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Wirtschaft trifft Wissenschaft in der Lausitz

TU Chemnitz präsentiert am 5. September 2013 Forschungsergebnisse zum IBS-Kooperationstag in Laubusch - Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hält Grußwort

  • Stephan Blokzyl (r.) forscht an der Professur Technische Informatik auf dem Gebiet der Bilderkennung. Erste Tests bei der Erkennung von Landebahnen, die mit einem Kleinflugzeug vom Jahhnsdorfer Flugplatz aus durchgeführt wurden, bestätigen seinen Berechnungsansatz, den er auch beim IBS-Kooperationstag vorstellt. Foto: Technische Informatik

Viele Entwicklungen im MINT-Bereich - also in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - vereinen wissenschaftliche Disziplinen zu neuartigen Lösungsansätzen und erschließen neue Produktfelder. Ein Beispiel ist das Chemnitzer Forschungsprojekt OPDEMIVA. Es steht für die Optimierung der Pflege demenzkranker Menschen durch intelligente Verhaltensanalyse. An der Professur Digital- und Schaltungstechnik der TU Chemnitz werden unter Leitung von Prof. Dr. Gangolf Hirtz bildverarbeitende Sensoren, die sich einfach in eine Wohnung integrieren lassen, eingesetzt, um kritische Verhaltensmuster dementer Personen zu identifizieren. So können Gefahrenpotentiale, beispielsweise ein Sturz, erkannt und automatisiert Maßnahmen eingeleitet werden.

An der TU finden sich noch weitere Beispiele. So wird an der Professur Technische Informatik, die von Prof. Dr. Wolfram Hardt geleitet wird, an einer hochperformanten Bilderkennung geforscht. Diese kann zur Erkennung von Landebahnen eingesetzt werden. Hierzu wurden eigens Testflüge zur Aufnahme von verwertbaren Bilddaten durchgeführt. Doktorand Stephan Blokzyl berichtet fasziniert: "Mein Traum ist wahr geworden, meine Forschungsideen konnten mit realen Daten evaluiert werden. So macht Wissenschaft richtig Spaß!" Erste Ergebnisse bestätigen den neuen hochparallelen Berechnungsansatz, so der Wissenschaftler.

Noch ein Beispiel: Das interdisziplinäre Kompetenzzentrum "Virtual Humans" der TU Chemnitz untersucht die naturgetreue Modellierung menschlicher Bewegungen. Dies wird zur Optimierung von Prozessen, in die Menschen eingebunden sind, eingesetzt. Am Zentrum beteiligt sind die fünf Professuren Graphische Datenverarbeitung und Visualisierung (Prof. Dr. Guido Brunnett), Medieninformatik (Prof. Dr. Maximilian Eibl), Mediennutzung (Prof. Dr. Peter Ohler), Prozessautomatisierung (Prof. Dr. Peter Protzel) und Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement (PD Dr. Angelika Bullinger-Hoffmann) und die Juniorprofessur Visual Computing (Jun.-Prof. Dr. Paul Rosenthal).

Forschungsergebnisse aus diesen Bereichen werden zum Kooperationstag "Wirtschaft trifft Wissenschaft" der Stiftung Internationales Informatik- und Begegnungszentrum Sachsen (IBS) am 5. September 2013 ab 14.30 Uhr interessierten Anwendern präsentiert. Der Kooperationstag im denkmalgeschützten Vorstandsgebäude der ehemaligen Brikettfabrik Erika an der Hauptstraße 14 in Laubusch fördert den Wissenstransfer zwischen Forschung und Anwendung. Unternehmen und Institutionen können diese Gelegenheit nutzen, neueste Forschungsergebnisse kennenzulernen und Kooperationsnetzwerke zu erweitern.

Ebenfalls vertreten ist die TUCed - Institut für Weiterbildung GmbH, die als An-Institut der TU Chemnitz für die gesamte Organisation und Administration der berufsbegleitenden Weiterbildung verantwortlich ist. Zudem präsentiert die TU Chemnitz ihr Studienangebot. Weiterhin werden die von der Europäischen Union im Programm Ziel3 geförderten Projekte "Grenzraum 2.0" und "InWest" vorgestellt. Zudem präsentieren sich der Transnational Career Service und das Internationale Universitätszentrum der TU mit einem Infostand.

Bereits mehrfach wurden im Rahmen des Projekts "InWest: Informatikwissenstransfer zur wirtschaftlichen Entwicklung der sächsisch-tschechischen Grenzregion", welches an der Professur Technische Informatik initiiert wurde, mit großer Resonanz Firmentage zum Fachaustausch mit den Schwerpunkten e-Mobility, RFID-gesteuerte Prozesse und Sensor-Anwendungen veranstaltet. "Der IBS-Kooperationstag `Wirtschaft trifft Wissenschaft´ schließt daran an und erweitert dieses Themenfeld. Damit werden alle Partner und interessierten Unternehmen in der Region und in Sachsen angesprochen und können ihre Schwerpunkte und Projekte vorstellen", erläutert Hardt.

Ein besonderer Programmhöhepunkt ist der Besuch des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich. Vor einem Rundgang durch die Ausstellung richtet der Ministerpräsident um 17.30 Uhr ein Grußwort an die Teilnehmer des Kooperationstages.

Weitere Informationen: http://www.ibs-laubusch.de

Stichwort: Stiftung Internationales Informatik- und Begegnungszentrum Sachsen

Die Stiftung Internationales Informatik- und Begegnungszentrum Sachsen (IBS) wurde im August 2008 errichtet und zielt auf den Aufbau eines Informatik- und Begegnungszentrums zur Verwirklichung von Wissenstransfer zwischen Forschung und Anwendung der Informatik sowie auf Technologietransfer, Nachwuchsförderung und Weiterbildung im Bereich Informatik. Die IBS bietet ein Umfeld für wissenschaftliche Begegnung und fachlichen Austausch.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Wolfram Hardt, Telefon 0371 531-25550, E-Mail hardt@informatik.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
29.08.2013

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