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Globaler Wissenstransfer ohne Barrieren

TU Chemnitz fördert mit speziellem Fonds den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen im Internet - Open-Access-Workshop am 24. Januar 2013

In der globalen Wissensgemeinschaft gilt die uneingeschränkte Kommunikation als eine der wichtigsten Voraussetzungen für Forschung und Lehre. Wissenschaftler auf der ganzen Welt wollen ihre neuen Forschungserkenntnisse möglichst schnell publizieren, zudem häufig zitiert werden und sich fachübergreifend austauschen. Diesem Wissenstransfer werden jedoch durch steigende Preise für Fachzeitschriften und zunehmende Zugriffsbeschränkungen für wissenschaftliche Publikationen durch kommerzielle Verlage immer höhere Barrieren gesetzt. Voll im Trend liegt deshalb die Verbreitung von Ergebnissen öffentlich geförderter Forschung über kostenlose und frei zugängliche Plattformen im Internet. Dieser sogenannte Open Access, der eine verlässliche und dauerhafte Speicherung von wissenschaftlichen Informationen voraussetzt, erleichtert den wissenschaftlichen Austausch innerhalb der Wissenschaftswelt.

Bei vielen EU-Projekten sind Wissenschaftler mittlerweile verpflichtet, Publikationen via Open Access bereitzustellen. Dieser Anspruch wird sich mit den neuen europäischen Förderprogrammen noch mehr durchsetzen. Das Rektorat der Technischen Universität Chemnitz unter Leitung von Prof. Dr. Arnold van Zyl positioniert sich deshalb mit Nachdruck für Open Access. "Beim Veröffentlichen in Open-Access-Zeitschriften können jedoch im Rahmen des Peer Review-Prozesses, ebenso wie bei traditionellen Zeitschriften, Kosten entstehen. Diese sind in vielen Fällen von den Autoren zu tragen", weiß Angela Malz, Direktorin der Chemnitzer Universitätsbibiothek. 2013 fördert die TU Chemnitz erstmalig gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft die Veröffentlichung ihrer Wissenschaftler in Open- Access-Zeitschriften. "Förderfähig sind zum Beispiel Veröffentlichungen über Hindawi, Versita, Springer Open oder Open Journal System", sagt Malz. Alle Hinweise zur Beantragung erhalten Interessenten auf der Homepage der Universitätsbibliothek: http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/OpenAccess/dfg_foerderung.html. Die Vergabe der Mittel erfolgt übrigens in der Reihenfolge des Rechnungseinganges in der UB. Für die Open-Access-Veröffentlichung von Monographien bietet die DFG ebenfalls eine Förderung. Informationen dazu finden sich unter http://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_12_53/

Wer sich für die Open-Access-Publikationsmöglichkeiten der TU Chemnitz interessiert, sollte sich auch den 24. Januar 2013 vormerken. Initiiert vom Rektorat findet an diesem Tag von 15 bis 16.30 Uhr ein spezieller Workshop statt. In einer einleitenden Präsentation werden verschiedene Service-Angebote der Universitätsbibliothek vorgestellt. "Dazu gehören unter anderem der Volltext-Publikationsservice, Angebote des Universitätsverlages, das Journal-Management-System und die Universitätsbibliographie", sagt Malz. Durch die Bereitstellung von anerkannter Open-Source-Software seien an der TU bereits Voraussetzungen zum Open-Access-Publizieren geschaffen worden. "Auch hier bieten wir im Workshop unsere Beratung an", sagt die UB-Direktorin. Im zweiten Teil der Veranstaltung bestehe die Möglichkeit, Details zu erörtern oder konkrete Publikationsszenarien aufzuzeigen. Der Workshop findet im Physikgebäude an der Reichenhainer Straße in den Räumen P032/P033 statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zu "Open Access": http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/OpenAccess/index.html

Ansprechpartner in der Universitätsbibliothek: Ute Blumtritt, Telefon 0371 531-31290, E-Mail ute.blumtritt@bibliothek.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
04.01.2013

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