Die Mathematik hinter dem Uni-Jubiläum
Dr. Frank Göring, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Algorithmische und Diskrete Mathematik, spielt im Jubiläumsjahr der TU Chemnitz mit der Zahl 190
-
Der Mathematiker Dr. Frank Göring lädt ein zu einer rechnerischen Spielerei mit der Uni-Jubiläumszahl 190. Foto: Anja Otto
Am 2. Mai 1836 wurde die Königliche Gewerbschule zu Chemnitz in den Räumen der hiesigen Lateinschule gegründet. 190 Jahre später ist dies für Dr. Frank Göring, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Algorithmische und Diskrete Mathematik der TU Chemnitz, ein Grund, sich dieser Jubiläumszahl mathematisch zu nähern.
Wussten Sie, dass die 190 eine Dreieckszahl bzw. Handschlagszahl ist? Doch was versteht man darunter? „Treffen sich 20 Leute auf einer Party und jeder begrüßt jeden mit Handschlag, so ergeben sich genau 190 Handschläge“, erläutert Göring und fügt schmunzelnd hinzu: „Man kann natürlich auch mit Sekt anstoßen und nachzählen, wie oft die Gläser klingen.“
190 ist auch eine „freundliche“ Zahl. So werden Zahlen genannt, die Summe mehrerer aufeinanderfolgender natürlicher Zahlen sind. Das geht bei 190 auf verschiedene Weisen:
190=1+2+3+4+5+6+7+8+9+10+11+12+13+14+15+16+17+18+19
190=36+37+38+39+40
190=46+47+48+49
Eine besondere Eigenschaft ist außerdem, dass 190 die Summe von fünf aufeinanderfolgenden Quadratzahlen ist:
190=4²+5²+6²+7²+8²
Mathematisch korrekt ist auch, dass die Zahl 190 durch ihre Quersumme teilbar ist. „Das ist aber nicht so ungewöhnlich“, so Göring. „Sicher finden pfiffige Menschen noch mehr Berührungspunkte zur diesjährigen Uni-Jubiläumszahl.“ Wer hier noch Ideen hat, kann sich gern bei dem Chemnitzer Mathematiker melden (Kontakt: E-Mail frank.goering@mathematik.tu-chemnitz.de). Wir sagen jedenfalls 190-mal „Danke!“ für diese kleine rechnerische Spielerei.
Mario Steinebach
11.03.2026