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Gemeinsam forschen für „grüne“ Verbundwerkstoffe

Besuch einer Delegation der King Mongkut’s University of Technology North Bangkok an der TU Chemnitz - Forschungskooperation mit dem Bundesexzellenzcluster MERGE wird weiter vertieft

Seit rund zehn Jahren besteht die Kooperation der Technischen Universität Chemnitz mit der King Mongkut’s University of Technology North Bangkok (KMUTNB), die insbesondere auf die Aus- und Weiterbildung und den Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden aus den Ingenieurwissenschaften abzielt. Dieser langjährige internationale Erfahrungsaustausch wird vom 4. bis 10. Dezember 2016 mit dem Besuch einer fünfköpfigen Delegation der KMUTNB sowie einer zehn Personen starken Delegation aus thailändischen Industrie-, Wirtschafts- und ehemaligen Politikvertretern an der TU Chemnitz fortgesetzt. Bei einem gemeinsamen Get together mit den Gästen im MERGE Technologiezentrum gab TU-Kanzler Eberhard Alles Einblicke in die Zusammenarbeit der beiden Universitäten und präsentierte Impressionen der vergangenen Jahre. Er sprach sich während seines Vortrages für eine Intensivierung der bestehenden Zusammenarbeit aus.

Insbesondere im Forschungsgebiet der faser- und textilbasierten Naturrohstoffe, die u. a. Gegenstand im Bundesexzellenzcluster MERGE ist, sind derartige internationale Kooperationen von hoher Bedeutung, da aufgrund der sehr guten Wachstumsbedingungen in subtropischen und tropischen Regionen vielfältige Fasermaterialien anfallen, die für die Faserverstärkung interessant sind. Vielfach liegen in diesen Ländern bisher aber nur wenige Erfahrungen zur Verarbeitung und Anwendung von Faserrohstoffen in technischen Bereichen vor. Genau an dieser Schnittstelle setzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Chemnitz an. Ein gemeinsam von Forscherinnen und Forschern beider Universitäten organisiertes Fachseminar rund um das Thema „Biobasierte und textilverstärkte Verbundwerkstoffe“ fand im Juni diesen Jahres bereits zum fünften Mal im thailändischen Bangkok statt. Vertreter des Bundesexzellenzclusters MERGE referierten zu den neuesten Entwicklungen der Verarbeitung von Halbzeugen, Technologien und Anlagen zur Herstellung sowie zur Gestaltung und Struktursimulation von Bauteilen mit dem Fokus auf faserverstärkten Leichtbaustrukturen, innovativen Kunststofftechnologien sowie Naturfaser- und Biopolymerverbunden. Gemeinsam mit Industrievertretern des Landes und Kooperationspartnern der KMUTNB diskutierten die Chemnitzer Wissenschaftler die Möglichkeiten zur Umsetzung von Entwicklungsprojekten mit der thailändischen Kunststoff-Verbundwerkstoff-Industrie.

Die thailändischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten nun bei ihrem aktuellen Gegenbesuch an der TU die Gelegenheit, die in den vergangenen Workshops thematisierten Entwicklungen an der Chemnitzer Universität live erleben und vertiefen zu können. Sowohl Exkursionen als auch Vorträge und Diskussionen rund um das Thema Leichtbauforschung stehen auf dem Programm. Auch über den internationalen Masterstudiengang "Merge Technologies for Resource Efficiency" diskutierten die Delegationsteilnehmer bereits gemeinsam mit Prof. Dr. Stephan Odenwald, Studiendekan und Inhaber der Professur Sportgerätetechnik an der TU Chemnitz.

Die Kooperation der beiden Universitäten hat bereits zu einem Studierendenaustausch der Thai-German-Graduate School der KMUTNB und dem Bundesexzellenzcluster MERGE geführt. Aktuell ist seit Oktober ein Masterstudent auf dem Gebiet des Leichtbaus der KMUTNB Doktorand am Institut für Strukturleichtbau der TU Chemnitz im Rahmen von MERGE. Erst kürzlich legte zudem Prof. Suchart Siengchin, Präsident der King Mongkut`s University of Technology North Bangkok, an der TU Chemnitz erfolgreich seine Habilitation ab.

(Autorin: Diana Ruder)

Mario Steinebach
08.12.2016

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