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Museumsleiterin mit Besucherblick

Cornelia Sommerfeld studierte an der TU Chemnitz Geschichte des Mittelalters und hat seit Mai 2015 die Leitung des Heimatmuseums in Meerane inne

  • Cornelia Sommerfeld vor dem Alten Rathaus Meerane, in dem das Heimatmuseum beherbergt ist. Foto: Yasmina Ramdani

Die aus Wittenberge in Brandenburg stammende Cornelia Sommerfeld ist seit Mai 2015 Leiterin des Heimatmuseums in Meerane. „Mein Weg vom Studium zu dieser Arbeitsstelle war steinig und beinhaltete einige Umwege. Jetzt bin ich endlich angekommen“, erzählt die 35-Jährige. 2001 nahm Sommerfeld das Studium der Geschichte des Mittelalters an der TU auf und schloss es 2005 mit dem Magister ab. Zuvor studierte sie zwei Jahre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die Fächer Geschichte, Philosophie und Soziologie bevor sie nach Chemnitz wechselte. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie für ein halbes Jahr an einer Projektarbeit von Pfarrer Edmund Käbisch aus Zwickau zum Thema Euthanasie im Dritten Reich in der Region mit. Dabei leistete sie zusammen mit Jugendlichen der elften und zwölften Klasse Pionierarbeit: Sie arbeiteten unberührte Archivinhalte zu dem Thema auf. Danach folgten Jobs im Einzelhandel sowie die Geburten ihrer beiden Kinder 2009 und 2013.

Im Jahr 2011 konnte Sommerfeld zum ersten Mal Museumsluft schnuppern. Für vier Wochen war sie im Museum Schloss Hinterglauchau tätig, bevor sie eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin für den Teehaus Altenburg Förderverein annahm. Dort war sie für ein Jahr zuständig für die Organisation verschiedener Veranstaltungen zur Spendenmobilisierung für die Sanierung des Teehauses, ein historisches Gebäude in Altenburg. Durch eine Bewerbung für die Museumsleitung in Waldenburg im Februar 2015 geriet ihr Bewerbungsschreiben an die Stadtverwaltung in Meerane und Sommerfeld fand schließlich eine Festanstellung im Heimatmuseum.

Meerane hat eine interessante Stadtgeschichte und Cornelia Sommerfeld hat sich diese schnell verinnerlicht: „Es ist wirklich schon zu meinem Museum geworden. Die Arbeit macht mir unheimlich viel Spaß und ich bin froh, endlich mit den Inhalten meines Studiums arbeiten zu können“, berichtet sie. „Das Studium war letztendlich nicht umsonst, aber ich hatte es ohnehin aus Interesse absolviert.“ Das Heimatmuseum ist im Alten Rathaus in Meerane beheimatet und seit 1992 existiert die Dauerausstellung. Mit der Steinzeit beginnt die Reise durch Meeranes Geschichte, geht über die erste Namenserwähnung im Jahr 1174 und endet derzeit mit dem Dritten Reich. „Die Weber waren ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte. Insgesamt entwickelte sich Meerane zu einer Industriehochburg, da entsprechende Infrastruktur früh geschaffen wurde“, weiß Sommerfeld zu berichten.

„Die Bürger waren schon immer sehr aktiv in der Mitgestaltung ihrer Stadt und das hat sich bis heute nicht geändert. Sie sind sehr interessiert am Fortbestand des Museums und erzählen Geschichten, wodurch ich ein detaillierteres Bild der Stadt erhalte“, so die TU-Absolventin. Die Arbeit im Museum ist für sie als neue Leiterin vielfältig. Neben der Organisation von Sonderausstellungen ist auch die Archivarbeit ein wichtiger Teil. „Derzeit habe ich noch den Besucherblick und mir fallen gewisse Dinge vermehrt auf. Einige Exponate haben keine Kennzeichnung und diese Lücken sollen gefüllt werden“, so Sommerfeld „Auch die Öffnungszeiten sowie die gesamte Ausstellung sollen in Zukunft erweitert werden.“ Das Meeraner Heimatmuseum ist montags von 9 bis 12 Uhr und dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Am 27. November 2015 startet eine Weihnachtsausstellung mit DDR-Spielzeugen, die bis nach Neujahr zu sehen ist.

(Autorin: Yasmina Ramdani)

Katharina Thehos
21.10.2015

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