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Wo weitere Spitzenleistungen generiert werden sollen

Veranstaltung des Exzellenzclusters "Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" der TU Chemnitz informierte am 8. Juli 2011 über Gesamtkonzept und Zielstellung des Projektes

Prof. Dr. Lothar Kroll, Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung an der Technischen Universität Chemnitz, ist ein Wissenschaftsmanager durch und durch. Er leitet nicht nur die mit fast 180 Wissenschaftlichen Mitarbeitern und Hilfskräften größte Professur an der Uni, er ist auch im Jahr 2010 der erfolgreichste Drittmittelakquisiteur der TU Chemnitz. Tendenz steigend. Zudem gehört seine Professur zu den am stärksten nachgefragten Forschungspartnern der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland. Kein Wunder also, dass unter seiner Leitung die TU Chemnitz in der zweiten Programmphase der bundesweiten Exzellenzinitiative bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einer Antragsskizze Erfolg hatte. Für die Förderperiode 2012 bis 2017 kann sich die TU um ein Exzellenzcluster mit dem Titel "Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" bewerben. Damit gehört die TU Chemnitz zu den 32 Universitäten in Deutschland, welche die Endrunde der Exzellenzinitiative mit insgesamt 59 Projekten erreicht haben. Sie wurden aus 227 Bewerbungen ausgewählt, die im vergangenen Jahr von 64 Universitäten eingereicht wurden.

Auf einer ersten Informationsveranstaltung dieses Exzellenzclusters am 8. Juli 2011, an der mehr als 50 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik teilnahmen, wurde das Gesamtkonzept und die enge Verzahnung der an diesem Projekt beteiligten Forschungsbereiche der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach den Ausführungen des Leiters des Clusters Professor Kroll wurden auch die von den Professoren Bernhard Wielage, Reimund Neugebauer, Thomas Geßner, Thomas Lampke und Jörn Ihlemann geleiteten Forschungsfelder präsentiert. "Unser Teilerfolg bedeutet jetzt jede Menge Arbeit für alle 37 beteiligten Wissenschaftler, denn bis zum 1. September 2011 ist ein ausführlicher Förderantrag zu stellen", sagte TU-Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes und fügt hinzu: "Ich bin mir sicher, dass dieses Chemnitzer Forschungsvorhaben unter Leitung von Professor Kroll das Potenzial hat, innerhalb kurzer Zeit eine internationale Spitzenposition einzunehmen." Davon ist auch Dr. Eberhard Alles, Kanzler der TU Chemnitz, überzeugt: "Das bisherige Abschneiden in der Exzellenzinitiative ist bereits ein hervorragendes Signal für den Wissenschaftsstandort Sachsen und folgt dem Ziel des aktuellen Hochschulentwicklungsplanes - nämlich Forschung auf internationalem Spitzenniveau zu generieren." Matthes und Alles verdeutlichten zudem, wie das Cluster in die drei Forschungsschwerpunktfelder der TU Chemnitz - nämlich "Energy-efficient Production Processes", "Human Factors in Technologies" sowie "Smart Systems and Materials" - eingebunden ist.

"Das Hauptanliegen des beantragten Exzellenzclusters ist die Verschmelzung von großserientauglichen Basistechnologien zur ressourceneffizienten Herstellung von Leichtbaustrukturen mit einer hohen Leistungs- und Funktionsdichte", erläuterte Kroll. Derzeit noch getrennte Fertigungsprozesse bei der Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffgruppen - wie Textilien, Kunststoffe und Metalle - sollen zu durchgängigen Technologien zur Herstellung von komplexen Hochleistungsstrukturen zusammengeführt werden. Die Vorteile: Energie- und Materialeffizienz sowie Reduzierung des Kohlenstoffdioxidausstoßes. "An der TU Chemnitz, deren An-Instituten und den beiden benachbarten Fraunhofer-Instituten hat sich bereits frühzeitig die Entwicklung hin zu Hybridtechnologien auf Basis von Metall-, Kunststoff- und Textilverarbeitungsverfahren sowie der Mikrosystemintegration vollzogen. Dabei sind alle Fertigungsverfahren an einem Forschungsstandort konzentriert, was auf kurzen Wegen den Erkenntnistransfer zur Prozessverschmelzung begünstigt. Dies ist ein wesentlicher Vorteil des Standortes Chemnitz für die geplante ressourceneffiziente Bündelung der Technologien zur Herstellung von Leichtbaustrukturen in Hybridbauweise", sagte Kroll.

Prof. Dr. Andreas Schmalfuß, Vizepräsident des Sächsischen Landtages, sieht in diesem Projekt große Chancen für die Entwicklung der Wirtschaft in Sachsen: "Von diesem Exzellenzcluster kann eine enorme Impulswirkung für die gesamte Wirtschafts- und Innovationsregion Chemnitz ausgehen, insbesondere für die Allianz Textiler Leichtbau, in der bereits mehrere Forschungsinstitute mit mehr als 400 Wissenschaftlern mit etwa 300 kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region zusammenarbeiten." Zudem würden an der TU Chemnitz auf diesem Gebiet exzellente Förder- und Karrierebedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs geschaffen. Positiv bewertete er in diesem Zusammenhang auch, dass die studentische Initiative "Fortis Saxonia" in das Chemnitzer Exzellenzcluster involviert ist.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Lothar Kroll, Telefon 0371 531-35706, E-Mail lothar.kroll@mb.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
08.07.2011

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