU Chemnitz zu studieren, meldete er sich bei der Internetplattform mylanguageexchange.com an. Die Website ermöglicht ihren Nutzerinnen und Nutzern, kostenlos mit Muttersprachlern in Kontakt zu treten und durch diese eine neue Sprache zu erlernen.


Der gebürtige Inder Kiran gab bei der Anmeldung alle Sprachen, die er sprechen kann, an und erhoffte sich, durch die Anmeldung nicht nur neue Leute kennenzulernen, sondern auch anderen Menschen beim Spracherwerb zu helfen und selbst neue Sprachen zu lernen. Er habe „nie damit gerechnet, dass jemand aus Deutschland Interesse daran haben würde, meine Muttersprache Kannada zu lernen“, so der TU-Student in dem Clip. Kannada wird hauptsächlich in Südindien gesprochen. Rund 40 Millionen Muttersprachler beherrschen sie. Doch zu Kirans Überraschung dauerte es gar nicht lange, bis er neben zahlreichen Anfragen zur englischen Sprache auch eine Anfrage von André bekam. Der interessiert sich aber nicht für Englisch, sondern für Kannada. Dafür bot er Kiran an, ihm Deutsch beizubringen. Kurze Zeit später standen die Beiden bei WhatsApp in Kontakt. Blieben also in den sozialen Medien, wechselten aber in eine privatere Kommunikation über den Direktnachrichten-Dienst. Es folgte das erste Treffen und aus einem anfänglichen Sprachaustausch entstand eine tiefe Freundschaft. „Ich wollte mit dem Video vor allem eine interkulturelle Verbindung zeigen, die in der heutigen Welt besonders wichtig ist.“, erklärt Kiran in seinem Posting. „Es ist eine ‘Success Story‘ für die positive Integration internationaler Studierender“, meint Prof. Olfa Kanoun, Inhaberin der Professur für Mess- und Sensortechnik an der TU Chemnitz. Sie selbst wurde ebenfalls durch Facebook auf das Posting aufmerksam und freut sich über die gute Zusammenarbeit von ausländischen und deutschen Studierenden. „Unsere Studenten können sogar zuhause bleiben und die ganze Welt kommt zu ihnen!“

Zuhause bleiben möchten André und Kiran erstmal nicht. So freut sich André schon darauf, eines Tages nach Indien zu reisen, um dort die erlernte Sprache anzuwenden. Und wenn er mal nicht weiterkommen sollte, hat er ja immer noch Kiran. Der ist schließlich nur einen Klick entfernt.

Das Video auf Facebook: ww.facebook.com/kiran.kamarthi/videos/1464909763580546/

Matthias Fejes
09.06.2017

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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