Wer sind die stärksten Gäste des Tages der offenen Tür?
Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz lädt Studieninteressierte am 15. Januar 2026 zu einem besonderen Experiment mit historischem Bezug zu August dem Starken ein
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Wer ist so stark wie der Sachsenkönig? Beim Tag der offenen Tür wird dieser Frage nachgegangen. Foto: Conny Hartmann -
Kreativer Kopf dieses Experiments ist Privatdozent Dr. Martin Stockmann, der vor zwanzig Jahren ein strapazierfähiges Hufeisen entwickelte, an dem man seine Kräfte spielen lassen kann. Foto: Bildarchiv der Pressestelle und Crossmedia-Redaktion/Mario Steinebach
Er konnte angeblich Taler verbiegen, Kanonenrohre einhändig heben und einem Stier mit nur einem Hieb den Kopf abschlagen: August II., sächsischer Kurfürst und König von Polen, trug deshalb den Beinamen „der Starke“. 1711 ließ er – so die Legende – ein von ihm in Stücke gerissenes Hufeisen der Dresdner Kunstkammer zukommen. Mehr als drei Jahrhunderte später möchte die Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz herausbekommen, wie weit man ein Hufeisen tatsächlich auseinanderbiegen kann und welche Kräfte dafür aufgebracht werden. Beim nächsten Tag der offenen Tür der TU Chemnitz am 15. Januar 2026 können Studieninteressierte im Foyer des Hörsaal- und Seminargebäudes C10, Reichenhainer Straße 90, erfahren, welche Kräfte in ihnen schlummern.
Dazu können sie an einem Experiment teilnehmen, das einen direkten Bezug zu August dem Starken herstellt. „Ein mit Dehnungsmessstreifen ausgestattetes Hufeisen ermöglicht es, Kraftverläufe und -veränderungen im Innern genau zu erfassen und sichtbar zu machen. So können wir ermitteln, wer der stärkste Besucher und die stärkste Besucherin des Tages der offenen Tür ist. Ihnen winken tolle Preise“, sagt Dr. Björn John von der Fakultät für Maschinenbau. Dass bei dem Experiment das Hufeisen bricht, sei jedoch eher unwahrscheinlich.
Weitere Informationen erteilt Dr. Thomas Lehmann, Professur Festkörpermechanik, Telefon +49 (0) 371 531 35615, E-Mail thomas.lehmann@mb.tu-chemnitz.de.
Mario Steinebach
07.01.2026