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Neue Stifterkultur etabliert sich

Nationales Stipendienprogramm wird im Wintersemester 2011/2012 an der TU fortgeführt - 17 weitere Studierende starten nun mit dem Deutschlandstipendium durch

  • Die weiteste Anreise zur Vergabe des Deutschlandstipendiums hatte Dr. Matthias Welter, Gruppenleiter bei der Robert Bosch GmbH Eisenach (2.v.l.). Im Beisein von Prof. Dr. Cornelia Zanger, kommissarische Rektorin der TU Chemnitz, übergab er je ein Stipendium an die Studierenden Daniel Schneider (Mitte), Anna Trauth und Peter Weissig. Foto: Stefanie Richter

In Ländern wie den USA oder Großbritannien ist die finanzielle Unterstützung der Hochschulen durch private Förderer längst Normalität. Mit dem Start des nationalen Stipendienprogramms - auch "Deutschlandstipendium" genannt - im Sommersemester 2011 wurden auch hierzulande die Weichen in Richtung einer neuen Stipendienkultur gestellt. Die Technische Universität Chemnitz gehört deutschlandweit zu den ersten Hochschulen, die derartige Stipendien vergeben - in der Startphase des Stipendienprogramms profitierten an der TU bereits 13 Stipendiaten von dieser Förderung.

17 weitere Deutschlandstipendien wurden am 23. November 2011 im Rahmen einer Feierstunde an Studierende aller Fakultäten übergeben. Prof. Dr. Cornelia Zanger, kommissarische Rektorin der TU Chemnitz, überreichte gemeinsam mit mehreren Förderern die Stipendienurkunden. Jeder der Studierenden erhält zwei Semester ein monatliches Stipendium in Höhe von 300 Euro, wobei jeweils die eine Hälfte vom Bund und die andere Hälfte von privaten Geldgebern übernommen werden. Insgesamt hatten sich 128 Studierende der TU Chemnitz um diese Stipendien beworben. Auf Grundlage der Vergabeempfehlungen der Fakultäten hat das Rektorat 17 Stipendien bewilligt.

Die Stipendiengeber sind breit aufgestellt: Acht Stipendien wurden von der Stiftung Technische Universität Chemnitz zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen neun zweckgebundene Stipendien von privaten Fördermittelgebern, insbesondere aus der Region: Richter & Heß Industrie- und Gefahrgutverpackungs GmbH, Benseler Sachsen GmbH & Co.KG, AMEC - Angewandte Mikroelektronik Chemnitz e.V., Infineon Technologies Dresden GmbH, GEMAC - Gesellschaft für Mikroelektronikanwendung Chemnitz GmbH, Förderverein für Mathematik zu Chemnitz e.V. sowie Robert Bosch GmbH Eisenach. Die anwesenden Vertreter der Wirtschaft verdeutlichten, wie wichtig für sie das Thema Nachwuchsgewinnung insbesondere im Bereich der so genannten MINT-Fächer - also der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - ist.

Einer der Stipendiaten ist Benjamin Fiedler, der den Bachelor im Studiengang Chemie anstrebt. Er möchte die Chemie-Begeisterung bei Schülern erhöhen, das Fach in Schulen noch populärer machen und beim Tag der offenen Tür an der TU für die Chemie werben. An den Schülern ganz nah dran ist auch Peter Weissig, der von der Robert Bosch GmbH Eisenach gefördert wird. "Ich leite neben dem Studium im Chemnitzer Kepler-Gymnasium eine Robotik-AG und versuche so, das Interesse der Gymnasiasten an dieser Thematik zu wecken und zu fördern", sagt der Elektrotechnik-Student. Tamara Alessandra Giering, die aus der Nähe von Stuttgart zum Finanzmathematik-Studium nach Chemnitz kam, freut sich sehr über das Stipendium, was sie sehr motiviert. Sie lobt zudem das hohe Niveau und den guten Ruf der Mathematik in Chemnitz, und möchte sich hier im Master in Richtung Stochastik und Finanzmathematik vertiefen.

Den monatlichen Zuschuss können alle Stipendiaten gut gebrauchen: Politikwissenschaftsstudentin Anne Brösel finanziert beispielsweise damit ihre Teilnahme an der größten UN-Simulation in New York im kommenden Jahr. Daniel Schneider, der Wirtschaftsingenieurwesen studiert, investiert das Stipendium in die Teilnahme an Tagungen. Und für den Maschinenbau-Studenten Marcel Eifert bedeutet die willkommene Finanzspritze Planungssicherheit für das bevorstehende Masterstudium.

Vom nationalen Stipendienprogramm verspricht sich Zanger auch künftig die Stärkung des Studienstandorts und der Netzwerke der TU Chemnitz. "Das Deutschlandstipendium ist ein ideales Instrument zur Förderung von Spitzenleistungen und ermöglicht uns, gemeinsam mit den Stipendiengebern kluge Köpfe für uns zu gewinnen", ergänzt die kommissarische Rektorin. Jedes Jahresstipendium in Höhe von 3.600 Euro sei jeweils durch 1.800 Euro von privaten Förderern abzusichern, so Zanger. Jeder hier investierte Euro sei eine sinnvolle Investition in die Nachwuchsförderung und im Idealfall auch in die Zukunft des Geldgebers. Die TU Chemnitz möchte auch künftig weitere Stipendien vergeben, daher sind aufgeschlossene Förderer jederzeit herzlich willkommen. "Auch wenn es scheint, dass sich an der TU Chemnitz eine neue Stifterkultur langsam etabliert, sind wir weiterhin auf das gemeinsame Engagement der öffentlichen Hand und der privaten Förderer angewiesen und werden deshalb auch künftig für das Deutschlandstipendium tüchtig die Werbetrommel schlagen", sagt Zanger. Für die Vergabe von Stipendien zum Wintersemester 2012/2013 erfolge die Ausschreibung voraussichtlich Ende März oder Anfang April des kommenden Jahres.

Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium erteilt Heidrun Fischer in der Zentralen Kontaktstelle für das Stipendienprogramm, Telefon 0371 531-31679, E-Mail heidrun.fischer@verwaltung.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
23.11.2011

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