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Fallstricke zwischen Forschung und Fälschung

Seminar widmet sich am 18. und 19. November 2011 ethischen Konfliktsituationen im Forschungsalltag und gibt Anregungen für eine gute wissenschaftliche Praxis - Anmeldungen sind ab sofort möglich

  • Dr. Gerlinde Sponholz vom Institut für Medizin- und Organisationsethik führte bereits in den vergangenen Jahren ein Wochenendseminar an der TU Chemnitz durch. Foto: Bildarchiv der Pressestelle/Mario Steinebach

Im Jahr 2011 sorgten gleich mehrere akademische Abschlussarbeiten für Schlagzeilen: Dissertationen wurden als Collagen fremder Texte entlarvt und Politiker sahen sich genötigt von ihren Ämtern zurück zu treten. Der Konflikt zwischen Redlichkeit und Erwartungsdruck ist im Forschungsalltag real und nicht immer leicht auszuhalten. Zu verführerisch, unter Druck eine Abkürzung zu nehmen; schwer zu ertragen, gegen einen Konkurrenten zu verlieren, der Abkürzungen nimmt; zu einfach, sich auf den Standpunkt zurück zu ziehen, man hätte ja nicht bewusst gehandelt. Konfliktsituationen sollten daher wie ein Feueralarm im Vorgriff geprobt werden - auf dass es niemals ernst wird.

Bundesweit nahezu einzigartig bietet daher die Technische Universität Chemnitz ein Angebot zur Diskussion guter wissenschaftlicher Praxis. Am 18. und 19. November 2011 findet für Studierende der höheren Semester, Masterstudenten, Diplomanden sowie Doktoranden und Post-Doktoranden ein Seminar über "Ethische Konflikte im Forschungsalltag" statt. Dieses von Dr. Gerlinde Sponholz vom Institut für Medizin- und Organisationsethik, Berlin, gestaltete praxisorientierte Seminar kreist nicht um Kant und Hegel, sondern beginnt im Laboralltag. Reale und realitätsnahe Konfliktsituationen werden im Seminarstil vorgestellt und mit viel Raum für die eigenen Gedanken der Teilnehmer diskutiert. Das Programm wird streckenweise begleitet von erfahrenen Wissenschaftlern und dem Ombudsmann der TU Chemnitz, Prof. Dr. Michael Hietschold. "Wir sind sehr froh, dass wir Frau Dr. Sponholz erneut als Referentin gewinnen konnten", sagt der Gastgeber dieses Seminars, Prof. Dr. Werner A. Goedel von der Professur Physikalische Chemie und ergänzt: "In der klassischen Ausbildung werden Fälschung und zwischenmenschliche Konflikte kaum thematisiert. Nur wenige Universitäten haben ein Angebot, um diese Lücke zu schließen. Es ist sehr erfreulich, dass dieses Projekt die volle Unterstützung der TU Chemnitz hat."

Vorkenntnisse für das Wochenendseminar werden nicht verlangt. Das Seminar ist begrenzt auf 15 Teilnehmer und findet im Universitätsteil Straße der Nationen 62, Raum 375, statt. Am 18. November beginnt die Veranstaltung um 14 Uhr und am 19. November um 9 Uhr, Schluss ist jeweils um 20 Uhr.

Anmeldungen nimmt das Sekretariat der Professur Physikalische Chemie entgegen: Straße der Nationen 62, Raum B214, Telefon 0371 531-21240, E-Mail physchem@chemie.tu-chemnitz.de

Katharina Thehos
28.10.2011

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