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Mit den Europa-Studien von Chemnitz über Brüssel nach Berlin

Jiří Zapletal studierte von 2002 bis 2006 Europa-Studien mit wirtschaftswissenschaftlicher Ausrichtung an der TU und arbeitet seit 2013 im Bundesministerium der Finanzen

Der aus dem Erzgebirge stammende Jiří Zapletal studierte nach seiner abgeschlossenen Bankausbildung von 2002 bis 2006 an der TU Chemnitz Europa-Studien mit wirtschaftswissenschaftlicher Ausrichtung. Seinen Master begann er am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin, durch den berufsbedingten Umzug nach Brüssel machte er den Abschluss an der Vrije Universiteit Brussel (VUB) am Institute for European Studies.

Während des Bachelorstudiums in Chemnitz absolvierte Zapletal zahlreiche Praktika und schnupperte internationale Luft im Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Prag und im Europäischen Parlament in Straßburg/Brüssel. Außerdem arbeitete er als Werkstudent bei der Sparkasse Erzgebirge in der Abteilung Marketing/Unternehmenskommunikation und war studentische Hilfskraft an der Juniorprofessur Europäisches Management der TU Chemnitz. „Um weitere Berufserfahrungen zu sammeln, habe ich zudem am EU-Projekt `Dienstleistungszukunft – Evaluierung von Qualitätsstandards im Gesundheitswesen in Deutschland, Tschechien, Polen und Niederösterreich´ mitgearbeitet. Meine Aufgabe dort war die vergleichende Auswertung arbeitspolitischer Qualitätsstandards im Gesundheitswesen in diesen Ländern“, erinnert sich Zapletal.

Nach Stationen in Berlin als Referent für Bankaufsicht, Sparkassen- und EU-Politik, für den Deutschen Sparkassen- und Giroverband und in Brüssel, wo er in der EU-Repräsentanz für Sparkassenrelevante EU-Politiken zuständig war, arbeitet Zapletal seit November 2013 für das Bundesministerium für Finanzen in Berlin. „Ich bin zuständig für die internationale Klimaschutzfinanzierung. Innerhalb der Bundesregierung ist meine wesentliche Aufgabe, auf Auswirkungen von Klimaschutzmaßnahmen im Kontext der EU, der Vereinten Nationen und der G7 und der G20 für den Bundeshaushalt zu achten. Hierzu entwickle ich eigenständig Konzepte und Positionen mit den entsprechenden Akteuren innerhalb und außerhalb des Ressortkreises“, so der 35-Jährige und fügt hinzu: „Meine Tätigkeit ist vielseitig und beinhaltet einerseits die Fokussierung auf einen speziellen Fachbereich, andererseits bietet sie viel Abwechslung durch die Arbeit im nationalen und internationalen Umfeld sowie durch die Teilnahme an Tagungen und Konferenzen.“ Neben seiner Arbeit im Bundesfinanzministerium promoviert Zapletal berufsbegleitend an der VUB in Brüssel im Bereich EU-Wettbewerbspolitik im Finanzsektor und gehört dort dem Research Cluster European Competition Economics and Policy als associated staff an. Sein Forschungsgebiet: Anwendung von EU-Bankenbeihilfen während der Finanzkrise.

Im Juni 2012 kam Zapletal an die TU Chemnitz zurück, dieses Mal als Dozent. Er leitete im Rahmen der Jean Monnet-Professur der TU Chemnitz das Hauptseminar ‚Die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise in der EU‘. „An mein eigenes Europa-Studium an der TU Chemnitz habe ich immer noch gute Erinnerungen: die kleinen und inhaltlich anspruchsvollen Studiengruppen, die Nähe zu den Professoren, die stets ein offenes Ohr haben, und die guten Rahmenbedingungen für Studierende. Da kommt man natürlich gerne zurück nach Chemnitz“, so Zapletal.

Hinweis der Redaktion: Jiří Zapletal nahm 2005 auch an der die weltweit größten Simulation der Vereinten Nationen - der "National Model United Nations" in New York - teil. Von dort berichtete er damals auch für "Uni aktuell" und gewährte Einblicke in sein Reisetagebuch.

Weitere Informationen über den Studiengang Europa-Studien und zu Absolventen finden sich im Online-Portal http://www.europastudien.de.

(Autorin: Damaris Diener)

Mario Steinebach
20.08.2014

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